Auch wenn ich mich selbst nicht zur Kategorie der Foodfotografen zähle, so finde ich das Thema spannend. Und da ich ab und an auch sehr gerne koche und immer für ein leckeres Essen zu haben bin, habe ich mich nach entsprechender Lektüre umgesehen. So bin ich auf das neu erschienene Buch von Peter Rees gestoßen.
Der Autor ist selbst begeisterter Koch und Fotograf mit dem Schwerpunkt Food- und Produktfotografie. Und diese Liebe zur Foodfotografie zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch. Das Buch besteht aus 6 Kapiteln, wobei das letzte Kapitel "Fotopraxis" mit über 170 von 240 Seiten den größten Umfang ausmacht. In Form eines Rezeptes mit Zutaten- und Umsetzungsliste werden zahlreiche Sets auf jeweils vier Seiten detailliert vorgestellt. Am Anfang steht jeweils das Ergebnis (ein ansehnliches Foodfoto). Danach folgen die Zutatenliste (Food + Fototechnik und sonstige Utensilien) und dann die Umsetzung. Skizzen die den jeweiligen Setaufbau illustrieren sowie Tricks und Kniffe runden das jeweilige Rezept ab.
Bevor es jedoch an die Fotopraxis geht, bekommt der Leser noch das nötige Grundlagenwissen vermittelt (Technik, Ausstattung, Requisiten, Gestaltung und Foodstyling).
Ich kann das Buch nur jedem empfehlen, der sich für Foodfotografie interessiert. Inhaltlich gut geschrieben, viele Tricks und Kniffe für die Praxis und viele ansehnliche Fotos mit den nötigen Zutaten um diese selbst zuzubereiten. Der eine oder andere vermisst vielleicht konkrete Angaben zu Blitzleistung, Blende und Brennweite. Das fördert aber aus meiner Sicht nur die nötige eigene Kreativität und ist für das "Nachkochen" der Fotos auch nicht nötig.
Chapeau Herr Rees, das Buch macht Appetit auf mehr und zum Nachkochen.