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Four Lions - Digipak [UK Import]
 
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Four Lions - Digipak [UK Import]

Benedict Cumberbatch , Kayvan Novak , Christopher Morris    Nicht geprüft   DVD
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 14,39
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Produktinformation


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Vereinigte Königreich Edition, PAL/Region 2 DVD: TON: Englisch ( Dolby Digital 5.1 ), WIDESCREEN, BONUSMATERIAL: Dokumentarisch, Featurette, FormMannschaft Interview(s), Gelöschte Szenen, Szene Zugang, Wechselwirkendes Menü, SYNOPSIS: Manchmal tut es gut, dem größten Schrecken mit einem Witz den Garaus zu machen. Aktuell könnten wir da als Kontrapunkt für die Nachrichtenmeldungen, die uns täglich um die Ohren schwirren, vor allem Komödien über Terror und Suizidbomber gebrauchen. "Four Lions" geht genau auf dem Gebiet mit bodenlos bösem Beispiel voran. Ersonnen vom skandalträchtigen TV-Mastermind Chris Morris, der die britische Medienwelt gern mal aus den Angeln hebt, erzählt die wahnwitzige Farce von vier extremistischen Muslimen in den englischen Midlands, die der Arroganz der westlichen Kultur mit einem gewaltigen Anschlag eine gepfefferte Lektion erteilen wollen. Das Problem ist: Die vier sind das, was im Englischen so schön mit "bumbling idiots" umschrieben wird. Sie sind Vollspacken. Zwei von ihnen fliegen aus einem pakistanischen Ausbildungslager, weil sie mit einer Panzerfaust so ziemlich alles anstellen, außer das Ziel zu treffen. Der Dritte trainiert Krähen als Bombenkuriere. Und nicht zu vergessen der vierte Mann im Bunde: ein nicht-arabischstämmiger Konvertit, dessen Verbohrtheit die der anderen um Längen toppt und der sich mit seinem Nihilismus in eine Sackgasse befördert, aus der heraus es wohl tatsächlich keinen anderen Ausweg gibt als ein Selbstmordattentat. SCREENING/VERGEBEN IN: Sundance Film-Festival, ...Four Lions (2010) ( Tesseris leontes ) ( 4 Lions )


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38 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Funny Jihad 1. November 2010
Von MissVega
Format:DVD
Oh mein Gott! Ist das zu fassen? Eine britische Komödie über Selbstmordattentäter, die wirklich witzig ist, ohne dabei an Ernst- oder Glaubwürdigkeit zu verlieren? Darf man wirklich über fünf fanatische Glaubenskrieger lachen, die groß angelegte Attentate planen und dabei sich und hunderte Andere in den sicheren Tod führen wollen? Ja, man darf. Man kann sogar gar nicht anders, wenn man "Four Lions" sieht. Der Film ist mit Abstand die beste, witzigste und anarchistische Komödie mit wirklich fiesem Beigeschmack, die ich in den letzten zehn Jahren gesehen habe. Mindestens. "Four Lions" ist ein Feuerwerk aus so bösen, absurden und brüllkomischen Gags und aberwitzigen Situationen, dass man sich vor Lachen die Tränen aus den Augenwinkeln wischt, ohne zu vergessen, wie todernst dieses Thema eigentlich ist. Christopher Morris ist mit seinem Erstlingswerk (!) ein so unglaublich guter Film gelungen, dass man diesen einfach gesehen haben muss und ihn definitiv lange, lange nicht vergessen wird. Es ist das Beste, was Großbritannien seit Ewigkeiten auf die Leinwand gebracht hat, und das, obwohl der Film zeitweise sogar in England verboten wurde. Glücklicherweise ist er das mittlerweile nicht mehr und somit sollte man die Chance, diesen Film zu sehen, unbedingt und definitiv nutzen, denn... so was hat es einfach noch nicht gegeben! Fantastisches Kino, das konkurrenzlos auf seinem neuen Olymp steht, genau dort, wo es hingehört!

