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Fontane - Effi Briest
 
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Fontane - Effi Briest

Hanna Schygulla , Ulli Lommel , Rainer Werner Fassbinder    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Hanna Schygulla, Ulli Lommel
  • Regisseur(e): Rainer Werner Fassbinder
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 1.0)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: STUDIOCANAL
  • Erscheinungstermin: 24. Mai 2005
  • Produktionsjahr: 1974
  • Spieldauer: 135 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00080SK4U
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 17.895 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

Die siebzehnjährige Effi Briest wird mit dem wesentlich älteren Regierungsinspektor Gert von Innstetten verheiratet. Die Ehe der beiden ist trist, da sich von Innstetten nur für seine politische Karriere interessiert. Etwas Glück genießt Effi nur in einer kurzen Affäre mit Major Crampas, die jedoch durch die Versetzung ihres Mannes nach Berlin beendet wird. Anschließend geht über Jahre alles wie zuvor weiter, bis von Instetten eines Tages die alten Liebesbriefe Crampas' entdeckt. Er läßt sich von Effi scheiden, die zurück auf das Gut ihrer Eltern zieht und dort bald vereinsamt stirbt.

Produktbeschreibungen

Die erst 17-jährige Effi Briest wird mit dem deutlich älteren Baron Geert von Innstetten verheiratet. Doch ihre Ehe ist lieblos, da sich der Baron nur für seine Karriere interessiert und Effi keinerlei Zärtlichkeiten entgegenbringt. Um ihrem langweiligen Alltag zu entfliehen, beginnt Effi eine Beziehung zu dem verheirateten Freund ihres Mannes, Major Crampas. Als sie mit von Innstetten nach Berlin zieht, endet die Liason. Sechs Jahre später findet der Baron zufällig Crâmpas′ damalige Liebesbriefe und fordert den Major

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Kundenrezensionen

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24 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die Verfilmung von Theodor Fontanes „Effi Briest“, produziert von Rainer Werner Fassbinder ist der Originalvorlage sehr ähnlich. Atmosphäre, Personen und Handlung werden getreu der Romanvorlage dargestellt. Dies wird ebenfalls in den zum Teil von den Schauspielern wortwörtlich wiedergegebenen Dialogen deutlich. Darüber hinaus benutzt der Regisseur dramaturgische Mittel wie Kleidung, Farben und Frisuren, um die Atmosphäre noch authentischer werden zu lassen. Da Fassbinder die triste und monotone Atmosphäre des Buches auf die Leinwand gebracht hat, erscheint der Film wenig unterhaltsam. Wirklich störend sind jedoch die vom Erzähler eingeschobenen Textpassagen, die in der eigentlichen Handlung keinen Platz finden.
Abschließend ist zu sagen, dass der Film für all diejenigen zu empfehlen ist, die die Romanvorlage kennen und sich eine authentische Verfilmung des Buches wünschen.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gepflegte Langeweile 30. Mai 2010
Von Tanja Heckendorn TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Kann man einer Literaturverfilmung den Vorwurf machen, zu buchgetreu zu sein? Rainer Werner Fassbinders Effi Briest liefert traurigerweise den Beweis dazu. Wobei man gleich Fontane in Schutz nehmen muss, an der Vorlage hat es bestimmt nicht gelegen. Effi Briest ist nicht von ungefähr die bekannteste Ehebrecherin der Literaturgeschichte und so mancher Leser hat schon über ihr Schicksal gegrübelt. Fassbinders Film hängt jedoch zu sehr an den Worten der Geschichte. Das Feingeistige, ja das Poetische wird in diesen 135 Filmminuten schmerzlich vermisst, die sich qualvoll in die Länge ziehen. Am Ende hat das Werk keine Überraschung zu bieten und die altbekannten Worte von Vater Briest klingen dem Zuschauer in den Ohren: "Ach, Luise, lass...das ist ein zu weites Feld."

