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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
28 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Abenteuer Geschichte,
Rezension bezieht sich auf: Fortune de France: Roman (Taschenbuch)
Robert Merle zeigt sich wieder einmal ganz als Meister des Romans auf der Grundlage historischer Fakten. Die romanhafte Spannung eines Alexandre Dumas verbindet sich hier mit der historischen Deatilkenntnis eines Geschichtsforschers. Bemerkenswert finde ich vor allem die Weltsicht dieser für Frankreich und Europa prägenden Zeit aus der Ich-Perspektive eines Zeitgenossen. Man lernt die historische Epoche der ausgehenden Valois-Zeit aus dem Blickwinkel und mit der Denkweise eines Renaissancemenschen zu erleben - eine interessante Erfahrung, die das Gelesene wertvoller macht. Die Abenteuer des noch jungen Pierre de Siorac und seines Vaters lassen die Menschen der frühen Glaubenskriege im Frankreich des 16. Jahrhunderts lebendig und vertraut werden. Dafür darf man Robert Merle dankbar sein - ebenso wie für die vielen spannenden Stunden die zumindest ich mit den Sioracs seither verbrachte und die mich jeden neuen Band der Serie mit Ungeduld erwarten lassen. Unbedingt empfehlenswert! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
einmal angefangen und man ist nicht mehr zu bremsen,
Rezension bezieht sich auf: Fortune de France: Roman (Taschenbuch)
ich habe das buch als großer robert merle fan 1999 das erste mal gelesen und erwarte seitdem jeden neuen erscheinungstermin der einzelnen bände. einen vorteil hat das ganze ja, wer jetzt mit diesem ersten band anfängt, muß nicht so lange warten wie ich und kann nächtelang die historie frankreichs lesen. typisch für merle: die ganzen fakten werden im hintergrund verarbeitet, sodaß alle geschichtlichen eckdaten und deren ursprünge im gedächnis haften bleiben. also wer nichts über die ursprünge der bartholomäus-nacht weiß, kann sich einen geschichtlichen überblick -in einem flüssigen schreibstil- bis hin zu ludwig XIII. "erlesen" und dabei noch über die hauptfigur schmunzeln.
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Aufruf zur Toleranz,
Von
Rezension bezieht sich auf: Fortune de France: Roman (Taschenbuch)
Mit Fortune de France eröffnet Robert Merle sein ehrgeiziges Projekt, eine entscheidende Phase der französischen Geschichte am Beispiel des Schicksals einer kleinen hugenottischen Adelsfamilie literarisch aufleben zu lassen. Dabei geht es ihm zur Freude des Lesers nicht um die wissenschaftlich fundierte Rekonstruktion historisch verbürgten Geschehens, sondern um den Menschen inmitten der Wirren dieser Zeit, welche von Kriegen, Pest, Machtkämpfen, vor allem aber von den Auseinandersetzungen zwischen dem katholischen und dem reformierten Glauben geprägt ist.Erzählt wird die Geschichte vom jungen Pierre de Siorac, in diesem ersten Band erfahren wir vom Aufstieg seiner Familie, von seiner Kindheit bis hin zu seinem Aufbruch zum Studium der Medizin, den als zweitgeborener Sohn besitzt er kein Recht am Erbe und muss sich um ein Auskommen kümmern. Sein Vater Jean de Siorac entstammt einer Apothekerfamilie, die sich nach einem Landerwerb mit dem de geschmückt hat, hatte aber sein Medizinstudium wegen eines Duells abbrechen müssen und sich als Söldner verdingt. Nach einer sehr erfolgreichen militärischen Karriere hat er nicht nur einen treuen Freund in Jean de Sauveterre gewonnen, sondern auch die offizielle Erhebung in den Adelsstand und eine Menge Geld. Nach Südfrankreich zurückgekehrt erwerben sie die Baronie von Mespech und als Jean mit 32 Jahren die fünfzehnjährige Isabelle de Caumont heiratet, scheint das Glück vollkommen. Die politischen Ereignisse in Frankreich werden aus dem Mikrokosmos der kleinen Gemeinschaft in Mespech beschrieben, wodurch Geschichte Lebendigkeit erreicht. Schwierigkeiten ergeben sich vor allem dadurch, dass sich der nach einem weiteren Kriegszug zum Baron aufgestiegene Jean de Siorac und sein Freund zum reformierten Glauben bekennen, obwohl Jean de Siorac von seiner Königstreue keinen Hehl macht. Alle Ereignisse der großen Politik finden immer einen ganz realen Niederschlag im Alltag in Mespech, sei es durch Überfälle marodierender Banden im Chaos des Bürgerkriegs oder der Pest, der begegnet werden muss, vor allem aber durch die Tatsache, dass sich Isabelle weigert, von ihrem katholischen Glauben abzurücken. In diesem Umfeld wächst Pierre auf und dadurch, dass er Vater und Mutter gleichermaßen liebt und von ihnen beeinflusst wird, gewinnt er in religiösen Dinge ein in damaligen Verhältnissen seltenes Gefühl der Toleranz. Der Roman zieht den Leser vor allem durch das Vergnügen des Autors, Details zu schildern, das mögliche Leben in vielfältigen Facetten darzustellen, in seinen Bann, die Figuren wirken ungemein lebendig. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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