Omar (Riz Ahmed, "The Road to Guantanamo"), Waj (Kayvan Novak, "Syriana"), Fessal (Adeel Akhtar, "Traitor") und Barry (Nigel Lindsay, "Rome"), ein konvertierter Islamist, planen ein Selbstmordattentat in einer öffentliche Einrichtung, über die sie sich aber erst noch einig werden müssen. Bis dahin bereiten sie sich schon mal mit ein paar Bekennervideos auf ihre Mission vor. So weit, so gut. Das Problem ist nur, dass die vier komplette Vollpfosten sind. Dummheit, Egomanie und blinder Fanatismus vernebeln ihnen dermaßen die Sinne, dass ihre Mission von permanenten Zwischenfällen und ungeplanten Ereignissen überschattet wird. Omar, der einzige der Vier, der etwas im Kopf zu haben scheint und somit mühsam versucht, die anderen Trottel unter Kontrolle zu halten, ist verheiratet und hat einen Sohn. Dem erzählt er abends gern mal die Geschichte von Simba, dessen einziges Ziel es natürlich ist, als Märtyrer ins Paradies einzugehen. Um den Ablauf des Attentats möglichst reibungslos zu gestalten, macht sich Omar erstmal mit Hohlbratze Waj auf den Weg in ein pakistanisches Ausbildungslager. Dort fliegen sie aber nach ein paar Tagen postwendend wieder raus, weil Omar leider die Panzerfaust falsch rum gehalten hat und somit beinahe Osama Bin Laden getötet hätte. Barry war indessen nicht ganz untätig und hat einen weiteren Krieger, Hassan (Arsher Ali), rekrutiert, was Omar nicht so klasse findet, da der ja die geplante Aktion irgendwie gefährden könnte.

In der Regel schaffen die anderen Vier das aber auch ganz gut alleine... also, ihre Aktion zu sabotieren. Fessal zum Beispiel möchte Krähen als Bombenkuriere abrichten, sprengt die armen Vögel aber schon in die Luft, bevor diese ihren Bestimmungsort erreicht haben. Barry, fanatischer und verpeilter als die anderen Vier zusammen, schiebt das Nichtfunktionieren seines Wagens nach der Reparatur gerne mal auf die bestimmt jüdischen Ersatzteile, die in sein Auto eingebaut wurden. Sabotage! Fessal möchte in den Bekennervideos lieber nicht erkannt werden und trägt deshalb bei den Aufnahmen einen Pappkarton über dem Kopf. Hassan lädt gerne mal die seltsame Nachbarin in die Wohnung ein, wo die anderen gerade ihre Bomben zusammenbauen. Und Waj ist so herzerfrischend dämlich, dass er sich ohne Omar, der ihn immer wieder vor dem Schlimmsten bewahrt, wahrscheinlich nicht mal die Schuhe zubinden könnte.

Es ist unglaublich, was Morris und seinen Drehbuchautoren hier alles eingefallen ist. Der Film ist ein Gagfeuerwerk allererster Güte, absurde Situationen und wahnwitzige Dialoge geben sich die Klinke in die Hand und feuern einen One-Liner nach dem anderen ab. Der Film gönnt einem in seinen 101 Minuten keine einzige Pause, um sich von der wahren Flut von Witzen, Schimpfwörtern und Absonderlichkeiten zu erholen. Jeder Satz sitzt, jeder Gag zündet und die Dramaturgie ist schlicht und ergreifend weltklasse. Und das Beste daran ist: Morris gelingt es trotz der unbestreitbaren Ernsthaftigkeit des Themas, eben diese nicht aus den Augen seiner wahnwitzigen Komödie zu verlieren. Mehr als einmal bleibt einem das Lachen buchstäblich im Halse stecken, wenn man sieht, mit welcher, wenn auch dämlichen, Konsequenz, die Hauptakteure ihren Plan durchziehen und mit welch blindem Fanatismus sie der westlichen Welt ihre Arroganz vor die Füße spucken wollen. Die Indoktrination der nächsten Generation wird dabei ebenso thematisiert wie die Tatsache, dass natürlich nicht alle arabischstämmigen Menschen Terroristen sind. Immer wieder haut einem Morris die fatale Bedrohlichkeit, die von seinen Protagonisten ausgeht, so dermaßen um die Ohren, dass man erschrocken zusammenzuckt.

