Inhalt:
Schnee und Eis, Wölfe und arktische Stürme - das Nordic Wilderness Race ist eines der härtesten Schlittenhunderennen der Welt. Als die drei ??? von der Journalistin Carol Ford gefragt werden, ob sie bei der Reportage über das Rennen helfen wollen, sagen die Jungen begeistert zu. Doch damit lassen sie sich auf ein gefährliches Abenteuer ein. Als es zu einem ernsthaften Zwischenfall mit skrupellosen Verbrechern kommt, ist klar: Die drei Detektive müssen schnell handeln, damit dies nicht ihr letzter Fall wird!
Story:
Sabotage allerorten - genauer gesagt in Nordkalifornien, denn die drei Detektive aus Rocky Beach bewegen sich in ihrem 142. Fall fernab ihrer Heimatstadt Rocky Beach im Herzen Kaliforniens. Die Umgebung ist keineswegs von Sonne geprägt, Kühle und Eis bestimmen das Bild während des Nordic Wilderness Race. Während die Fahrer ihrem Rennen entgegen fiebern, geschehen allerlei Sabotageakte und ein Diebstahl, was in Justus, Peter und Bob natürlich schnell wieder ihren Ermittlergeist weckt. Trotz der ungewohnt, aber dennoch interessant wirkenden Handlungsbestandteile gelingt es Kari Erlhoff einen rasanten Fall zu schaffen, der mancherorts jedoch arg konstruiert wirkt. Viele Wendungen sollen wohl die Spannungskurve anheben, doch insgesamt dürften besonders junge Zuhörer ihre Schwierigkeiten haben, jedem Aspekt und jeder neuen Überlegung folgen zu können. Hinzu kommt, dass einige Szenen zu Beginn nur wenig Bedeutung für die spätere Auflösung haben, sodass die Spielzeit von 60 Minuten zwar angemessen ist, aber für den Idealzustand wohl noch weiter gekürzt werden könnte. Nichtsdestotrotz ist "Tödliches Eis" einer der bessereren Fälle im Vergleich zu den weiteren neuen Folgen nach dem abgeschlossenen Rechtsstreit.
Sprecher:
Eine gewohnte Qualität erreicht man bei der Besetzung der Sprecherriege, in der insbesondere die markanten Stimmen von Udo Schenk, Robert Missler und Jürgen Thorman auffallen. Thormann, in letzter Zeit häufiger im Hause EUROPA zu hören, übernimmt die Rolle eines Mitstreiters im Hundewettrennen, wobei er wie fast schon gewohnt in das Klischee des vermeintlichen Täters geschoben wird. Seine Leistung glückt genauso wie die Darbietungen von Claudia Schermutzki und Elena Wilms, die mehr oder weniger als Auftraggeber der drei Jugenddetektive fungieren. Weiterhin sind natürlich auch Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczeck, und Andreas Fröhlich mit von der Partie, die gewohnt souverän ihre Rollen präsentieren. In kritischer Hinsicht gibt es einige Einstiege der Erzählersequenzen klar zu bemängeln, in denen Thomas Fritsch zu leise geschaltet ist, was zur Folge hat, dass die ersten Worte seiner Sätze in den Zwischenmusiken untergehen. Solch einen Makel sollte es eigentlich bei einer professionellen Produktion nicht geben. Die Sprecherleistungen an sich gelingen allerdings gewohnt gut, im Großen und Ganzen kann man mit diesem Bereich der Produktion zufrieden sein, wenngleich es vermeidbare Defizite bei der Technik gibt. Weitere Sprecher des Hörspiels sind Holger Löwenberg, Meik Spallek, Andrea Linau, Urs Affolter, Jamie Leaves, Glenn Goltz, Oliver Geilhardt, Achim Schülke sowie der Sprecher des Tim aus TKKG, Sascha Draeger.
Musik und Effekte:
Auf Seiten der für die Inszenierung zuständigen Technik kann man mit "Tödliches Eis" einige Pluspunkte für sich verbuchen. Schöne Melodien, die in das Setting der nordisch-kühlen Atmosphäre Nordkaliforniens und Alaskas passen, und bislang noch keinen Einsatz in der Serie gefunden haben, sorgen für passende Stimmung und die Rasanz der Verfolgungsjagden wird ebenfalls ausreichend dargestellt. In dieser Hinsicht leisten Wanda Osten, André Minninger sowie die Musiker gute Arbeit, die nicht zuletzt auch ein wenig über die technischen Mängel hinwegsehen lässt.
Fazit:
Unter dem Strich erreicht das Produktionsteam um Heikedine Körting mit der 142. Folge der "Die drei ???"-Serie unter dem Titel "Tödliches Eis" eine Hörspielproduktion, die handlungsmäßig die Jungdetektive in eher unerwartete Gebiete führt, doch diese Umgebung kann mit einer hervorragenden Untermalung passend in Szene gesetzt werden. Kleinere Ausfälle in der Technik werden durch gute Sprecherleistungen weitestgehend kompensiert, sodass man unter dem Strich von einer Folge im besseren befriedigenden Bereich sprechen kann. Für Fans der ersten Stunde ist "Tödliches Eis" wohl weniger geeignet, aber dennoch wurde das Buch von Kari Erlhoff zu einem unterhaltsamen Hörspiel umgeschrieben.
Note 3+