Als ein Enthusiast der Kaiserin Elisabeth habe ich die Gelegenheit gefunden, das Buch gründlich zu lesen und meine Gedanken mitzuteilen. Vor allem muss ich Frau Brigitte Hamann, Herausgeberin des Buches, vom Herzen gratulieren.
Das Buch besteht aus drei Kapiteln, naemlich "Nordsee Lieder", "Winterlieder" und "Drittes Buch". Chronologisch geordnete Gedichte (in Manier ihres "Meister"s Heine) werden reichlich erlaeutert und mit meistens dazugehörigen biographischen Informationen ergaenzt. Man könnte auch auch sagen, dass dieses Buch eine "alternative, ergaenzende" Biographie Sisis anhand ihrer Gedichte ist. Ich habe den Eindruck gehabt, dass die Herausgeberin darum sehr bemühmt und viel recherchiert hat. In ihrer "Einleitung" erkennt man es deutlicher; man kann auch die historische Entwicklung des Werkes mit vielen Dokumenten und Quellen lesen. Daraus kann man schliessen, dass viele Menschen und Forscher eine solche Ausgabe verfertigen wollten, was Brigitte Hamann gelang.
Meiner Ansicht nach sind folgende Punkte mangelhaft: Erstens; das Buch ist mehr als eine "politische" Biographie herausgegeben; i.e. im "Inhaltsverzeichnis" fehlt die Namen einzelner Gedichte und man könnte auch ein Verzeichnis am Ende des Buches verfertigen, das die Gedichtsanfaenge erhaelt. Als zweiter Punkt gefaellt mir überhaupt nicht, dass die Herausgeberin meint, die Gedichte haben keine literarische Bedeutung. Das ist eine persönliche Meinung, die man respektieren muss, aber diese Idee steht sowohl in der "Einleitung" als auch auf dem hinteren Deckel. Frau Hamann ist Historikerin; ausserdem muss man die Gedichte ohne persönlicher Einfluss herausgeben, damit die Leser mehr objektiver urteilen können. Ohne Zweifel sind manche Gedichte von Politik stark gepraegt; aber sie sind auch literarisch sehr wertvoll. Auch meint die Herausgeberin in der "Einleitung", dass die Schönheit der Kaiserin "trotz aller Anstrengungen" verloren geht. Diese Idee passt auch nicht zum Thema; die Herausgeberin verbindet dieses Ereignis mit der Schöpfung der Gedichten. Meiner Meinung nach ist es auch nicht korrekt; Sisi war immer innerlich und aeusserlich schön. Als ein dritter Punkt fehlt mir die Jugendgedichte Sisis; darum empfehle ich Egon Caesar Conte Cortis Buch "Elisabeth. Die Seltsame Frau", welches erste ernsthafte Biographie mit bisher unveröffentlichen Dokumenten (Briefe, Tagebücher etc.) ist. Dieses Buch schenkt die Gelegenheit, eine Auswahl von Jugendgedichten (z.B. als Sie 15 Jahre alt war) mit Bilddokumenten zu lesen.
Sisi wünschte, dass man die Gedichte nach 60 Jahren (vom Jahre 1890) veröffentlicht und das Geld der Bücher für Kinder benutzt. Das Buch wurde von Ihr an "Zukunfts-Seele" adressiert. Ich habe erkannt, wie die Kaiserin wirklich die Zukunft politisch gesehen und die Welt aus einer ganz neuen Sicht interpretiert hat. Sie gehört deshalb neben Günderode, Arnim, D. Tieck, Dickinson etc. zu den erfolgsreichen Dichterinnen und Frauen der Welt.
Ich empfehle das Buch "Das poetische Tagebuch" jedem, denn es ist wertvoll, dass man Sisis Gedanken und Gefühle liest und für die Zukunft als ein Leuchter interpretiert.