Aus der Amazon.de-Redaktion
Als Kontast zum Text zu Mehr nehmen über die Nimmersatt-Gesellschaft, meldet sich auf der ersten Single Ernten was wir säen der Zukurzgekommene zu Wort. Überraschenderweise mischt hier in den Gesangslinien die Münchner Freiheit mit und garantiert für einen Ohrwurm. Als Hintergrundgrundstimme für das Liebeslied Einfach sein konnten Fanta 4 sogar Herbert Grönemeyer gewinnen. Yeah Yeah Yeah kann man als Abgesang auf die Spaß-Party-Gesellschaft verstehen. Falco-Rap und Neue-Deutsche-Welle-Schnipsel machen aus Nikki war nie weg eine echte 80-er-Jahre-Hommage, während es auf dem Titelstück mit der Stimme des Autors Günther Amendt richtig mystisch zugeht. Der Zorn über die Erkenntnis wir sind wie unsere Alten löst sich auf Du mich auch in einem lustigen Quengel-Chor auf, und bei Du und Sie und Wir gehts um Konkurrenz, aus der irgendwann einmal Liebe wird. Klingt Thomas D. auf Flüchtig zu Gitarre und Synthesizer schon sehr in sich gekehrt , bestimmt Wehmut das Schlussstück Was bleibt zu perkussiv verstärkten Tribal-Chören. Alles in allem nicht so schnell eingängig, aber bestimmt auch nicht so schnell abgenutzt. -- Ingeborg Schober
Stern
Was haben die vier Männer nach 18 Jahren gemeinsamer Geschichte noch zu sagen? Überraschend viel: Erhellend intelligent sind die Texte, gnadenlos geradeaus die Beats. Mit größter Hingabe und Sinn für Ironie zitiert man verblichene Heroen von Falco bis Michael Jackson und gewinnt sogar Herbert Grönemeyer als Gastsänger.
Die Fantastischen Vier mögen in Würde ergraut sein, mögen unglaublich viel Geld verdient haben und seit langem mit einer gewissen Gelassenheit durchs Leben schreiten - wenn dabei so viel Gutes herauskommt wie auf "Fornika", darf HipHop gerne etabliert sein.
--Tobias Schmitz