Auf die persönliche Handschrift kommt es an. Rudolf Thome hatte sie in unzähligen Filmen seit 1967 bewahrt.Dafür benutzt Thome wiederkehrende Stielelemente:1.Die Protagonisten leben in gehobenem Ambiente,haben keine Geldsorgen.2. Die Protagonisten leben gegen den Mainstream .3.Es gibt ein irreales Märchenelement. 4.Die Tiefe beruhigenden ,urbanen Wassers ist dabei.In meinem Lieblingsspielfilm :"Der Philosoph " von 1988 war das so. Ein Doktorand lernt drei Frauen kennen,lebt mit ihnen und geht mit ihnen schliesslich auf den Mond,bzw .,hat das vor ,weil die drei Frauen vom Mond gekommen sind , genau ,um ihn zu treffen .Nun will er mit und man sieht sie alle 4 in der Schlussszene des Films um einen See tanzen. Ist das nicht schön?-
Das Buch kann da nicht mehr ganz so schön sein,wer jedoch wissen will,was Thome wann gedreht hat und mit wem : Er findet`s hinten. Viele Leute reden über ihn,sein Schaffen.Und jeder, der Thome und seine Filme kennt,will das sowieso wissen! Klaus Lemke sagt:Thome wollte nicht mit einem abgebrochenen Studium dastehen,mit einer gescheiterten Ehe - und wass weiss ich,und irgendwas musste doch mal klappen.(S.74)
Frank Koehner sagt:Er zeigt in langen Einstellungen das,was man nicht zeigen kann.(S.298),Ulrich Kriest sagt: Ein Ethnograph des Inlands.(S.10)Es gibt also für den Leser sowohl viel zu endecken als auch zu träumen ,denn viele,auch Zeitgenossen,haben nie so leben dürfen wie die Protagonisten seiner Filme.Eigentlich schade,oder?-