Ob man das einen Roman nennen muss? Keine Ahnung. Ist mir aber auch ziemlich egal. 'Forellenfischen' steht für ein Amerika, in dem die Dinge noch nicht aus dem Ruder gelaufen waren, für einen Traum aus vergangener Zeit, und es taucht immer wieder in verschiedenen Verkleidungen, als Person, Gestalt, Geist, wie auch immer, in den verschiedenen, scheinbar unzusammenhängenden Kapiteln dieses Buches auf. Subtil und bescheiden ist dieses Buch, und die Träume, von denen es handelt, lassen sich heute noch genauso lesen (und träumen) wie vor 40 Jahren. Die eigene Gedankenwelt Brautigans, sein Stil und seine Metaphorik sind bestimmt nicht für jeden etwas. Für mich ist das alles ganz groß. Seelendoping.