Der Heyne-Verlag hatte 1982 eine sehr schöne Idee, nämlich die englischsprachige Ausgabe von 'The Hugo Winners' im Rahmen der Heyne Bibliothek der SF zu verlegen. Der Hugo-Gernsback-Preis ist die älteste und bis heute renommierteste Auszeichnung, die im Bereich der SF-Literatur verliehen wird. In dem Sammelband 'Das Forschungsteam' finden sich auf 450 Seiten 9 preisgekrönte Erzählungen und Kurzgeschichten aus den Jahren 1955-1961.
Darunter finden sich so namhafte Autoren wie Walter M. Miller, der kürzlich verstorbene Arthur C. Clarke und Robert Bloch und ein weiteres Schwergewicht der SF konnte als Herausgeber gewonnen werden: Isaac Asimov. Dieser Schachzug war sehr clever, denn die Anekdoten Asimovs im Vorwort und die ironische Vorstellung der preisgekrönten Autoren vor jeder Erzählung sind der eigentliche Clou des Buchs.
Die Erzählungen sind größtenteils alle auf einem hohen Niveau, auch wenn ausgerechnet Murray Leinsters titelgebende Erzählung etwas abfällt und Davidsons "Oder alle Meere voll Austern" nicht die Tragik eines Miller erreicht, wenn er in "Der Darfsteller" den Aufstand eines durch Robotern ersetzten Schauspielers beschreibt. Ferner gehört auch Clifford Simaks "Der große Vorgarten" über die Kontaktaufnahme zu Lebewesen aus einer Parallelwelt zu den Glanzpunkten des Sammelbandes.
Fazit
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Es gibt ein ganz klares Empfehlenswert von mir, denn wir haben es mit einem überdurchschnittlichen Erzählband zu tun. Der eigenwillige und bisweilen schreiend komische Ton Asimovs tun ihr übriges, um 'Das Forschungsteam' zu einer Pflichtlektüre für alle SF-Leser zu machen.