"Skateboardfieber" hörte sich vielversprechend an und natürlich erwartet man etwas wie eine kriminelle Skateboardgang oder zumindest einen Hype, der sich ums Skateboards dreht wie z.B. beim Hexenhandy. Zumindest der Name der Folge und das Cover, mit dem Totenschädel unter dem Skateboard, lassen ja darauf schließen. Pustekuchen!
Direkt am Anfang wird Peter verfolgt und sogar beschossen. Fängt zwar gut an, aber dann zerstören teilweise unnötige oder wie ich finde, dumme Kommentare, zeitliche Abläufe, aberwitziger Erfindungsreichtum und der eigentliche Plot die Glaubwürdigkeit.
Als Bsp. Peters Flucht, bei der er zur Polizeiwache flieht, dort aber auf noch einen Widersacher stößt. Er flieht also weiter und ist bereits nach wenigen Sekunden an einem Haus angekommen, für das er natürlich rein zufällig den Schlüssel hat. Zuerst überlegt er zwar, ob er zum Schrottplatz fahren soll, verwirft die Idee aber, weil er so Bob und Justus in Gefahr bringen würde. Trotzdem läuft er von der Wohnung aus dann doch "rüber" zum Schrottplatz. Ohne Erzähler, wo man die zeitlichen Abläufe etwas realistischer hätte gestalten können, wie z.B. "Peter raste durch Rocky Beachs Straßen, nahm enge Kurven und überfuhr sogar eine rote Ampel, um sich einen Vorsprung zu erkämpfen. Am Haus von XY angekommen, sprang er aus dem Auto und schloss hastig die Tür auf..." entsteht der Eindruck, als ob der Schrottplatz, das Haus der Bekannten und die Polizeiwache quasi an der gleichen Straße, bzw. Kreuzung gelegen sind und zerstört so die Illusion einer Stadt.
Später will sich Peter seiner Festnahme entziehen und Geheimagenten sind natürlich so dumm und erzählen ihm erstmal munter alles über das internationale Treffen, das doch glatt gegenüber stattfindet und lassen dann noch den Schlüssel in der Tür stecken, wie auch Beweismaterial (Daten-Stick) rumliegen. Dem ist aber nicht genug, denn Peter mutiert schließlich noch zu MacGyver und bricht ein Brett aus einem Lattenrost heraus und befestigt darunter Rollen mit einer Münze. Passende Schrauben liegen ja im Papierkorb.
Schließlich klettert er mit seinem "Skateboard" aus dem unvergitterten Fenster des Verhörraumes im dritten Stock auf das unter ihm liegende... Dach?! Welcher Architekt war denn da bitte am Werke?
Sei's drum: Er landet also auf einem Parkdeck und trifft dort einen bekifften Hippie-Skater, der ihm die Story glaubt, das Skatertreffen erwähnt und Peter mitnimmt. Zu dem Zeitpunkt sind es aber nur noch knapp 10 Minuten bis zum Ende. Auf dem Skatertreffen übergibt Peter schließlich den geklauten Daten-Stick an den Sohn eines Konferrenzteilnehmers der ihm ebenfalls die Story einfach abkauft und nach der sonst typischen Abschlussmusik kommentiert der Erzähler noch schnell die Konsequenz der Übergabe. Wow, bittere Pille.
Der erwähnte Fall, der eine wichtige Rolle spielen soll, flammt nur in Erwähnungen kurz auf, weil man so einen alten Bekannten aus der Versenke holen kann. Sehr schade. Es gibt so viele Folgen, wo man frühere Auftraggeber oder Widersacher sehr gut eingebunden hat, dass man zwangsläufig enttäuscht wird. Die Folge hat nahezu null mit Skateboards zu tun, der Titel ist also einfach nur unpassend, wie auch das Cover und da die Figur das Glaskästchen mit dem Daten-Stick in der Hand hält und Skateboard fährt, muss es der Empfänger des Sticks sein oder noch schlimmer - es soll Peter sein, was aber null mit dem Klappbrett inhaut, das er sich zusammenbastelt. *seufz*
Fazit:
Trotz der Bemühung die Folge interessant zu gestalten und man einige aktuelle Themen wie Rohstoffknappheit, alternative Energiequellen und politische Reibereien anschneidet, schießt man mit vielen Kleinigkeiten über das Ziel hinaus und landet abermals im Abseits.
Das Niveau und der Unterhaltungsfaktor enttäuschen bei dieser Folge, was Folge 153 wohl fortführt - wieder Fußball, als wäre das Thema mit Folge 63, 121 und 141 nicht schon genug ausgeschlachtet worden.
Die Feinde verkommen immer mehr zu Waschlappen und die Fälle werden immer wässriger. Wo bleiben die grünen Geister, sprechende Totenschädel, wandelnde Vogelscheuchen, psychotische Psychiaterinnen und Feuerteufel, die den drei Fragezeichen früher das Leben schwer gemacht haben?