Eine Offenbarung sind die Rezepte nicht, das ist doch alles auf eher niedrigem Kochniveau, und auch nicht so originell, dass es ein Kaufgrund wäre. Dazu sind die Rezepte auch ein bisschen rudimentär, aber in einfachen Worten - Nährwertangaben und ähnliches ist natürlich nicht zu erwarten. Viel überzeugender sind da schon die vielen gut gemachten Foodfotos, die vielen Bilder, auf denen Fußball gespielt wird, und auch viele der Einwürfe, die zum größten Teil von Arne Friedrich kommen. Anekdoten über Nationalmannschaftskollegen, über das Essen vor und nach dem Spiel und über seine ja noch nicht so lange Karriere.
Na ja, viel mehr als eine clevere Idee, um zur Weltmeisterschaft noch ein bisschen besser auf der Hobbykochwelle zu schwimmen und einiges an Büchern zu verkaufen, ist "Foodball" sicherlich nicht. Optisch sehr schön gemacht, einige sehr witzige Ideen, andere Titel wirken sehr gezwungen - na, irgendwie kriegen wir schon was mit Fußball in den Kräutercrêpes ...
So hübsch es aufgemacht ist, so wenig spannend ist es auch. Wer nicht gerade lernen will, wie man eine Mayonnaise selbst macht, oder ein riesiger Fan eines der beiden Autoren ist, sollte von diesem Buch doch eher die Finger lassen.