Dennoch kann man nicht anders, als diese fünf Vollidioten gern zu haben. Omar ist der einzig beherrschte, intelligente und planvoll Agierende dieser fünf Flachpfeifen. Er ist verheiratet mit einer sympathischen Frau und hat einen niedlichen Sohn. Er ist so unglaublich sarkastisch mit seinem staubtrockenen Humor und seiner immer wieder auftretenden Genervtheit ob der Dämlichkeiten, die die anderen Vier verzapfen, dass man sich seinem ruhigen Charme einfach nicht entziehen kann. Besonders, wenn Omar zu seinen berüchtigten Schimpfkanonaden auf arabisch ansetzt, bricht man in haltloses Gelächter aus. Waj ist so naiv-dämlich, dass man ihm ständig Milch und Kekse reichen und ihm über den Kopf streichen möchte. Fessal ist so verwirrt-ehrgeizig, dass man sich auch seiner zur Schau getragenen Einfältigkeit nicht verwehren kann und sogar Barry, kompromisslos nihilistisch, bringt einen immer wieder zum Lachen. Hassan bleibt etwas blass, er liegt bildungsmäßig irgendwo zwischen Omar und Waj und hat ebenfalls ein paar wahnsinnig schräge Auftritte. Die Darsteller sind grandios und beherrschen ihre Parts bis aufs I-Tüpfelchen. Die Kunst, gleichzeitig liebens- und hassenswert zu agieren, wurde hier wirklich perfektioniert. Man mag sie, obwohl man weiß, dass man sie nicht mögen darf. Grandios!

"Four Lions" ist ein perfekter Film, ja wirklich. Ich habe selten, eher noch nie, eine so ernste Komödie gesehen, die mich dermaßen beeindruckt hat. Vollkommen zu recht hat "Four Lions" auf dem diesjährigen Fantasy Filmfest (wo ich den Film gesehen habe) den Fresh Blood-Award gewonnen, eine Auszeichnung für die "Ersttäter" unter den Regisseuren des Festivals. Morris' fünf Suizidbomber sind das Geilste, was der internationalen Filmlandschaft seit langem passieren konnte. Sie schlagen selbst ein wie eine Bombe. Morris gelingt eine unfassliche Differenzierung zwischen sympathischen Hohlköpfen und fanatischen Muslimen, die bereit sind, für ihre Mission zu sterben. Wie grandios witzig das sein kann, weiß man nach "Four Lions". Wer diesen Film verpasst, hat wirklich selber schuld, er ist ein definitives Must-see, weil er absolut einzigartig ist. Besser geht nicht. Der Film ist momentan als UK-Import erhältlich, ich rate allerdings von einer Fassung ohne zumindest englische Untertitel ab. Es wird so wahnsinnig viel und so schnell geredet, auf englisch und arabisch, und es werden dutzendweise Slang-Ausdrücke gebraucht, dass man den Film ohne Untertitel praktisch nicht in seiner ganzen Genialität erfassen kann, und selbst die englischen Untertitel rasen nur so an einem vorbei. Mir gehen mal wieder die Superlative aus, insofern: fette fünf von fünf Krähen, die so tiefschwarz sind wie der Humor diesen grandiosen Films! Watch it!
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Martin TOP 100 REZENSENT
Format:DVD
EEine Komödie über islamistische Selbstmordattentäter - Der Regisseur, der sich so etwas traut, muss Mut haben. Die Reaktionen der extremen Seiten sind vorhersehbar, von der einen Seite wird Verharmlosung gerufen und nach Zensur gerufen, von der anderen Seiten droht Gefahr, weil der heilige Krieg ins Lächerliche gezogen wird.