Eine Erzählerstimme aus dem Off, der es anscheinend manchmal an dem Gefühl für die vorgetragenen Sätze aus Fontanes Roman mangelt, führt uns im Hause der Briests ein. Ausgelassen schaukelt eine junge Frau im Garten, von ihrer Mutter beobachtet, mit der sie ein Gespräch führt. Eine Szene später unterhält die 17jährige Effi ihre Freundinnen mit der Erzählung einer alten Liebesgeschichte ihrer Mutter. Und eben dieser Verehrer aus längst vergangnen Tagen hält sich nun bei den Briests auf, die sich durch den Besuch des edlen Herrn, der mittlerweile zu Ansehen und Titel kam, sehr geehrt fühlen. Dann geht alles sehr schnell: Effi wird von ihrem Vater in Kenntnis gesetzt, dass eben dieser Baron von Innstetten um ihre Hand angehalten hat. Ein kurzer Blick von Instetten auf Effie und zurück und das war dann ist die Verlobung perfekt. Was der Mutter einst verwehrt blieb, scheint sich jetzt so glänzend bei der Tochter zu erfüllen. Der Zuschauer sieht Mutter und Tochter ins Gespräch vertieft, spazieren gehen. Aber es ist ein eher unangenehmer Blick, denn die Kamera verweilt hinter den Hecken und Bäumen und man kommt sich wie ein unerwünscht intimer Beobachter vor. Allerdings hat Effi wenig darüber zu sagen, wie sie die Verlobung mit dem viel älteren Instetten in ihrem Herzen sieht. Effi liebt eigentlich unterschiedslos jeden, der sie mag, aber von der wahren Liebe hat sie eigentlich keine Ahnung. Aber die Aufregungen der Verlobungszeit und die Einkäufe zur Ausstattung ihres ersten eigenen Haushaltes bereiten ihr Freude und Abwechslung.
Der gebildete, strebsame und sehr nüchterne Instetten und das verspielte, unreife Naturkind Effi Briest, ob das gut geht? Beim Essen unterhalten sich die Eltern Effis über diesen Gegenstand, wobei der Blick des Zuschauers meist nicht direkt auf die Sprechenden gerichtet ist, sondern er muss sie aus der Spiegelperspektive beobachten. Noch irritierender ist, dass die Schauspieler auch eher zum Spiegel gewandt stehen und sprechen und nicht im direkten Kontakt zu der Person im Raum stehen. Diese Technik wird auch in Effis neuem Zuhause in Hinterpommern angewandt. Aus dem engen, vollgestopften Haus der Romanvorlage ist ein ganz feudales Gebäude geworden. Trotzdem wird auch hier die ängstliche Effi von dem Glauben befallen, dass es in ihrem Hause spukt. Für ihre Ängste zeigt der Ehemann nur wenig Verständnis und lässt auch sonst seine kleine Ehefrau aus beruflichen Gründen viel zu oft allein. Auch die feine Gesellschaft erfüllt die Erwartungen Effis nicht. Nur der alte Gieshübler, erweist der jungen Dame Freundschaftsdienste, die sehr geschätzt werden. Gefährliche Abwechslung erhält das Leben der Frau von Instetten, als Major Crampas, ein alter Freund ihres Mannes in Kessin auftaucht. Crampas scheint weitaus mehr Verständnis für die Gefühle einer Frau zu haben, als der nüchterne Instetten. Und weil Instetten sich bald wieder seinen Geschäften wid-men muss, setzten Effie und Crampas ihre Picknicks am Strand alleine fort und unterhalten sich über Gott und die Welt. Crampas setzt Effi hartnäckig den Gedanken in den Kopf, dass ihr Ehemann ein notorischer Erzieher ist, der sie mit der Bewältigung von Spukgeschichten auf den Pfad des Erwachsenenleben bringen will. Der neue Freund dringt immer tiefer in die Gedankenwelt unserer Heldin hinein und es ist ausgerechnet Instettens Argwohn, der Effi endgültig in die Arme des Verführers treibt. Doch glücklicherweise erhält Instetten nach einer Weile einen Beförderungsposten in Berlin. Effi ist froh darüber mit dem ungeliebten Kessin und all ihren dummen Fehlern abzuschließen und ein neues Kapitel zu beginnen. Es kommt ihr so vor, als wäre sie gerade noch einmal davongekommen. Aber macht es die Vergangenheit es den Menschen tatsächlich so einfach?

