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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Sehr schwach., 23. September 2008
Ich lese seit 25 Jahren Star Wars und kenne mich im EU sehr gut aus. Ich bin ein Fan der ersten Stunde und erstelle diese Rezension unabhängig und ohne finanzielle Vorteile (keine Werbeagentur etc.).
Inhalt:
Ein junger Sith-Schüler, Starkiller genannt, ist der heimliche Eleve von Darth Vader und erledigt hinter dem Rücken des Imperators die Schmutzarbeit für Darth Vader. Im Rahmen dieser Tätigkeit wird er in ein Komplott verwickelt, welches die Vernichtung der aufblühenden Rebellion herbeiführen soll. Durch die Zusammenarbeit mit seiner Pilotin kommen ihm bald Zweifel am Weg der Sith. Mehr kann man zur Handlung schon fast nicht sagen, um den geneigten Fan nicht noch mehr zu spoilern. Wichtige Nebenfiguren sind Bail Organa, Mon Mothma, Bel Iblis und Shaak Ti (!).
Kritik:
Das Buch ist schmucklos und sprachlich extrem einfach geschrieben. Der Stil ist schlecht, da man ständig schiefe Formulierungen, flapsige Sprüche und schlechte Umgangssprache liest. Da ich die englische Ausgabe nicht gelesen habe (leider!), kann ich nicht sagen, ob dies auf den Autor oder den Übersetzer bei Dino zurückzuführen ist. Allerdings fällt die Qualität der Übersetzung bei Republic Commando auch exponentiell ab...
Die Handlung ist wie ein Spiel levelartig aufgebaut. Ich habe das Spiel nicht gespielt, da ich keine Konsole besitze, aber man kann sich das Game beim Lesen gut vorstellen. Die Machtfähigkeiten des Schülers sind exorbitant und stehen in keinem Verhältnis zu dem, was man bisher im EU kennt: Er kann einen abstürzenden ISD ablenken, mit Sithblitzen ganze Schwadronen von Gegnern und Kampfläufer ausschalten (!) und er kann es mit Palpatine und Vader gleichzeitig aufnehmen. Das ist ein Bruch im EU, der wohl der Absicht geschuldet ist, dem Konsumenten ein ganz besonderes Spieleerlebnis zu bieten. Die Gründung der Rebellion wird auf ein paar Seiten abgenudelt, anstatt diesem zentralen Ereignis einen ordentlichen Roman zu widmen, und Shaak Ti (ja, sie hat Order 66 überlebt) wird wie ein kleines Mädchen verheizt, um einen tollen Gegner im Spiel zu haben, als diesen tollen Charakter für die Real-Serie aufzusparen. Zuletzt die Wandlung des Schülers: Unglaubhaft, er tötet in Massen weiter und fragt sich dabei nach Sinn und Unsinn der hellen Seite.
Fazit: Das Spiel kann ich nicht beurteilen, aber der Roman ist wirklich nicht gelungen. Der Autor bemüht sich, die Rahmenlocations des Spiels mit sinnvoller Handlung zu füllen und muß dabei scheitern: Das Spiel ist scheinbar voll auf die kurzweilige Effekthascherei angelegt. Auf dieser Basis kann kein gutes Buch entstehen. Schade, dass dieses Machwerk in den Kanon eingehen wird und dabei so entscheidende Momente des EU so ungenügend behandelt. Es gilt weiter: Effekthascherei ist anscheinend wichtiger als anspruchsvolle Unterhaltung. Auf diesem Altar werden große Potentiale geopfert.
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31 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Was für ein GROTTENSCHLECHTES Buch!, 23. August 2008
Was für ein GROTTENSCHLECHTES Buch!
Da kann sich Lucasbooks in die Ecke verkriechen.
Die ach so groß angekündigte, umwerfende Geschichte? Läßt einen völlig kalt.
Kaum zu glauben, dass dieses Projekt sich mit dem Klassiker "Shadows of the Empire" messen lassen soll.
Zum Buch:
Die Geschichte ist einfach stinkelangweilig! Der "geheime Schüler" reist von einem Planeten zum anderen, dann passiert immer das gleiche:
Alleine geht er auf eine Mission, setzt Machtblitze ein, tötet reihenweise Gegner und kämpft am Ende gegen einen Endgegner...