Der britische Regisseur Chris Morris hat diesen Mut gehabt und damit sicher einen der besten Filme dieser Kinosaison geschaffen.
Die Hauptfigur Omar, ein in Großbritannien aufgewachsener Muslim, der frustriert mit seiner Lebenssituation die Gründung einer Jihad-Zelle plant. Leider sind die Mitstreiter, die er findet, alle auf ihre Art komplette Idioten und auch Omar selber ist nicht das Material, aus dem Führungspersönlichkeiten geschnitzt sind. Und so stolpert die Terroristen-Zelle bereits in der Ausbildung von Pleite zu Pleite und wird zur größeren Gefahr für die Mitterroristen als die CIA.
Auch die praktische Vorbereitung des Selbstmordattentats ist eher ein Selbstmordversuch, nur ohne Attentat. Dazu kommen haarsträubende Diskussionen über den richtigen Glauben, die richtige Taktik und die richtigen Ziele. So wird ernsthaft drüber diskutiert, dass die Islamisten Moscheen attackieren, um die Ungläubigen zu bekämpfen...

Eine klassische britische schwarze Komödie, bei der man irgendwann vor Lachen unterm Tisch liegt. Was den Film jedoch richtig groß macht, ist, dass er gleichzeitig nie die Tragik außer Augen verliert, die Jugendliche dazu treibt, ihr Leben und das Unschuldiger im vermeintlichen Namen des Glaubens zu opfern. Die Möchtegern-Terroristen sind eigentlich ganz normale liebenswerte Jungs, die sich dennoch in ihrem blinden Fanatismus verrennen und den Horror planen. Je näher sie dem Attentat kommen, desto mehr zeigen sich die Brüche in ihrem Charakter und die vermeintlich komischen Figuren werden eher zu tragischen Marionetten, bei denen andere die Fäden ziehen.
Regisseur Smith verbindet seine Geschichte dann auch noch mit deftiger Kritik an der britischen Polizei, die genauso dumm agiert wie die Terroristenzelle und damit mindestens genauso gefährlich für unbeteiligte Zivilisten wird wie die tölpeligen Jihadisten.

Läacherlichkeit tötet. Dies Motto beherzigt 4 Lions und leistet damit einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zur Bekämpfung des Terrors. Statt dämonisiert oder verherrlicht wird der Terror ausgelacht. Nicht die schlechteste Art damit umzugehen. Ein großer Film, den man gesehen haben sollte.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Verry British 30. Juni 2011
Format:Blu-ray|Von Amazon bestätigter Kauf
Ja ja ich weiß. Eine Komödie über Selbstmordattentäter. Find ich auch witzig. Aber in Wirklichkeit eben nur, weil's eine Komödie über Selbstmordattentäter ist.
Ich denke, diese Tatsache alleine macht den Großteil der Komik aus. Klar gibt's was zu lachen, doch wirkt irgendwie alles wie viele verschiedene Sketches einer Late-Night Show. Was auch kein Zufall ist, da für Regie und Drehbuch Christopher Morris verantwortlich ist (er ist aus dieser Ecke der Branche).
Wo sind die Motive der Figuren?
Ich versteh zum Beispiel immer noch nicht, wieso der ruhige, glückliche Familienvater, dessen Familienleben nicht langweilig und dröge ist, seine ganze Zeit mit der Planung eines Attentats verbringt. Seinem Kind erzählt er die Geschichte von "König der Löwen" falsch, um ihm seine Werte einzubläuen, was dann übrigens den ganzen Film plus Titel tragen soll. Wieso? Die Figur passt einfach nicht zu den geplanten Taten. Generell sind die Charaktere sehr dürftig ausgearbeitet. Es gibt einen Volltrottel (im Grunde sind alle Volltrottel, aber einer schafft es, aus der Masse hervorzustechen), einen Mitläufer, einen Schreihals, das Gehirn hinter der Operation (der Familienvater) und noch einen Volltrottel der denkt er könne rappen.

Tja, find ich auch alles lustig. Es gibt wirklich ein paar echt gute Szenen, Aussagen und Gags. Aber alles zusammen als Film?

Noch ein Problem ist für mich der gewöhnungsbedürftige Britische Slang. Nach einer Zeit fängt das genuschel und "Hey-Bro"-Geblubber echt an zu nerfen.
Negativ viel mir auch die Kameraarbeit ins Auge. Ich sag's mal so: "Mit der Kamera rumfuchteln und ständig wackeln kann ich auch".

Bis auf eine wirklich schlaue Grundaussage und ein paar witzigen Momenten würde sich dieser Film als Sketch-Sammlung um einiges besser machen.
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