Die Geschichte spielt im Jahr 1781 und beginnt mit einer Verfolgungsjagd durch den Schnee in der drei Schwertkämpfer einer Gruppe von Briganten nachsetzen, die ihnen schließlich an einer Ausgrabungsstätte versuchen eine Falle zu stellen. Doch die Stätte erweist sich selbst als gefährlich, genau wie der Deckel der kleinen Metallschatulle, die sich darin befindet.
Diese Metallschatulle ist ein Schatz, der ständig zwischen Schulen der sogenannten Drachenloge hin und her gereicht wird und deren Besitz die Verpflichtung der Verfolgung eines Verrats von vor über 100 Jahren beinhaltet. Kurz darauf kommen die Überlebenden mit ihrem Fund zu einem steilen Berg auf den man mit einem Korb hinaufgezogen wird und werden dort als Gäste in Empfang genommen.
Kurz nachdem die Gesellschaft vollständig auf dem Berg angekommen ist, kommt es zu einer Auseinandersetzung zwischen ihr und einigen Boten des Ritters Fox Hu. Währenddessen wird das Aufzugsystem vernichtet und ein großer Teil der Vorräte den Berg hinunter geworfen. Als der Übeltäter gestellt wird, berichtet er die Geschichte von einem Kampf zwischen zwei überaus ehrenvollen Männern, die durch das ehrlose Eingreifen eines Dritten sehr wenig ruhmvoll zuende geht. Und dieser Dritte ist mit unter den Gefangenen auf der Bergfestung.
Nun haben auch andere der Gefangenen etwas zu der Geschichte beizutragen. Während dieses Erzählreigens versuchen sich die Beteiligten ständig gegenseitig zu überlisten und als dann auch noch Fox Hu ' bekannte als Fox Volant vom verschneiten Berg - auf der Spitze des Berges eintrifft wird die Sache ganz verfahren ' besonders als er scheinbar die Tochter eines anderen Ritters entehrt. Ein seitenfressender Endkampf beginnt.
Dieser Endkampf steht in seiner Darstellung in der Tradition von 'Reise nach Westen' und auch verschiedenen europäischen Ritterromanen, da der umfänglich belesene Autor gerne überall Anleihen macht. Deswegen finden sich auch in bester Shakespeareanischer Manier immer wieder Ohrenzeugen in Kleiderschränken oder unter Betten und die Entwicklung der Geschichte erinnert stark an eine Mischung aus den 'Canterbury-Tales', Miss Marple-Geschichten und Agatha Christies Abzählreimgeschichte, die in politisch inkorrekteren Zeiten noch als 'Zehn kleine Negerlein' bekannt gewesen ist.
Die englische Übersetzung von Olivia Mok hat so ihre Schwachpunkte, wie etwa in der Übersetzung der zentralen Begriffe "weija" und "neija", die hier im Englischen "Exomart" und "Endomart" genannt werden, Begriffe, die sich im Oxford Dictionary nicht finden lassen. Auch "Qi" als "Pneuma" zu übersetzen ist zwar möglich, aber schon etwas unüblich. Auch die Bezeichnungen der Waffen zu Beginn des Buchs sind nicht in allen Fällen nachvollziehbar.
Trotz dieser Übersetzungsprobleme ist dieses mit drei Einleitungen und einer Karte versehenem Buch, zuzüglich einer Darstellung der im Buch genannten Akupunkturpunkte, einer Auflistung der Hauptcharaktere, einer Genealogie der Drachenloge, der vier hier wichtigen Familien und ansprechnender Zeichnungen zu Beginn eines jeden Kapitels schöner Lesestoff für alle Freundinnen und Freunde ritterlicher und kämpferischer Erzählungen mit all ihren logischen Fragwürdigkeiten und für Freunde von den bereits genannte Filmen und ähnlicher cinematographischer Highlights, wie auch etwa 'Das Haus der fliegenden Messer'. Ein moderner Klassiker der chinesischen Literatur.