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Food-Design: Panschen erlaubt: Wie unsere Nahrung ihre Unschuld verliert
 
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Food-Design: Panschen erlaubt: Wie unsere Nahrung ihre Unschuld verliert [Broschiert]

Udo Pollmer , Monika Niehaus
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 22,00 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Broschiert: 247 Seiten
  • Verlag: Hirzel, Stuttgart; Auflage: 3. Aufl. (18. Januar 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3777618020
  • ISBN-13: 978-3777618029
  • Größe und/oder Gewicht: 22,8 x 15,2 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 222.159 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Die Autoren breiten trotz komplizierter Details gut lesbar die meist undeklarierte Zutatenliste unserer Lebensmittel aus. Die Lektüre kann jedem ans Herz gelegt werden. (natur & kosmos)

Wer kennt sie nicht, die unverständliche und schier endlose Zutatenliste auf verpackten Lebensmitteln? … Sind alle diese Stoffe nötig? Die Autoren erklären in ihrem informativen wie unterhaltsamen Buch, was zum Boom der Lebensmittel-Zusätze geführt hat. … Der Band macht deutlich, dass die Hersteller oft über das Ziel hinausschießen und die Gesundheit der Konsumenten zugunsten des Profits aus den Augen verlieren. (Kraut & Rüben)

Udo Pollmer hat mal wieder zugeschlagen. Bei ihm geht es ja immer um harte Fakten. ... Er schreibt mit Wortwitz, erstaunlich anschaulich und bei all der manchmal drögen Materie immer spannend. Das Buch, kurz angelesen, befindet man sich inmitten eines Krimis. Man bricht durch den schönen Schein der industriellen Anpreisungen und landet in der Realität des omnipräsenten Speisenbetrugs. (Vincent Klink unter wielandshoehe.com)

Kurzbeschreibung

Zusatzstoffe sind buchstäblich in unser aller Munde. Einschlägige Fachbücher listen über 7500 Präparate und Zusätze auf. Wozu diese ungeheure Vielfalt von Emulgatoren und Stabilisatoren, von Hydrocolloiden, Schmelzsalzen, Geschmacksverstärkern und Aromatisierungshilfen?
Die Industrie kommt ohne die heimlichen Helfer kaum noch aus, doch in den Zutatenlisten fehlen diese oft. Und die Medien winken ab mit der Bemerkung, die Geschichte sei "leider zu kompliziert" fürs Publikum.
Falsch! Udo Pollmer und Monika Niehaus beweisen, dass die Geschichte der Nahrungszusätze nicht nur spannend ist, sondern auch sehr lehrreich.


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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sehr spannende Lektüre 4. Dezember 2010
Von Its me
Format:Broschiert|Von Amazon bestätigter Kauf
Es ist das erste Buch dieser Art, das mich wirklich fesselt. Wenn auch nicht immer im positiven Sinn! Es kann einen durchaus auch gruseln, bei der Beschreibung der von Technik und Chemielabors zusammengerührten 'Speisen'.

Als Ernährungsberaterin bin ich einges gewohnt, weil geschult und belesen.
Und doch ist es gar nicht so leicht ein Buch zu finden, das sowohl lehrreich, informativ als auch kritisch ist.

Pollmer zeigt recht ungeschminkt, was da so in den Regalen der Supermärkte steht.
Letztlich geht es nur ums Geld. Umsatz und Gewinne einiger großer Konzerne.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Es ist nun doch bereits eine geraume Anzahl von Jahren her, dass ein Weinskandal für Empörung sorgte. Gute Reben wurden mit minderwertigem Wein, einigem an Zucker und einigem an künstlichen Stoffen erheblich gestreckt und dem Verbraucher, natürlich, als hochwertiger Wein in die Regale gestellt. Für erhebliches Aufsehen sorgte dieser Versuch und zog empfindliche Strafen für die Verantwortlichen nach sich.

Das, was damals als Skandal galt und strafrechtlich verfolgt wurde ist, folgt man dem Buch von Udo Pollmer (Lebensmittelchemiker) und Monika Niehaus (Biologin), heutzutage gang und gäbe und würde, in weiten Teilen zumindest, auch nicht mehr strafrechtlich verfolgt, wenn einige oberflächliche Kennzeichnungsverordnungen eingehalten werden würden.

Vorweg gesagt, einen verträglichen Magen braucht man schon, wenn man sich mit den Autoren der Welt der Nahrung nähert. Fast ist man versucht, nicht mehr von Lebensmittelerzeugung, sondern von Lebensmitteldesign zu sprechen, so umfassend, massiv und, zum Teil, durchaus auch täuschend agieren die Konzerne im Sinne des Profits. Das übrigens oft genug auch gegen den Verbraucher oder zumindest ohne Rücksicht auf dessen Wohlbefinden. Hier lohnt bereits ein Blick in das Kapitel über die Herstellung von Brot, um zum einen festzustellen, dass Darmstörungen teilweise frei Haus vom Bäcker geliefert werden und zum anderen die ruhige, fundiert recherchierte und im Detail verständliche Darstellung durch die Autoren zu würdigen.

