... es handelt sich bei "For Emma, Forever Ago", nicht um ein Album, mit dem man eine Sommergartenparty stimmungsvoll bereichert, ganz im Gegenteil! Ein musikalischer Stoff für die Einsamkeit bzw. traute Zweisamkeit.
Justin Veron verarbeitet hier die Trennung von seiner Exfreundin. Die Schönheit des Albums entfaltet sich, wenn man sich Zeit nimmt, um sich nach einem stressigen Arbeitstag des Alltags zu entleiben. Das funktioniert fast perfekt, fast deshalb, weil es manchmal doch juckt die Skiptaste nicht einrosten zu lassen. Und da sind wir schon beim einzigen wirklichen Kritikpunkt.
Zur Zeiterwähnung, manchmal bedingt der Stoff eher eine Einarbeitung, das würde ich hier nicht sehen. Entweder gefällt es gleich oder gar nicht.
Der Käufer sollte eine gewisse Basisaffinität zu Männerstimmen haben, die bei sich das Falsettregister ziehen. Das Mögen der Stimmen von Antony Hegarty (Antony & the Johnsons), Rodger Hodgson (Supertramp) oder Jon Andersen (YES) ist bereits die halbe Miete.
Ich ersparte mir fast immer Anspieltipps, aber hier folgende 2 Titel zu erwähnen hat einen tieferen Zweck.
Wer von "Skinny Love" oder "re:stacks" nicht beim ersten Hören bereits in Bann gezogen wird, wird mit dem Rest auch keinen Freude haben.
Ich habe eine Vision*g* und sehe schon die Anfragen in den hiesigen Musikforen, wenn es diesseits des Atlantiks zum 4. Staffelfinale von Dr. House [Folge: "wilson's heart"] kommt. Ich glaube, es gibt nicht viele Songs, die die Bildeindrücke gegen Ende besser untermalen könnten, als es der song "re:stacks" zu diesem Zweck vermochte.
Die Produzenten bewiesen übrigens schon bei Josh Ritter mit "Good man" ein sehr feines Händchen.
4 gemütlich, berührende Sterne von meiner Seite