Ich weiß, ich weiß... FORCE UNLEASHED ist ein Videospiel... doch das war SHADOWS OF THE EMPIRE auch! Und das Buch zählt nach wie vor zu den besten Romanen des gesamten STAR WARS Universums.
Der Autor hat sich in meinen Augen viel zu verkrampft an der Geschichte des Videospiels gehalten. Man stelle sich vor Steve Perry hätte es damals auch so gemacht:
So sähe dann SHADOWS OF THE EMPIRE aus:
Dash Rendar auf Tatooine, Dash Rendar auf Ort Mantell, Dash Rendar auf...
Man kann in dem "Roman" zu FORCE UNLEASHED genau erkennen, wo eine Mission des Spiels beginnt, und wo sie Endet. Man WEISS genau welche Sequenz im Spiel eine Zwischensequenz darstellt!!!
Der Schreibstiel tut der ganzen Sache keinen Gefallen! Spannung kommt ebenfalls nicht auf.
200 Seiten habe ich gelesen, konnte dann nicht mehr... Den Rest habe ich durchgeblättert und dann noch die letzten 2 Kapitel gelesen. Viel verpasst habe ich nicht, vermutlich erneute Machtorgien, töten von Gegnern und irgendwelche Endfights gegen Levelbosses.
Schlecht, schlechter, "The Force Unleashed".
Dieses Buch kann sich in keinster Weise mit Romanen wie SHADOWS, LABYRINTH, DARK LORD etc. messen.
Macht lieber einen ganz großen Bogen um diesen Schund!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Der Roman verschenkt zwar viel Potenzial, aber ..., 17. Oktober 2009
Kommentar
Als "The Force Unleashed"-Fan sehe ich recht gnädig auf die Umsetzungen in digitaler, in Buch- und in Comicform. Die Grundidee des gesamten Projekts gefällt mir, doch leider kann man alle TFU-Inkarnationen in einem Wort zusammenfassen: Vergeudung. Vergeudung guten Materials, um genau zu sein. Leider wird aus der hervorragenden Idee und den unzähligen charakterlichen und erzählischern Möglichkeiten kaum etwas herausgeholt. Gerade, da mir die Figur des Starkiller sympathisch ist, bin ich in doppelter Hinsicht leicht enttäuscht.
Für den gesamten Roman gilt: Man stelle sich auf grandiose, aber schlecht umgesetzte Ideen ein. Eine kurze Aufzählung dessen, was das Projekt bietet:
Starkiller wurde von Darth Vader sein Leben lang zu einer Tötungsmaschine ausgebildet. Unbarmherzig, unnachgiebig. Unsozial. Ein normales Leben (auch nur normale Umgangsformen) sind ihm fremd.
Darth Vader als Vaterfigur in Starkillers Leben. Eine gebrochene und in einem Zustand des Sterbens konservierte Figur übernimmt die Erziehung eines Kindes!
PROXY, ein Droide und Starkillers einziger Kinderfreund. Er wurde darauf programmiert, seinen Master mit einem Lächeln das Lichtschwert in den Rücken zu rammen - die Vorstellung Darth Vaders von autoritärer Erziehung? *g*
Juno Eclipse, die gutgläubige imperiale Pilotin, in die sich Starkiller verliebt. Eine im (militärischen) Leben stehende Frau und ein zu einer Killermaschine herangezogener Dunkler Jedi, der in Juno die erste Frau in seinem Leben kennenlernt. Reichen diese Inhalte noch nicht? Dann wäre noch der Grundplot zu nennen: Imperator Palpatine beauftragt Lord Vader mit der Erziehung des jungen Starkillers, um diesen durch Intrigen dazu zu bringen, eine Allianz aus Rebellen gegen Palpatine aufzustellen. So wünscht der Imperator seine Gegner versammelt, um sie alle in einem Handstreich vernichten zu können. Doch der Imperator hat sich verrechnet. Er beschwört seinen Untergang herauf, denn dieses Bündnis aus Dissidenten ist die Rebellen-Allianz, die Jahre später in Form von Luke Skywalker Palpatines Schicksal besiegeln wird ... aber das ist eine andere "Episode" der Saga.
