Die Checklisten als Formulierungshilfe sind eine wertvolle Ergänzung für die Praxis, wenn die Pflegeplanschreiber überprüfen wollen, ob sie nichts übersehen haben oder ihnen die Ideen ausgehen.
Für Pflegeschüler finde ich das Buch nicht so sinnvoll, da die Checklisten den Charakter einer Zusammenfassung haben und Schüler ihre Beobachtung fördern und individuelle Pflegeplanungen schreiben lernen sollen. Die Formulierungen entsprechen nicht ganz den Unterrichtsstandards, auch nicht den Anforderungen einer qualitativen, individuellen Pflegeplanung, um einen Bewohner z.B. höher einzustufen, da alles allgemein gehalten wurde.
Das Buch bietet jedoch in komprimierter Form sehr viele Anregungen und Ideen. Besonders gut gefallen mir diese in den Bereichen der Kompetenzen/Ressourcen und Ziele.
Ebenfalls gefällt mir sehr gut, dass die Pflegediagnosen (laut Vorwort aus dem Jahr 2003) den 13 AEDLs zugeordnet worden sind. Die Autorin ergänzt ihre Checklisten mit kurzen Artikeln zu den Pflegediagnosen, zur rechtlichen Verbindlichkeit der Expertenstandards und den MDK-Richtlinien.
Gute vereinfachte Zusammenfassungen, schneller Überblick, nützliche Anregungen - hilfreich für alle Praktiker, die nach Ideen für Formulierungen suchen und diese auf ihre Formulare für Pflegeplanungen übertragen und bewohnerbezogen umformulieren können.