Das ist mit Abstand sicherlich die schönste Lakaien Scheibe, die es gibt. Horns Klangkompositionen strengen den Geist an, beweisen aber zugleich die nötige Standfestigkeit, die wirklich überraschend hörbar und melodiös ist. Klavierklangteppiche werden ausgelegt und es entsteht kein Gefühl der Langeweile. Ebenso werden schroffe und gar elektronisch, experimentelle Seiten an Lakaiens Stil endlich glatter und nicht mehr auf den Versuch beschränkt, auffallen zu wollen oder dadurch gar interessanter zu werden. Veljanovs Stimme ist auf diesem Album ausgereift, sie ist tief und sitzt. Er unterstreicht damit hervorragend leicht sakrale Stimmungen ("Follow me", "Walk to the moon"), ehe sie bei bedrohlichen Kompositionen ("Resurrection Machine") emotional und stark den Ton angibt. Das Album folgt von Anfang bis Ende einem Konzept (Titel des Albums) und hat keinen "Durchhänger". Selbst die drauffolgenden Alben der Lakaien (zuletzt "White Lies") reichen nicht wirklich an dieses Album heran. Vielleicht gut für diesen Silberling. Anspieltipps: "Forest", "Mindmachine", "Follow me" (!!) und "Don't wake me up".