mezzoforte sind wieder da! und das in der urbesetzung. [schon allein dafür gibts einen stern]. 8 jahre sinds her, seid dem letzten album ("monkey fields"). damals dachte man, die isländer hätten den anschluss an die neuzeit gefunden (was aber gewissen fans missfiel). bei "forward motion" fragt man sich, woher die berechtigung des wortes "forward" kommt. vielleicht sind die up-tempo-stücke gemeint, zu denen man fünf der 12 tracks zählen darf.
dieses album schließt nahtlos an die alben "daybreak" und "playing for time" an. die besten tracks (imho): das titelstück und "beyond the horizon" -- letzteres eine exzellente komposition von gitarrist fridrik "frissi" karlsson [1 stern dafür]. frissi, das darf man ohne zu lügen behaupten, ist der begnadetste komponist des funkquartetts. alle 12 stücke stammen übrigens aus der feder von mezzoforte (also keine fremdkomponisten und keine coverversionen) [1 stern].
wer's gern bassig macht, der kommt bei johanns "hard wired" auf die rechnung. in marcus-miller-esker manier werden da die vier tiefen saiten behämmert! so macht fusion spaß [nochmals 1 stern]!
vokales gibts diesmal nicht. bläser sind da, jedoch nicht übervertreten, brillant im einsatz zu hören z.b. bei "tribute" und "four corners".
hitverdächtiges wie damals "garden party" muss man auf "forward motion" nicht suchen. zu lebensbeigleitender auto- oder sonstiger hintergrundmusik ist das 59-minütige album aber voll tauglich [1 stern]. macht 5 sterne dank sympathiebonus.