Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
For once in German ..., 16. März 2008
An einem späten Nachmittag im Juli 1927 sticht der Passagierdampfer "President Roosevelt" von New York aus Richtung Europa in See, an bord eine Gruppe von Journalisten, Ökonomen, Gewerkschaftern und angehenden Politikern, die - bis dahin keineswegs in engerer Beziehung stehend - gemeinsam das Schicksal der USA dennoch bereits wenige Jahre später entscheidend beeinflussen werden. Ihre Namen sind Rex Tugwell, John Bartlet Brebner, Stuart Chase, Carlos Israels, Albert Coyle, um nur ein paar zu nennen. In Europa angekommen, schliessen sich der Gruppe weitere Amerikaner an, die bereits seit längerem hier weilen: Paul Douglas, Robert Dunn, George Counts und einige mehr. Zusammen machen sie sich auf den Weg zu den Männern, die in der intellektuellen Elite der USA zu diesem Zeitpunkt als "Visionäre" galten: Joseph Stalin und Leo Trotzki. Ein Besuch bei dem Mann, dessen Konterfei gerade das Cover des "Time"-Magazins geziert hatte und der in "Forbes" wegen seiner Effizienz die Spalten füllte, Benito Mussolini in Italien nämlich, stand zwar ursprünglich ebenfalls auf dem Programm, doch der "Duce" lies die Amerikaner kurzfristig abblitzen. Bei den Granden des Sovietkommunismus waren die "Progressiven", wie sie sich selbst nannten, aus USA hingegen gerne willkommen, und Stalin höchstselbst gewährte ausgiebig Privataudienz. Dieses Treffen sollte Folgen haben, nicht nur für die Reisenden, sondern für die USA und damit Millionen von Amerikanern selbst.
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4.0 von 5 Sternen
Der New Deal war kontraproduktiv, 21. November 2009
Dieses Buch beschreibt die Weltwirtschaftskrise aus amerikanischer Sicht. Dabei werden die wichtigsten Personen und deren politische Ansichten ausführlich diskutiert.
Die Rezession 1920/1921 endete in den USA sehr schnell, obwohl (oder besser: weil) die Regierung nichts unternahm. Die Rezession 1929 wird heute mit fehlerhafter Geldpolitik der amerikanischen Zentralbank (Deflation) in Zusammenhang gebracht.
Im Gegensatz zu früheren Regierungen meinte Präsident Hoover, etwas gegen die Rezession unternehmen zu müssen. Er sorgte dafür, dass die Löhne stiegen oder zumindest nicht gesenkt wurden (obwohl das früher die Arbeitslosigkeit beseitigte) und unterzeichnete gegen den Rat der Wirtschaftswissenschaftler ein Gesetz, das neue Zölle einführte. Damit läutete er die Weltwirtschaftskrise ein, weil natürlich ein Handelskrieg zwischen den Industrieländern begann und der Welthandel zusammen brach. Hoover bestand jedoch bei allen Maßnahmen darauf, dass sie mit der Verfassung in Einklang zu stehen hätten.
Roosevelt hatte da weniger Skrupel. Gleich nach seinem Amtsantritt als US-Präsident löste er die Goldbindung des Dollars für Inländer auf und legte täglich einen neuen Wechselkurs fest. Später wurde ein festes Umtauschverhältnis zwischen Gold und Dollar festgelegt, was den Dollar stark abwertete und so dem Export half. Die Regierung baute die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen von Hoover aus und erließ Vorschriften für Waren, Löhne, Preise usw. Als es daraufhin zu Klagen vor dem Verfassungsgericht kam, wollte Roosevelt die Zahl der Richter erhöhen und Leute seines Vertrauens ernennen; das unterblieb dann aber. Zur Finanzierung der Staatsausgaben wurden rückwirkend neue Steuern für Reiche und Unternehmen erfunden. Ein neues Arbeitsrecht erleichterte die Bildung von Gewerkschaften. Das führte dazu, dass die Löhne schneller stiegen als die Produktion und verursachte 1937/1938 eine Rezession innerhalb der Rezession. Zur schnelleren Elektrifizierung des Landes baute die Regierung Staudämme und Kraftwerke. Während Hoover dies über eine durch die Bundesregierung koordinierte Kooperation der Bundesstaaten erreichte, bildete Roosevelt eine neue Ebene der Verwaltung unterhalb der Bundesregierung, welche dadurch in die Kompetenzen der Bundesstaaten eingriff ("Tennessee Valley Authority"). Überall entstanden neue Siedlungen und staatlich geführte kooperative Farmen, welche Gegenstand heftiger Diskussionen waren.
Eine Besserung der wirtschaftlichen Lage (zumindest in der Statistik und bei den Arbeitslosenzahlen) trat erst durch den Zweiten Weltkrieg ein. Über die gesamte Laufzeit des "New Deal" blieb die Arbeitslosigkeit ansonsten hoch, wofür es mehrere Gründe gibt: (1) hohe Steuern und Löhne verhinderten Investitionen; (2) ineffiziente staatliche Projekte verdrängten private; (3) die unvorhersehbaren Maßnahmen der Regierung verunsicherten die Geschäftswelt.
