Objektiv gesehen (doch was ist schon objektiv?) mag "Fold your hands child,...", das vierte "richtige" Album von der schottischen Band Belle and Sebastian, vielleicht nicht das erfüllen, was die vorangegangenen CD's schon versprachen - für mich jedoch ist dieses Album eindeutig ihr bestes und nimmt seit eineinhalb Jahren unumstritten einen der vorderen Plätze meiner ganz persönlichen top ten ein.
Melancholisch, elegisch und schwelgerisch kommen die Songs daher, wunderbare Melodien und ebenso wunderbare Lyrics, die teils tragisch, teils zynisch Geschichten ganz aus dem Leben gegriffen erzählen.
Belle and Sebastian bieten mit "Fold your hands child,..." die richtige Klangkulisse für trübe Tage, Liebeskummer und Weltschmerz, doch nie ohne aufdringlich oder laut oder utopisch zu werden. Und bei Songs wie "Waiting for the moon to rise", "Don't leave the light on, baby" oder "Beyond the sunrise" möchte man sich fast getragen und getröstet fühlen.
Wer bei den bittersüß vorgetragenen Liedern eher das Gefühl bekommt, die Band würde haarscharf am Kitsch vorbeischrammen, der sollte besser die Hände davon lassen. Wer aber die Nase vom Radiogedudel und von den Charts voll und außerdem einen Hang zur Melancholie hat, wird mit dieser Platte voll auf seine Kosten kommen.