Nach "Der Schatten des Schwans" (btb 72800) mit Kommissar Berndorf, "Schwemmholz" (btb 72801) mit Kriminalhauptkommissar Berndorf und Kriminalkomissarin Tamara Wegenast, "Die schwarzen Ränder der Glut" (btb 73010) sowie "Der Hund des Propheten" (btb 73256) mit dem nunmehrigen Ex-Kriminalhauptkommissar und "Uferwald" mit den Kommissaren Markus Kuttler und Tamara Wegenast ist "Forellenquintett" (btb 73837) der 6. Kriminalroman von Ulrich Ritzel - mit Tamara Wegenast solo, nur ein wenig aus der Ferne unterstützt von Markus Kuttler. Die Story folgt zwei Handlungssträngen, die nicht unbedingt zusammenpassen. Im ersten Handlungsstrang wird offenbar von zwei Neonazis eine Polin in Krakau ermordet. Ein mehr oder weniger unschuldig zum Handkuß gekommener Deutscher wird bei seiner Rückkehr aus Polen - nachdem er niedergeschlagen wurde - in eine psychiatrische Klinik gebracht, wo er sich vornimmt nichts zu sprechen. Er wird - nachdem seine Geschichte in der Zeitung erscheint - von seinen angeblichen Eltern erkannt, deren Sohn vor 17 Jahren spurlos verschwand - und so kommt er an einen kleinen Ort am Bodensee. Der zweite Handlungsstrang geht auf die Geschichte des spurlos Verschwundenen ein. Tamara Wegenast trifft - von ihrem Dienstort Ulm kommend - am Bodensee ein, als ein Phantombild aus Polen den wiederaufgetauchten Sohn zeigt. Von da an wird die Geschichte etwas verwirrend, während Tamara Wegenast zusammen mit einer örtlichen Polizeikollegin versucht, eine Verbindung zwischen den beiden Fällen zu finden und sie zu lösen - was ihr auch im Zuge der Begehung mehrerer Straftaten gelingt. Die ganze Geschichte spielt in einer düsteren und bedrückenden Athmosphäre, sodaß beim Lesen nicht viel Freude aufkommt. Aber vielleicht ist der nächste - bereits erschienene - Kriminalroman "Beifang" mit dem als Detektiv agierenden Ex-Kriminalhauptkommissar Berndorf wieder besser.