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Produktinformation
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Moviemans Kommentar zur DVD: Das Quellmaterial war zum Authoring und Premastering in Bestform. Korrekturen oder Denoising sind nicht notwendig gewesen und so kommt es, dass auch mit einer deutlichen Kompression immer noch ein absolut stabiles Bild voller Ruhe und Homogenität entsteht. Scharf bis in die Poren sind Gesichter vor der Kamera zu sehen und "Schwarz sehen" macht hier einen hohen Spaß, denn so hohe Schwarzwerte sind nicht gerade häufig anzutreffen. Auch von Rauschen ist weit und breit keine Spur. Alles in bester Ordnung. Der Film bietet eine weit verzweigte, sehr breite Ausnutzung des vorderen Stereopans. Viele kleine Effekte wurden am linken oder rechten Rand eingestreut und schaffen ein behagliches Dabeisein-Gefühl. Mit zunehmender Laufzeit des Filmes vermindert sich diese Atmosphäre jedoch etwas. Dafür sorgt ein regelrechter Punch im Bass gelegentlich für knackige Schallwellen aus dem Subwooferkanal. Immer wieder nur ein kurzer, sehr tiefer Impuls aus der Box, beispielsweise, wenn die Panzerfaust einschlägt. Die Stimmen wirken in der englischen Originalfassung etwas direkter und hautnaher, als es die deutsche Tonspur vermag. Als Leckerli gibt es einige durchaus sehenswerte Extraszenen, Interviews. --movieman.de
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
59 von 64 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine tragische Komödie,
Von
Rezension bezieht sich auf: Four Lions (DVD)
Eine Komödie über islamistische Selbstmordattentäter - Der Regisseur, der sich so etwas traut, muss Mut haben. Die Reaktionen der extremen Seiten sind vorhersehbar, von der einen Seite wird Verharmlosung gerufen und nach Zensur gerufen, von der anderen Seiten droht Gefahr, weil der heilige Krieg ins Lächerliche gezogen wird.Der britische Regisseur Chris Morris hat diesen Mut gehabt und damit sicher einen der besten Filme dieser Kinosaison geschaffen. Die Hauptfigur Omar, ein in Großbritannien aufgewachsener Muslim, der frustriert mit seiner Lebenssituation die Gründung einer Jihad-Zelle plant. Leider sind die Mitstreiter, die er findet, alle auf ihre Art komplette Idioten und auch Omar selber ist nicht das Material, aus dem Führungspersönlichkeiten geschnitzt sind. Und so stolpert die Terroristen-Zelle bereits in der Ausbildung von Pleite zu Pleite und wird zur größeren Gefahr für die Mitterroristen als die CIA. Auch die praktische Vorbereitung des Selbstmordattentats ist eher ein Selbstmordversuch, nur ohne Attentat. Dazu kommen haarsträubende Diskussionen über den richtigen Glauben, die richtige Taktik und die richtigen Ziele. So wird ernsthaft drüber diskutiert, dass die Islamisten Moscheen attackieren, um die Ungläubigen zu bekämpfen... Eine klassische britische schwarze Komödie, bei der man irgendwann vor Lachen unterm Tisch liegt. Was den Film jedoch richtig groß macht, ist, dass er gleichzeitig nie die Tragik außer Augen verliert, die Jugendliche dazu treibt, ihr Leben und das Unschuldiger im vermeintlichen Namen des Glaubens zu opfern. Die Möchtegern-Terroristen sind eigentlich ganz normale liebenswerte Jungs, die sich dennoch in ihrem blinden Fanatismus verrennen und den Horror planen. Je näher sie dem Attentat kommen, desto mehr zeigen sich die Brüche in ihrem Charakter und die vermeintlich komischen Figuren werden eher zu tragischen Marionetten, bei denen andere die Fäden ziehen. Regisseur Smith verbindet seine Geschichte dann auch noch mit deftiger Kritik an der britischen Polizei, die genauso dumm agiert wie die Terroristenzelle und damit mindestens genauso gefährlich für unbeteiligte Zivilisten wird wie die tölpeligen Jihadisten. Läacherlichkeit tötet. Dies Motto beherzigt 4 Lions und leistet damit einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zur Bekämpfung des Terrors. Statt dämonisiert oder verherrlicht wird der Terror ausgelacht. Nicht die schlechteste Art damit umzugehen. Ein großer Film, den man gesehen haben sollte. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"Du machst mir meinen Djihad nicht kaputt!",
Von
Rezension bezieht sich auf: Four Lions (DVD)
