01 Now Let Them Tremble + 02 For We Are Many: Bereits die ersten Minuten des neuen Albums von All That Remains hauen ordentlich rein. Harte Gitarrenriffs begleitet von double bass Passagen in Now Let Them Tremble gleichen einem Instrumentalstück, welches als brutales Intro zu dem zweiten Track dient. Diese Härte setzt sich auch in dem ersten richtigen Lied "For We Are Many" des Albums fort. Sie zeichnet sich durch die ausschließlich gescreamten Vocals und die harten Riffs aus. Auch das Gitarren Solo weiß wie gewohnt zu gefallen. Insgesamt eine sehr gute Eröffnung des Albums, die einem gleich erst mal zeigt wo der Hammer hängt. 10/10
03 The Last Time: Einen entsprechenden Kontrast zum Opener stellt die wohl zweite Single des Albums dar. Die gescreamten Textpassagen weichen nun den clean gesungenen, der komplette Song gibt ein "weicheres" Bild als der Opener ab. Jedoch geht er gut ins Ohr und Oli Herberts Solo ist (für mich als Gitarrenspieler ;-) ) wie immer ein Genuss. 10/10
04 Some of the People, All of the Time: Mit diesem Song kommt die anfängliche Härte des Albums gepaart mit dem typisch clean gesungen Refrain wieder. Diejenigen, die behaupten All that Remains seien zu weich geworden, dürften an diesem Song, besonders am Ende, Gefallen finden. 10/10
05 Won't Go Quietly: Wieder ein nicht so harter Song in dem die cleanen Vocals überwiegen, mit einem, wie ich finde, tollem Refrain. Ein mit Wah Wah, hinter brutalen Gitarrenriffs, gespieltes Solo bildet ein interessantes und angenehm abwechslungsreiches Ende des Liedes. Schön! 10/10
06 Aggressive Opposition: Nun geht es wieder, ohne den Verlust melodisch, clean gesungener Passagen, härter zu. Toller Song mit einem genialen Solo. 10/10
07 From The Outside: Ein Lied, das ohne spektakulären Höhepunkt so daher fließt. Die vertrauten gescreamten Strophen und gesungen Refrains mit einem, eigentlich überflüssig es zu erwähnen, gutem Solo. 8/10
08 Dead Wrong: Das mit "For We Are Many" und "Some of the People, All of the Time" härteste, aber auch, meiner Meinung nach, schlechteste Lied des Albums. Dazu möchte ich gar nicht viele Worte verlieren. 6/10
09 Faithless: Hier empfinde ich ähnlich wie beim siebten Track "From The Outside". Solider, aber kein spektakulärer Song, dessen Höhepunkt das dem Break folgende Solo ist. 7/10
10 Hold On: Die erste Single des Albums gefällt mir nun wieder besser als die vorherigen Lieder. Fast ausschließlich cleane Vocals untermalt von guten Riffs. 8/10
11 Keepers of Fellow Man: Wieder ein typischer All that Remains Song mit sich abwechselnden gescreamten und cleanen Parts. Melodischer Refrain und klasse Solo. 9/10
12 The Waiting One: Eine sehr gelungene, ausschließlich clean gesungene Ballade schließt die Platte ab. Sie startet mit akustischen Gitarren, die den Gesang untermalen, kommt an einen Übergang zu der typischen Härte an, bis sich die Spannung schließlich in einem wunderbaren Solo entlädt. 10/10
Fazit: All that Remains haben sich weiterentwickelt, ihr Wurzeln jedoch nicht vergessen. Das Album ist von den typischen cleanen Refrains geprägt, die wir seit "The Fall of Ideas" so lieben. Strophen werden jedoch nicht mehr ausschließlich gescreamt, sondern nun oftmals auch von cleanem Gesang besetzt. Musikalisch sind sie mit Oli Herbets überwältigenden Solos, den hämmernden doublebass Passagen und Phils Gesang/Screaming auf jeden Fall auf höchstem Niveau. Die Texte sind überraschender Weise nicht nur über den typischen Zorn, sonder mehr über die Auseinandersetzung mit sich selbst wie z.B. bei Aggressive Oppostion: "Our dreams are what we are inside; And when we close our eyes; We see our future"
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass "For we are Many" ein sehr gutes neues Album geworden ist und allen, die sich damit abfinden können, dass sich All that Remains weiterentwickelt haben, dass die Anzahl der gescreamten Parts dezimiert wurde, und die nicht zwanghaft auf ein zweites "The Fall of Ideas" warten, ist die Platte nur bestens ans Herz zu legen.