Xuefei Yang setzt hier fort, was sie auf der CD "Si Ji" so vielversprechend begonnen hat, sie erweitert das Repertoire der klassischen Gitarre um Stücke aus dem chinesischen Kulturkreis. Meiner Ansicht nach ist das dringend notwendig. Die allgegenwärtige Fixierung auf Dowland, Bach, die Spanier und moderne Klangexperimente wird durch Frau Yang erfolgreich durchbrochen. Zum Beispiel ist der Titel "Yi Dance" hier in einer überarbeiteten und gereiften Fassung zu hören und zeigt, dass man mit der Tremolo-Technik eben auch noch anderes als "das" Tarrega-Stück spielen kann. Vielleicht wird das ein neuer Standard.
Den neuen Klängen stellt sie eine Auswahl von Stücken aus dem traditionellen Fundus der klassischen Gitarrenmusik gegenüber, die sie mit gewohnter Virtuosität und Ausdrucksstärke interpretiert.