Vorweg: Meine Rezension bezieht sich ausschließlich auf den Film. Wer Informationen zur Qualität des DVD-Pakets, die Ausführung der Steelbook-Version und der enthaltenen Extras sucht, sollte meine Rezension einfach überspringen.
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DAS FAZIT ZU BEGINN:
Ein sehr spirituell-esoterischer, überwiegend traurig-emotionaler, manchmal an der Grenze zur Sentimentalität schürfender Film über die verzweifelte Verleugnung einer todbringenden Krankheit und über das fast schon besessene Klammern an einen Strohhalm. "The Fountain" ist durchaus ein besonderer und sehenswerter Film, der beim Betrachter jedoch ein großes Maß an Einfühlungsvermögen voraussetzt.
DIE DARSTELLER:
Rachel Weisz und Hugh Jackman ergänzen sich gut in ihren Rollen - beide liefern eine authentische und gute, z.T. auch mitreißende Leistung ab. Es gelingt beiden, den emotionalen Cocktail der ergreifend ausweglosen und verzweifelten Situation differenziert auszudrücken. Ich finde, auch Hugh Jackman macht seine Sache wirklich gut - obwohl viele ihn wahrscheinlich mit weniger ernsten, eher aktiongeladenen Rollen verbinden, und ihm mehr Tiefe vielleicht auch nicht zutrauen würden.
DIE EBENEN DES FILMS:
"The Fountain" versucht, drei verschiedene Zeit- und Handlungsebenen miteinander zu verweben. Der eigentlich sehr interessante und verlockende Ansatz ist meiner Meinung nach nicht so gut gelungen. Der Film gefällt mir vor allem in "unserer Gegenwart" - sowohl "Vergangenheit" als auch "Zukunft" schwächeln ein wenig. Beide wirken auf mich ein wenig stiefkindlich verkümmert, da sie eher oberflächlich und stückwerkig daherkommen. Auch die Gesamtheit leidet darunter in meinen Augen ein wenig.
DIE BOTSCHAFT:
"The Fountain" greift natürlich ein unheimlich trauriges, schwer zu bewältigendes und bitteres Thema auf. Der Film thematisiert eine authentische Auswahl an konsequenten Gefühlen und Verarbeitungsstadien: Angst, Schmerz, Trost - Verzweiflung, Verleugnung und Besessenheit. Er bringt in angemessener Intensität den Kampf um die Bewältigung des Nicht-Bewältigbaren zum Ausdruck ... und beschäftigt sich auch mit dem drohenden menschlichen Scheitern in diesem Kampf. Unterschiedliche Auflösungen dieser existenziellen Aufgabe werden angedeutet. Wer es schafft, dieses grausame Thema auch nur ansatzweise gefühlsmäßig auf sich wirken zu lassen, dem wird es wahrscheinlich leichter fallen, auch die Lösungsansätze in Betracht ziehen zu können.
DIE KRITIK:
Vielleicht weil es einem guten Maß Masochismus bedarf, sich vollends in die Lage der Hauptdarsteller zu versetzen, wird der eine oder andere angesichts der im Film thematisierten Bewältigungsversuche an manchen Stellen auch recht befremdet, gelangweilt, genervt oder belustigt reagieren. So ging es zumindest mir. "The Fountain" nährt sich aus der Betroffenheit des Zuschauers - je mehr man emotional "am Ball" bleibt, desto mehr trifft einen der Film. Gelingt dies nicht, so verliert auch der Film ein wenig. Nicht immer macht es einem der Film leicht, dieses Maß an Betroffenheit aufrecht zu erhalten.