Bei Bauarbeiten im Untergrund von New York finden sich Leichen, denen ein Serienkiller Ende des 19. Jhdts. Rückenmark entnommen hat. Rund 100 Jahre später, setzt sich die Mordserie fort.
An einigen Stellen ist das Hörbuch wirklich spannend. An anderen Stellen leider langatmig und ziemlich an den Haaren herbeigezogen. Da werden beispielsweise Lagerlisten aller New Yorker Apotheken blitzschnell verglichen, um herauszufinden, welche Apotheke ein bestimmtes Mittel verkauft hat. In der heutigen Zeit durchaus denkbar, aber es geht um die Verkäufe vor über 100 Jahren! Dennoch kein Problem für Special Agent Pendergast, den smarten FBI-Superagenten mit eigenem Rolls Royce inkl. Fahrer.
Pendergast kann übrigens auch durch Selbsthypnose seinen Körper verlassen und durchs Haus "fliegen". Sehr praktisch, um in ausweglosen Situationen doch noch entkommen zu können. Die Stunden vergehen, und eine Unmöglichkeit reiht sich an die nächste.
Sprachlich hat der Übersetzer leider nicht viel geboten. Das Deutsch klingt mitunter sehr eigenwillig bis frei erfunden und Wortwiederholungen (scheinbar, offenbar, schien, anscheinend, plötzlich) gibt es ohne Ende.
Über die Sprecherstimme (Synchronstimme von "Alf") kann man geteilter Meinung sein. Ich finde, Thomas Piper liest gut und verständlich, aber "Alf" als schauriger Erzähler überzeugt sicher nicht jeden ;-)
Fazit: Für den Preis darf man sich kein Meisterwerk erwarten. Wer es mit der Logik nicht genau nimmt und sich an Astralreisen nicht stört, der hat sicher ein paar spannende Stunden. Dennoch kein Vergleich zu anderen, deutlich besseren Werken von Douglas Preston!