Es ist unglaublich. Diese Wand aus Sound erscheint vor mir, umschließt mich, ohne mich zu erdrücken. Unbegreiflich wie warm und weich Kalt und Steril doch sein kann. Links und recht neben mir laden mich Gitarren, Gesang und Schlagzeug zum Tanzen und Singen und mein Herz zum höher Schlagen ein. Wunderbar nimmt mich die Gitarre an der Hand und erzählt mir tausend Lügen, die ich bereit bin zu glauben, flüstert mir energisch mit Vorsicht einen Plan ins Ohr, den ich nicht verstehe, aber sofort in die Tat umsetzen möchte. So düster kann farbenfroh sein, wie das Artwork im Booklet, so liebevoll kann böse sein, wie die Texte, so traurig kann Glück sein, wie die Melodieführungen, so unbeschreiblich gut kann ein Album sein!
Das neueste Werk der Amerikanischen Band Fall Out Boy ist ein Meisterwerk. Ohne nach Textbuch zu arbeiten, führt eine klare Linie durch die gesamte Platte, die jedoch nicht erzwungen, sondern vielmehr wie eine logische Entwicklung der Songs in einander, von einander fort und wieder zu einander scheint. Worte reichen nicht, es bräuchte wohl unendlich viele Farben, Gerüche und Gefühle, um das zu beschreiben, was ich höre. Ich höre Jimmie Eat World, ich höre Boy Sets Fire, ich höre The Used, ich höre Lighthouse Family, ich höre Depeche Mode, ich höre... wie Fall Out Boy all das vereinen und für sich selbst vereinnahmen, zuende führen. Dieses Album ist fertig! Es ist angekommen.