"Footfall" ist ein klassischer Science Fiction aus der Zeit des Kalten Kriegs, in dem es um Raumfahrttechnologie, Militär, Atombomben und einen genau definierten Aggressor geht. "Footfall" beeindruckt nicht mit differenzierter Figurenzeichnung, strapaziert den Zufall arg, zollt der Zunft der SF-Schriftsteller auf lächerliche Weise Achtung und verfällt in jedes Klischee des einsamen amerikanischen Helden, der auf seinem Raumschiff-Pferd galoppiert kommt und den Gegner mit seiner nuklearen Winchester vom Himmel bläst.
Und trotzdem - das Buch ist ein "pageturner". Seine große Stärke liegt in der Beschreibung der Elefantenkultur vom andern Stern mit ihren allzu menschlichen Intrigen. Wieso soll's im Weltall anders sein als hier auf Erden? Auch der Zusammenprall der völlig unterschiedlichen Kulturen von Menschen und Rüsslern ist einfallsreich - sehr nett auch, dass die Elefanten ausgerechnet in Afrika ihr erstes Waterloo erleben. Die Invasoren leisten ganze Arbeit bei der Verwüstung der Erde, und man verfolgt mit Spannung, wie sich die Erdenbürger auf einem total demolierten Planeten durchschlagen.
Hohe Literatur und vielschichtige Differenzierung gibt's hier nicht, aber wer unterhaltsam-anspruchslose SF zum Zwecke des Eskapismus mag, ist hier genau richtig!