Die in Neuseeland lebende 14jährige Amy wurde gerade erst, als Augenzeugin,
mit dem tragischen Unfalltod ihrer alleinerziehenden Mutter konfrontiert,
da holt sie auch schon ihr in Kanada lebender Vater zu sich... - gehen
Vater und Tochter zu Beginn noch auf Distanz, findet die kleine Familie
bald, ausgelöst durch einen Zufallsfund der Tochter, zueinander - Amy hat
in der Wildnis ein verlassenes Nest mit Gänseeiern gefunden - diese brütet
sie zunächst heimlich aus, zieht die Gänseküken dann jedoch mit
Unterstützung ihres Vaters auf - bleibt allein die Frage offen, wohin mit
den Vögeln, wenn diese alt genug sind alleine für sich zu sorgen...?
Eine neue Heimat könnten die in Kanada aufgewachsenen Zugvögel z.B. tief im
Süden der USA finden - dort steht ein Vogelschutzgebiet auf der Kippe, die
Regierung will es, aus Mangel an tierischen Wintergästen, einem Baukonzern
überlassen - es sei denn, dass sich bis zum Ablauf einer gesetzten Frist
Neuzugäng einfinden - Amy und deren Vater trainieren mit den Vögeln - ihr
Entschluss steht fest - man möchte das liebgewonnene Federvieh, mit Hilfe
zweier Ultraleichtflugzeuge, quer über den amerikanischen Kontinent, in die
neue Heimat eskortieren....
"Amy und die Wildgänse" - ein Spielflim mit "Augenwassergarantie" !!! OHNE
JEDEN ZWEIFEL 5 Sterne....
Das ebenfalls sehenswerte Bonusmaterial der DVD bietet Gelegenheit, dem
eigentlichen Lieferanten der Filmidee über die Schulter zu schauen - der
kanadische Erfinder, William Lishman, hatte nämlich einst das hier
verfilmte "Zugvogelprojekt" erdacht und umgesetzt - von Hand aufgezogenen
Kanadagänse wurden von Lishman per Ultraleichtflugzeug nach Süden geführt.
Wem dieser US-Spielfilm gefallen hat, wer sich fürs Vogelthema erwärmen
konnte, sollte unbedingt den französischen Dokumentarfilm "Nomaden der
Lüfte", aus dem Jahr 2001, anschauen, dort erleben Sie über 98 Minuten
hinweg die absolute Vogelperspektive, während dieser großartigen Doku wird
kaum gesprochen, es dominieren die wundervollen Aufnahmen
unterschiedlichster Vogelarten und Landschaften, auch bei der französischen
Produktion wurde u.a. aus einem Ultraleichtflugzeug heraus gefilmt,
sozusagen auf "Schnabelhöhe" ist ein wundervoller Dokumentarfilm entstanden
- unterlegt mit harmonischen Klängen, komponiert von Bruno Coulais -
welcher bekannte Beiträge zur Filmmusik für "Die Kinder des Monsieur
Mathieu" geliefert hat.