Nachdem Justus versehentlich eine chinesische Vase zerstört hat, die ein engagierter Verlobter für seine Freundin auf dem Schrottplatz deponieren wollte, damit diese sie "zufällig" für ihre Sammlung entdeckt, muss er innerhalb von 24 Stunden Ersatz besorgen.
Unter Zeitdruck versuchen die drei irgendwie an ein vergleichbares Stück heranzukommen (man beachte den ab und an tickenden Wecker im Hintergrund), während nacheinander mit "Prinz Eisenherz" und dem altbekannten Skinny Norris als nächtlichem Einbrecher weitere Interessenten auftauchen.
"Der Fluch des Drachen" erzeugt mit sparsamen Mitteln Spannung (Zeitdruck, Rätsel um Herkunft der Vase) und verlässt sich dabei zum einen auf den Wortwitz der drei ???, zum anderen auf Schrottplatz-Atmosphäre und altbekannte Charaktere wie Mathilda (wieder herrlich tantenmäßig) und den gewohnt kaputten Skinny Norris (ein Hauch von Ghetto in Rocky Beach..., man beachte das Zitat aus "Das Gespensterschloss", Folge 11).
Das Trio konzentriert sich ohne viel Beiwerk und Zinnober wie Fernreisen nach Ägypten, Bergtouren oder dergleichen auf eine recht komplexe Ermittlung - Schritt für Schritt werden neue Fakten entdeckt, was sich vom detektivischen Dünnbrettbohren der einen oder anderen vergangenen Folge sehr schön abhebt. Das Ganze schließt mit einer originellen Lösung im Kreise der Verdächtigen im Stile von Agatha Christie (wenngleich die Lösung den Titel "Fluch des Drachen" nicht im Geringsten rechtfertigt).
Großes Lob auch für den Soundtrack, auch hier eine Mischung aus neu und alt und durchweg stimmig.