Omar(Riz Ahmed) ist ziemlich aufgebracht über seinen Freund Barry(Nigel Lindsay). Will der doch eine Moschee in die Luft sprengen. Dabei sollte Nigel wissen, dass Omar der Chef der kleinen, selbsternannten Terrorzelle in Sheffield ist. Das Terrorkleeblatt wird von Feisal(Adeel Akthar) und Waj(Kayvan Novak) vervollständigt.Omars Pläne sind ganz anders. Zunächst einmal fliegt er mit Waj zu seinem Onkel nach Paksitan, um sich dort zum Gotteskämpfer ausbilden zu lassen. Danach kehrt er nach Sheffield zurück, um einen ganz großen Anschlag zu planen. Bis dahin soll Barry gefälligst seine Füße stillhalten. Natürlich kommt alles anders. Omar und Waj sind einfach zu dämlich, um die Ausbildung erfolgreich abzuschließen und Barry legt in Omars Abwesenheit richtig los. Klar, dass so eine Anschlagsvorbereitung ohne große Aussicht auf Erfolg ist... So einen Film können vermutlich nur die Briten machen. Ohne Rücksicht auf Verluste schickt Christopher Morris seine vier Attentäter ins Rennen. Kann(oder darf) man eigentlich über so etwas lachen? Tut mir leid, selbst wenn ich es mir hätte verkneifen wollen, ab der vierzigsten Filmminute sind mir stellenweise die Tränen vor Lachen übers Gesicht gelaufen. Egal, ob Barry den Jungs seine Anti-Ortungs-Maßnahmen nahebringt, oder Feisal erklärt, wie er all die Chemikalien eingekauft hat. Ganz gleich ob Waj intelektuell wieder einmal völlig überfordert ist oder Omar den Angriff auf die amerikanische Drohne startet. Da bleibt wirklich kein Auge trocken. Dazu gibt es einen der genialsten Schnitte der Filmgeschichte; ich sage nur: Dancing in the moonlight! Christopher Morris arbeitet in Teilbereichen mit Handycams und Restlichaufhellern. Das verpasst dem albernen Spektakel tatsächlich einen Hauch von Realitätsnähe. Die ist ansonsten so weit entfernt wie der Mond von der Erde. Wenn Feisal einen Raben zur gefiederten Bombe umfunktionieren will und Barry seine neuen Mitkämpfer haarsträubenden Tests unterzieht, dann ist das Slapstick vom Allerfeinsten; auch wenn es um ein verdammt ernstes Thema geht. -Four Lions- braucht eine gute halbe Stunde, bis der Film in die Erzählspur gleitet. Dann explodiert er jedoch in einem wahren Feuerwerk aus Witz und Comedy. Man muss immer wieder auf kleine Details achten, die Morris liebevoll in seine Politsatire hinein gepackt hat. Am Ende gibt es dann noch einen Abspann zu bewundern, der im wahrsten Sinne des Wortes tragisch schön ist. Wenn sie ein paar derbe Späße vertragen können und zu der Sorte Mensch zählen, die so ziemlich über alles lachen kann(wenn es gut gemacht ist), dann sollten die -Four Lions- auf jeden Fall in ihrem DVD Player landen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Brillante Comedy fernab jeder Verharmlosung,
Von
Rezension bezieht sich auf: Four Lions (DVD)
FOUR LIONS ist wohl eine der besten Komödien, die ich seit langem gesehen habe. Ich habe selten nicht mehr so gelacht wie bei dieser schwarzhumorigen Terrorsatiere aus Großbritannien.Die Stärke des Films liegt dabei vor allem darin, dass er sich nicht einfach nur platt über sein Thema lustig macht, sondern im Gegenteil sowohl seine Figuren (inklusive der Motive, die sie zu ihrem Tun veranlassen), die Bedrohung durch Terrorismus als auch den Islam als solchen durchaus ernst nimmt. Seinen Humor entwickelt FOUR LIONS vielmehr, indem er die Handlungen, die sich aus dem Tun der Möchtegern-Märtyrer ergeben, so gnadenlos absurd auf die Spitze treibt, dass es einem als Zuschauer an manchen Stellen fast das Zwerchfell zerreist (etwa wenn sich die Protagonisten darüber streiten, ob ein Anschlag auf eine Moschee, den man anschließend den "Ungläubigen" in die Schuhe zu schieben gedenkt, tatsächlich dazu geeignet ist, eine Weltrevolution der Muslime auszulösen). Und trotzdem wohnt dem Ganzen auch immer eine gewisse Tragik inne, spitzen sich immer wieder Situationen so dramatisch zu, dass einem geradewegs das Lachen im Halse stecken bleibt. Eine derart schmale Gratwanderung zwischen schrägem Humor und bitterem Ernst schaffen nur wenige Filme. DAS LEBEN IST SCHÖN fällt einem ein. GOOD MORNING VIETNAM. Oder der bereits in einer anderen Rezension erwähnte GROSSE DIKTATOR von Chaplin. FOUR LIONS verhehlt in keinem Moment, dass von islamischen Fundamentalisten einen ernstzunehmende Gefahr ausgeht, gleichzeitig wendet er sich aber deutlich auch gegen unreflektierte Verallgemeinerungen und zeichnet ein differenziertes Bild der Problematik. Hier kriegen alle ihr Fett weg. Fanatische Fundamentalisten ebenso wie einfache Mitläufer, radikalisierte Konvertiten ebenso wie eine von Panik geblendete Gesellschaft und eine sich in Aktionismus verrennende Staatsmacht, die hinter jedem Moslem aus Prinzip sofort einen Terroristen wähnt. Ein brillanter Film, den man gesehen haben sollte. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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