Teilweise erinnert dieser Film an ein Theaterstück. Einmal, weil immer nur wenige, manchmal sogar nur eine Person auftreten und sich dann meistens in einem begrenzten Raum z.B. einem Zimmer aufhalten. Dann verharren die Beteiligten oft in einer gewissen Position und die folgenden Ereignissse wird dann von der Erzählerstimme berichtet. Dann entsteht dieser Eindruck auch durch die Schauspieler selbst, die sehr genau sprechen und beherrscht sprechen, als würden sie gewissenhaft ihre Rollen spielen und nur sehr wenig Spielraum für Interpretationen haben.
Der Film ist nicht in Sepia, wie es die DVD-Hülle vermuten lässt, gehalten, sondern in Schwarz-Weiß, was die sowieso sehr ungewöhnlich aufgenommenen Bilder, manchmal ziemlich trist erscheinen lässt. Die Szenen werden oft mit weißem Licht ausgeblendet und eine Schrift erscheint auf dem Bildschirm, die einen erläuternden oder weiterführenden Satz der Literaturvorlage darstellt. Der Fluss der Handlung, der durch die seltsam stockenden Bilder sowieso kaum in Schwung kommt, wird dadurch natürlich immer sehr grob unterbrochen.
Der Roman erzeugt sehr viel Mitgefühl und Empathie für Effi, aber auch für Instetten. Im Film dagegen ist man von der zähen Erzählung schon so genervt, dass man eigentlich nur durch eine leidenschaftliche Schlusssequenz wachgerüttelt worden wäre. Aber diese Chance versucht diese Adaption erst gar nicht zu nutzen. Das Ende wirkt konstruiert und sehr distanziert. Einzig die Darbietung von Wolfgang Schenck, als er zu einer Rede anstimmt, warum eine Duellierung als Beleidigter unumgänglich ist, kommt steigert etwas das Zuschauerinteresse. Aber da größtenteils nur die Stimme zu hören ist und der Zuschauer dann einen unerträglichen Karlheinz Böhm am Klavier sitzen sieht, ist auch diese Szene ganz verdorben.
Wirklich, Fontanes Effi Briest hätte etwas viel Besseres verdient, als dieses furchtbar zähe Machwerk!

Einiges unterhaltsamer, oder zumindest aufschlussreicher ist übrigens das Extra Rainer Werner Fassbinder, 1977, der nicht nur einen Einblick in die Arbeit des Filmemachers, sondern auch in dessen Seelenleben gibt.
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1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von cyberhog
Der schwarz-weiß Film "Effi Briest" wurde im Jahre 1974 in Deutschland gedreht. Er basiert auf dem gleichnamigen Roman von Theodor Fontane.
In dem Film geht es um das Leben der jungen Effi Briest, die den 20 Jahre älteren Baron Geert von Instetten heiratet. Dieser erzieht Effi mit seinen Methoden nach seinen Vorstellungen, kümmert sich gleichzeitig allerdings lieber um seine Karriere als um seine Frau Effi, die sich deswegen einsam fühlt.

Der Film hat sowohl einige negative als auch einige positive Aspekte.
Zu den positiven Aspekten zählt sicherlich, dass hier so gut wie möglich versucht wird, den Spannungsaufbau und die Atmosphäre des Buches so authentisch wie möglich wiederzugeben und die Personen genau wie im Buch wirken zu lassen, auch wenn die schauspielerischen Leistungen damals noch nicht vollkommen überzeugend waren.
Die Vorstellungen, die man beim Lesen des Romans hat, werden hier gut verbildlicht, die Ausstattung des Films ist positiv hervorzuheben. Durch ein großes Maß an Authentizität wird der Bezug zum Roman schnell deutlich, man merkt sofort, dass es sich hier um eine möglichst detailgetreue Verfilmung handelt.

Zu den negativen Aspekten des Films zählt zum Beispiel, dass er an manchen Stellen sehr in die Länge gezogen wirkt, nur um sich vollkommen auf Effis Gefühle spezialisieren zu können. Außerdem wirkte es auf Dauer etwas seltsam, dass manche Stellen des Films von einem Erzähler geschildert wurden. Hinzu kommt, dass manchmal weder gespielt noch erzählt wurde, sondern dass ein paar Zeilen eingeblendet wurden, welche die Handlung in schriftlicher Form wiedergeben sollten. Durch diese Maßnahmen findet man zwar einen sehr starken Bezug zur Form des Romans, aber leider bekommt der Film dadurch Merkmale einer Dokumentation und wird dem Medium Spielfilm nicht mehr ganz gerecht. Außerdem entsteht durch diese Methoden öfters ein starker Leerlauf, der schnell in Langeweile ausartet.

Insgesamt fand ich den Film in Ordnung und würde ihn weiterempfehlen.
Zwar wirkt der Film an manchen Stellen ein wenig inhaltsleer und wird dadurch schnell eintönig, allerdings ist er für die damalige Zeit und für die damaligen Mittel gut ausgestattet und so detailgetreu wie möglich wiedergegeben worden.
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