Diese Zeilen machen deutlich, was The Force Unleashed hätte werden können. Was wurde nun umgesetzt? Starkillers unsoziale Erziehung bzw. sein Verhalten - lediglich in Gedankengängen oder ungeschickten Formulierungen angedeutet. Darth "Vater" - in keiner Weise aufgenommen, das Verhältnis der beiden ist eine klassische Meister-Lehrling-Beziehung. PROXYs Programmierung - wird zwar behandelt, aber auf eine lasche Weise, in der niemals die potenzielle Gefahr des Droiden spürbar ist. Die Liebeshandlung zwischen Juno und Starkiller - wird behandelt, aber auf eine plumpe Art; Juno fühlt sich allein durch Starkillers Geruch völlig wuschig obwohl sie ihn nicht kennt und nur ahnt, was für Gewalttaten er begangen haben muss.
Und gerade die Romanze stößt mir sauer auf. An sich keine fatale Idee, doch viel zu schlecht umgesetzt. Frauen tun zwar gern geheimniskrämerisch, doch Junos Reaktion ist einfach nur unglaubwürdig. Subtile Andeutungen oder Hinweise, dass beide einander anziehend finden, sind zwar im Romanplot vorhanden, doch erschließen sich kaum. Daher erscheint der Kuss der beiden wie ein Fremdkörper in der Handlung. Auch Rahm Kotas Kommentar, dass Junos Licht Starkiller aus seiner eigenen Dunkelheit befreit hätte, wirkt reichlich gekünstelt und nicht glaubwürdig. Doch hier gilt wieder: Die Vorlage erlaubt dies alles, doch die Umsetzung vedirbt es. Sowohl Juno als auch Starkiller waren monatelang an Bord der Rogue Shadow gereist und Starkiller selbst hatte Juno gedanklich als Sparringspartner bezeichnet, was man durchaus mehrdeutig interpretieren könnte. Aber konkrete Hinweise auf eine entspinnende Romanze der beiden gab es leider nie. Doch das ist wohl der Lucas'schen Prüderie in der gesamten Saga zu schulden, in der Liebe erwähnt wird, aber von Sex nur mit netten Umschreibungen die Rede ist.
Der gesamtstilistische Eindruck ist auch nicht viel besser. Sean Williams hat den Auftrag "Videospiel-Novelisation" wohl zu wörtlich genommen, denn der gesamte Roman liest sich teilweise wie ein Walkthrough für ebenjenes Spiel. Da stürmen hier Sturmtruppen, reiten dort Felucianer auf Rancoren oder werden hier Schattengardisten von Sithblitzen geröstet. Und man merkt dem Autor auch an, dass ihn diese Teile der Handlung ebenfalls langweilen.
Die Romanumsetzung leidet auch noch an vielen Stellen, aber weißt auch einige Glanzpunkte auf. Das Innenleben Starkillers und Junos beispielsweise wird sehr plastisch dargestellt, wenn auch unter den obigen Einschnitten. Die Charakterentwicklung gerade des Pro-Antagonisten Starkillers vom mitleidlosen Erfüllungsgehilfen seines Meisters zum eigenständigen Jedi ist glaubwürdig und nachvollziehbar.
Bewertung
Der Roman verschenkt zwar viel Potenzial, aber das Metaprojekt "The Force Unleashed" schafft dennoch sehr interessante und durchaus glaubwürdige "Star Wars"-Charaktere und -Handlungen. Den inoffiziellen Titel "Episode 3 1/2" verdient sich das Projekt jedenfalls. Es ist wesentlich packender und spannender als der Großteil der Prequels.
Auswirkung auf den Kanon
Die Umstände der Gründung der Rebellen-Allianz werden detailliert beleuchtet. Es stellt sich heraus, dass die Allianz nicht organisch zusammengewachsen ist sondern als pures Instrument Palpatines gedacht war, um seine versammelten Feinde mit einem brutalen Schlag zu vernichten.
Palpatine weiß, dass Bail Organa ein Rebell ist. Dies - sowie die Umstände der Gründung der Rebellen-Allianz - widersprechen mehreren unterschiedlichen Quellen. Von Mon Mothma und Garm Bel Iblis ist bekannt, dass sie sich bereits früh gegen den Imperator aussprachen und daher verfolgt wurden, doch von Bail war dies bislang nicht bekannt. Immerhin wird Leias Präsenz beim Vertrag von Corellia geschickt kaschiert und verschleiert, so dass sie sich noch in relativer Sicherheit wägen darf (und mit ihr der Kanon, denn ansonsten hätte TFU u.a. sogar Episode IV widersprochen!).
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