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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
gute Botschaft flach verpackt, 6. September 2006
Hier ist eine junge Frau dargestellt, die sich gründlich zum Affen macht - aber immerhin wird es ihr klar und sie reagiert auf die beste und sympatischste aller Arten: Humor. Sie muss über sich selbst und ihre Naivität so sehr lachen, dass sie am Ende als die Gewinnerin, als die Gute, ein bisschen auch als der "bessere", auf jeden Fall als der interessantere Mensch dasteht. Auch ist das Buch ein Plädoyer für Bildung, denn auch wenn es "nur" aus Liebe geschieht, so entdeckt Simone-Mona doch, wie viel größer die Welt ist, wenn man nicht nur auf die eigenen und fremden Fingernägel im Schönheitssalon, sondern auch mal in ein Buch oder eine Zeitung schaut. Nur leider ist dieser ganze gute Inhalt etwas nervig verpackt. Es ist eine hohe Kunst, mit genauem Auge die kleinen Dinge des Alltags zu erzählen, um eine Figur lebendig zu machen, David Lodge beherrscht sie, Mann beherrschte sie, Frau Kullmann ahmt sie - noch - leider nur nach und erzählt viel, was man irgendwie gar nicht wissen will. Ein bisschen erschrocken hat es mich, dass Kullmann zuvor eine Studie über die neue Frau verfasst haben soll - und ich hoffe inständig, dass noch ein paar mehr Bücher von ihr kommen mit noch ein paar anderen Typen, denn repräsentativ ist Mona-Simonchen hoffentlich nicht - und wenn, dann möchte ich doch betonen, dass viele von uns schon lange über den Schönheitssalonkönig raus sind.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Emanzipation ist wieder sexy, 15. September 2004
Rezension bezieht sich auf: Fortschreitende Herzschmerzen bei milden 18 Grad. Eine Erzählung (Gebundene Ausgabe)
es ist eine wunderschöne Geschichte, meisterhaft erzählt und weißgott kein Frauenbuch, sondern das Buch einer Frau über einen Menschen, der sich im besten Sinne des Wortes emanzipiert. Wenn auch der Ausgang der Geschichte auf den ersten Eindruck für den Leser und Simone, die Romanheldin, enttäuschend sein mag, so steht doch eines fest: Simone ist hier Gewinnerin. Sie weiß nun, zu was sie fähig ist, sie wird aus dem Schönheitssalon im Sou- terrain quasi "aufsteigen" und ihren Weg machen. Wenn Katja Kull- mann in ihrem Bestseller "Generation Ally" fordert: Emanzipation muß wieder sexy sein, hier ist sie es!
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Muß für alle Möchtegern-Prenzlberger. Kaufen! Lesen!, 14. September 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Fortschreitende Herzschmerzen bei milden 18 Grad. Eine Erzählung (Gebundene Ausgabe)
Raus aus dem Mief der Provinz und rein in das bunte Großstadtleben, denkt sich Simone. Und sie tut alles, um sich neu zu erfinden. Nein, nicht erfinden: sie macht sich zur Marke. Und versucht, alle Verhaltensweisen dieser schicken, coolen young urban professionals anzunehmen, wird kulturbeflissen und ist irgendwann dabei, ihre Vorbilder zu überholen. Ein toller, sehr ironisch geschriebener Roman über Rollen, die wir spielen und daß wir sie spielen, weil wir verzweifelt versuchen, dazuzugehören. Muß man lesen. Ich hab's am Stück verschlungen.
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