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5.0 von 5 Sternen
Über den Zusammenhang von Antizionismus, linker Israelkritik von Juden und dem Neuen Antisemitismus , 31. März 2008
Dieser Essay und das aufschlussreiche Vorwort des bekannten niederländischen Schriftstellers Leon de Winter, der sich in den vergangenen Jahren sehr in die innenpolitische Debatte in den Niederlanden eingemischt hat und in seinen Romanen und Artikeln immer wieder pointiert Stellung bezieht zu Israel und den Neuen Antisemitismus sowie der Gefahr, die dem Staat Israel und den Juden, aber auch der Demokratie in den westlichen Staaten durch den islamistischen Fundamentalismus droht, ist absolut lesenswert nicht nur für Juden, sondern für alle aufrechten Menschen, die sich um die seit einigen Jahren wieder aufgeflammte Debatte um Israel Gedanken und Sorgen machen.
Der Autor Alvin H. Rosenfeld zeigt an Beispielen angeblich linker Juden vor allem in Amerika ( z. B. Noam Chomsky), wie ein sogenanntes "fortschrittlich jüdisches Denken" sich verbindet mit Antizionismus und damit den neuen und den alten Antisemiten überall auf der Welt nur in die Hände spielt. In Deutschland beachte man einmal genauer die Stellungnahmen der Globalisierungsgegner von Attac und anderen. Immer ist es Israel, dem die Schuld gegeben wird, kaum wird etwas Deutliches gesagt zu dem unsäglichen Terror der Palästinenser, insbesondere der Hamas.
Leon de Winter erklärt sich das in seinem empfehlenswerten Vorwort so:
"Im Fall des 'israelkritischen"'darf man das psychologische Element nicht außer Acht lassen. Er hat sich so stark identifiziert mit den machtlosen, verfolgten europäischen Juden, dass er auf dieser Grundlage eine vermeintlich überlegene pazifistische und sozialistische Ideologie entwickelt hat. Er ist ein ungefährlicher Jude, einer, der sich weigert, die grauenhafte Realität im Nahen Osten zu akzeptieren, und seiner nichtjüdischen Umgebung bewiesen will, dass er kein gewalttätiger, sondern ein durch erlittene Verfolgung und Massenmord geläuterter Jude ist, der eine edle - also pazifistische - Moral vertritt. So, wie der Palästinenser das ultimative Opfer ist, ist der antizionistische Jude der ultimative Ghetto-Jude, ein Produkt der Angst - nämlich der Angst, gleichgesetzt zu werden mit dem Juden, der Widerstand und Hass hervorruft...
Kritik an Israel ist legitim, aber dem jüdischen Staat Bedingungen zu stellen, deren Erfällung von keiner anderen Nation der Region verlangt wird - das ist Antisemitismus. Oder eine Form von unterwürfigem jüdischen Selbsthass, der sich als Fortschritt maskiert hat."
Es wäre wünschenswert, wenn der Verlag in nächster Zeit ein Buch veröffentlichen würde, dass diesen Zusammenhang in einer detaillierteren Form beschreibt.
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