Wie beschreibt man eine Band, die es einerseits schafft, den Hörer sofort in ihren Bann zu schlagen und andererseits von der ersten Sekunde an ihren unverwechselbaren Sound gefunden hat (was viele vergleichbare und zeitgenössische Bands meist noch nicht einmal nach dem 3 oder 4 Album von sich behaupten können)?
Fakt ist: An diesem ersten Album der Foo Fighters gibt es absolut nichts zu verbessern. Von Anfang an kristallisiert sich die markante Stimme von Dave Grohl heraus, die den Klang der Band so sehr prägt. Ebenso ist der Gitarrensound, oft bestehend aus offenen und Quintenakkorden (die oft den Eindruck erwecken, die Band gehöre zum tiefergestimmten Genre, was ja nicht der Fall ist) so charakteristisch. Dabei lassen es die Foo Fighters rockig, punkig, aber genauso auch hardcoremäßig und balladesk angehen. So wie wir es von ihnen auch auf den gesamten folgenden Alben kennen.
Die Band hat ihren Sound in den letzten Jahren nur marginal verändert. Das beweißt ein hoher Wiedererkennungswert. Keins der Alben wirkt in irgendeiner Weise aufgesetzt, pathetisch oder kommerziell. Auch dieses nicht. Schaltet man bei NuMetal oder klassischem Metal irgendwann gesättigt ab, sieht es hier anders aus: Dieses erste, so prägende Album, zeigt was die Foo Fighters sind, nämlich eine sehr fröhliche, reife Truppe, die den Spagat zwischen vergnügter Ausgelassenheit, freundlicher Belehrung und eingehender Ruhe mehr als nur schafft, ohne dabei blockbusterhaft (Limp Bizkit, Slipknot) oder aufgesetzt depressiv (wie etwa Linkin Park, Blink 182, Staind oder Puddle of Mudd) zu wirken.
Eine absolute Empfehlung für Leute, die auf wirklich guten und anspruchsvollen NuRock wert legen.
Hier wird sich jeder wiederfinden! Voll verdiente 5 Sterne!