Als ich vor mehreren Jahren eine frühere Auflage des Erfolgsbuches in die Hand bekam, war ich so begeistert, daß ich es mehrfach als Geschenk weiterverbreitet habe. Es ist nicht ein Buch für jedermann. Aber wer selbst mehrere Jahre in naturwissenschaftlichen und medizinischen Labors, vor allem aber in der Biochemie und Pharmazie gearbeitet hat oder wenigstens schon mehrere Semester studiert hat, für den ist das Buch eine Offenbarung. Alles, was ihm schon aufgefallen ist, was er heimlich gedacht hat, aber nicht öffentlich auszusprechen wagte, in diesem Buch kann er es wiederfinden. Dabei ist das Buch nicht nur eine stilistisch glänzende Satire. Manche Strukturen sind nun einmal so und lassen sich, angesichts der menschlichen Schwächen und Eigenschaften, nicht so einfach auf den Kopf stellen. Man muß mit ihnen leben und sich darin zurechtfinden. Das Buch ist dabei eine echte Hilfe, auch für den sehr kritischen Kopf. Denn Wissenschaft ist nicht nur ein Erkenntnisprozeß, sondern auch ein sozialer Vorgang. Mit meinen Bekannten habe ich manchmal gefragt, wer wohl der Verfasser des Buches sein könne, der sich aus gutem Grund hinter dem Pseudonym Siegfried Bär versteckt. Denn daß er über einschlägige und ausgezeichnete Fachkenntnisse verfügen muß, darüber waren wir uns alle einig. Inzwischen ist der Name zwar kein Geheimnis mehr und der Mann hat auch ein gutes Buch über „Proteomics" geschrieben, aber an dieser Stelle wird er nicht verraten.