Was für eine Band, was für ein Album! Während andere Musiker noch in mühevoller Kleinarbeit stecken, dabei versuchen verschiedene Musikstile miteinander zu verbinden, um letztendlich doch nur in einem unhörbaren Chaos zu versinken, haben Skeletonwitsch diese Phase gekonnt ausgelassen und bieten mit ihrem Black- und Thrash Metal einen mitreißenden Stilmix, der beinah schon an Perfektion grenzt. Mit "Forever Abomination" haben die Jungs aus Ohio jetzt ihr viertes Album auf den Markt gebracht und sich auf meiner persönlichen Liste, über die TOP-Veröffentlichungen des Jahres 2011, bereits auf die obersten Plätze katapultiert. Was hier aus den Boxen klingt, ist ein spannendes, nicht langweilig werdendes Gemisch aus mitreißenden Trash-Riffs und düsteren Black Metal-Einflüssen, in Verbindung mit melodischem Speed Metal. In einem hohen Tempo stürzen die Songs auf einen herab und egal in welcher Situation man sich befindet, man kann sich vor dem aufkommenden Begeisterungssturm einfach nicht wehren. Während Sänger Chance Garnette die Songs deutlich und düster in das Mikro grunzt, begleiten ihn sein Bruder Nate und Gitarrist Scott Hedrick mit einem abwechslungsreichen Gitarrengewitter, das leicht, gekonnt und ungezwungen klingt und so manche alten Thrash-Vorbilder in den Schatten stellt. Skeltonwitch beweisen, dass sie ihr eigenes Erfolgsrezept, nicht in existierende Schubladen gesteckt werden zu können, fest verinnerlicht haben und beim Thema Songwriting ganz auf Kreativität und Ideenreichtum setzen. Auf "Forever Abomination" gibt es für mich ausnahmsweise mal gar nichts zu beanstanden! So verbleibe ich diesmal mit der vollen Punktzahl, während ich meine Anlage wohl noch sehr oft betätigen werde, um die Songs "This Horrifying Force" und "My Skin of Deceit" besonders laut genießen zu können. Temporeich, kraftvoll, schnell und besonders metallisch ist das, was Skeletonwitch hier bieten. Also unbedingt rein hören, das Headbangen kommt ganz von alleine!