Wir haben auf dem Schulhof "Die da" nachgerappt, wir haben zu "Tag am Meer" mit Mädels gechillt und... naja, ihr wisst schon... Wir haben mit dem "Krieger" meditiert und zu uns gefunden, zu "Populär" unsere Wut rausgelassen, mit "Sie ist weg" unserer Ex nachgeweint, "Buenos Dias Messias" auswendig gelernt, weil es einfach nur geil war.
Und jetzt... Jetzt ist die Fornika da (Troy lasse ich auch Pietätsgründen mal aus dem (trauer)Spiel).
Langer Rede, kurzer Sinn: Ich bin mit den Fantas groß geworden. Und so wie ich gewachsen bin, ist auch die Band reifer geworden. Das merkt man am Sound, an den Texten, den Themen, der Art, wie sie ihre Message anpacken. Und dafür liebe ich die Jungs. Über jeden Track auf Fornika könnte ich eine A4-Seite schreiben. Sei es die tiefgründige Art, die hinter diesen genialen Texten steckt, sei es die Genialität der Wortspielereien, des Wortschatzes usw. Ich habe seit Jahren kein Album so intensiv gehört wie die neue Fanta-Scheibe, die Songs geradezu aufgesaugt.
Alt geworden? Zu elektronisch geworden? Zu verspielt? Schön ist doch gerade, dass man den Prozess, den vier Musiker machen, so hautnah mitverfolgen und erleben kann. Ich will die alten Hits nicht missen, bin aber regelrecht stolz auf die Jungs, dass es einen Schub nach vorne gab. "Ernten was wir säen" - ob Song oder Video, Wahnsinn! Der Sinn von "Einfach sein" bestätigt sich jeden Tag, wurde selten so "ohrwürmisch" vertont, "Mehr nehmen" oder der sensationelle Refrain von Max Herre in "Was bleibt" (fast schon zu kitschig, aber verdammt authentisch). Textstellen wie "Sofort. Vollgas. Volle Dosis. Du kannst schlafen, wenn du tot bist." oder "Ist alles, alles nur Show. Nur Phallus Phallussymbol. Alles nur Lug und Lug und Trug und Trug und alle sind so" machen "Fornika" erneut zu etwas Besonderem. Hier sitzt alles an seinem Platz und live werden die Songs wohl noch eine Stufe besser sein. Nach Troy war ich echt verunsichert, was die Jungs nun vorhaben, jetzt weiß ich es.
Sie sind noch besser geworden!