In logischer Abfolge lassen die Autoren in den einzelnen Kapiteln des Buches die Entwicklungsgeschichte der Zugabe von Zusatzstoffen Revue passieren. Sei es im Blick auf Fertiggerichte, Allergien und jede Menge Zugaben zum Essen, die Autoren legen die Motive offen, die zu diesen vielfachen Zusätzen geführt haben (Rendite, Profit, einfache Handhabung für den Hersteller, der gesundheitliche Nutzen für den Verbraucher steht immer ganz hinten in der Prioritätenkette) und zeigen die umfassende Problematik auf, die sich aus dieser Art und Weise der Herstellung von Lebensmittel unmittelbar ergibt.

In einem eigenen Kapitel entzaubern sie zudem ebenso fundiert die übliche Etikettierung der Lebensmittel und verweisen darauf, dass die Rechtslage eine Vielzahl an Schlupflöchern bietet, die weidlich bei der Kennzeichnung von Lebensmitteln ausgenutzt werden.

Gut, dass dennoch konstruktive Elemente nicht fehlen. So wird darauf verwiesen, dass sich Empfinden und Geschmack eben durch noch so intensiv erforschte Geschmacksverstärker nicht ständig hinter Licht führen lassen. Anders sieht es in der Welt des Marketings aus, hier zeigen die Autoren die hohe Anfälligkeit der Gesellschaft für Images auf. Dies gepaart mit der starken Vereinfachung medialer Informationen lässt vieles von dem, was im Buch nachvollziehbar aufgewiesen wird, bisher im Alltag versickern.

Das Buch bietet einen komplexen Blick auf die Risiken industrieller Lebensmittelherstellung, führt vor Augen, wie sehr Lobby und Werbung einerseits die Sinne verwirren und andererseits Informationen zurückhalten. Ein gehaltvoller Einblick in die aktuelle Lage am Lebensmittelmarkt wird durch die Autoren ermöglicht und somit dem Leser gute Hilfsmittel an die Hand gegeben, kritisch prüfen zu können, was er genau in den bunten und marktschreierischen Verpackungen zu erwarten hat. Ein wichtiger Schritt hin zu einem gesundheitlich fördernden Umgang mit den eigenen Essgewohnheiten.
Kommentar
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von peter22
Format:Broschiert|Von Amazon bestätigter Kauf
Auf gut 200 Seiten erfährt der Leser einiges über den im Titel genannten Gegenstand, nämlich wie getrickst wird, um Nahrungsmittel BILLIGER zu machen, ohne dass man es merkt: Die Zutaten werden verbilligt, der Herstellungsprozess verkürzt, die Haltbarkeit verlängert. NICHTS wird an unserem Futter designt, um etwa die Qualität zu verbessern, sondern alle Anstrengung der Lebensmittelindustrie richtet sich darauf, wie man Nahrungsmittel auf Kosten der Qualität verbilligen kann, ohne dass es dem Verbraucher auffällt. Die Fakten auf so ziemlich jeder Seite sind für sich genommen ein eigener Skandal. Insofern ist bei diesem Buch schon irgendwie das drin, was draufsteht, nämlich Udo Pollmer.

Im Vergleich zu seinen alten Büchern ("Iss und stirb" und "Wohl bekomm's") bleibt aber ein schlechter Nachgeschmack. Udo Pollmer wird altersmilde. Das Buch ist weniger eine systematische Kritik an einer Lebensmittelindustrie, die ihren Kunden ohne mit der Wimper zu zucken wirklich jedes denkbare Gift ins Essen mischt, wenn sie nur hoffen kann, dass es nicht sofort auffällt, weil der Kunde direkt umfällt, sondern es ist mehr eine locker-flockige Aneinanderreihung von Zusatzstoff-Geschichten mit vielen kleinen in Extra-Kästen gesetzten Kurzgeschichten über dies und das. Bei vielen Zusatzstoffen referiert Pollmer die wissenschaftliche Diskussion über deren Wirkung, was darauf hinausläuft, dass man nichts genaues weiß (S. 150-152). Bei anderen Zusatzstoffen, die offenbar eindeutig kritisch zu sehen sind, macht er glatt Vorschläge für ein weniger riskantes und kostengünstigeres Geschmacks-Design (S. 60 bzgl. Glutamat).

Sich einfach hinzustellen, und zu sagen, was nicht nachweislich ungefährlich ist, gehört auch nicht ins Dosen-, Tiefkühl- und sonstige designte Fertig-Essen, ist ihm auf seine alten Tage wohl zu "radikal". Auf S. 220 resümiert er doch glatt: Das Leben ist sowieso lebensgefährlich, zuviel Kontrolle bringt auch keinen Spaß, und ohne Risiko kein Fortschritt. Die Panscher und Food-Designer werden das erleichtert zu Kenntnis nehmen - ist alles nicht so ernst gemeint!
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