Die Maßnahmen der Regierung lassen sich aus den Biographien der Beteiligten erklären. Viele von Roosevelts Leuten waren Linke und wollten die Lage der Bevölkerung verbessern. Dazu reisten manche in die Sowjetunion nach Stalin und andere zu Mussolini nach Italien. Die beiden Diktatoren hatten augenscheinlich gezeigt, dass man die Gesellschaft sozialistisch organisieren und dadurch wirtschaftliche Herausforderungen kollektivistisch besser lösen kann. Diese staatliche Steuerung sollte nun auch in den USA gegen die Interessen der Reichen und Unternehmer durchgeführt werden. Während Verstaatlichungen vergleichsweise selten blieben, wurde wie in Italien auf die Gewerkschaften sowie auf genaue staatliche Vorgaben für die Unternehmen gesetzt. Dabei waren Verstöße gegen die Verfassung hinzunehmen, da der nationale Notstand eben eine gemeinsame Kraftanstrengung erforderte.
Mit diesem Buch kann man die wichtigsten Fragen zur Weltwirtschaftskrise beantworten:
- Was löste die Weltwirtschaftskrise aus? (Die fehlerhafte Geldpolitik der Zentralbank und Hoovers Zölle)
- Warum dauerte sie so lange? (Wegen der Beeinträchtigung des Geschäftsklimas durch den "New Deal")
- Wann endete sie? (Mit Roosevelts Tod)
Mir hat das Buch gut gefallen. Die Schilderung der Ereignisse war sehr lebendig. Das Buch geht nicht auf wirtschaftswissenschaftliche Theorien ein, sondern erklärt die Motivation der Beteiligten und die Auswirkungen ihrer Maßnahmen. Der "New Deal" erreichte die Ziele, die Roosevelt hatte (Wiederwahl durch Interessenpolitik); die Wünsche der Bevölkerung (Arbeit, Bürgerrechte, Aufhebung der Rassentrennung) wurden hingegen nicht erfüllt.
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4.0 von 5 Sternen
Caveat Presidents: The Dangers of Reaching Beyond Your Understanding, 20. August 2007
Prior to FDR becoming president, federal government actions seldom had much effect on the economy or the nation's culture. The exceptions were when the federal government waged war, tampered with the currency or the money supply, or indulged in social experiments (like Prohibition). Prior to Hoover, there was usually a social consensus that the government that did the least was best.
Amity Shlaes' anecdotal history of the Great Depression highlights the dangers that occur when government begins to intervene in the economy and social structure in too many ways, too quickly, and too intrusively.
One of the key mysteries of the Great Depression was why the U.S. economy was hit so much harder than the British one. Some economists argue that a more established economy will experience fewer perturbations during a global recession or depression because those concerned about safety will seek out the oldest financial markets. Ms. Shlaes suggests that the Americans meddled too much and scared off investments.
The book's title is drawn an example of flawed government legislation described by William Graham Sumner in 1883 where two parties seek to help a third party in a way that requires a fourth party to participate . . . but without considering the effect on the fourth party -- the forgotten man who "always pays." Interestingly, the book points out the many different people who were identified by politicians of the era as the forgotten man.
Ms. Shlaes' story focuses on the class warfare that FDR conducted against business executives, wealthy people in general, and shareholders . . . and how that class warfare encouraged those groups to behave in ways that made the depression deeper and longer lasting than it would have been without the class warfare.
The story of the Great Depression is told by following the lives of a number of people who were prominent as government leaders (such as Calvin Coolidge, Herbert Hoover, and FDR), members of government (such as FDR's brain trust and Felix Frankfurter), industrial and financial leaders (Andrew Mellon, Samuel Insull, and Wendell Willkie), Supreme Court justices, those involved in key law suits that challenged the New Deal, religious and social leaders (Father Divine), and those who addressed the social ills of the time more directly (Bill Wilson's founding of Alcoholics Anonymous). This approach makes for good reading, but light understanding.
Anyone wanting to attach causes to effects will be disappointed in the book. While many connections are suggested, the analysis to back up those connections is missing. Fans of FDR will feel like he is unfairly expected to be perfect. Those who are concerned about giving the most people a sense of being treated fairly will feel like that aspect of the book is underdeveloped.
Did FDR make mistakes? Yes. Did Herbert Hoover make mistakes? Yes. Did the Federal Reserve make mistakes? Yes. Did Congress make mistakes? Yes. But you knew that already.
The main benefit of this book is that you'll get to know the supporting cast from those times (especially those who were initially very impressed by the Soviet Union) much better than you would have otherwise. That will enrich your appreciation of the mental set and tenor of the times.
If you would like to know more about the history of public electrical power, you'll also find this book to be a helpful resource,
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