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Flut: Roman [Gebundene Ausgabe]

Daniel Galera , Nicolai von Schweder-Schreiner
4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

18. August 2013
Sein Vater erschießt sich, und was ihm bleibt, sind der alte Schäferhund und eine vage Sehnsucht nach Läuterung. Er bricht auf in den Süden und mietet sich in einem kleinen Ort an der Küste ein. Er findet Arbeit als Sportlehrer, lernt eine Frau kennen, unternimmt lange Wanderungen mit dem Hund, schwimmt Stunden am Stück ins offene Meer hinaus. Vor allem aber versucht er ein Familiengeheimnis zu ergründen – sein Großvater hatte in der Gegend gelebt, bis er unter ungeklärten Umständen verschwand. Doch ein empfindliches Handicap erschwert ihm die Suche, eine neurologische Erkrankung, er kann Gesichter nicht wiedererkennen. Seine Nachforschungen jedenfalls scheinen die Anwohner aufzuschrecken, Gerüchte machen die Runde, wird er bedroht? Wem kann er trauen, wenn schon nicht sich selbst und seinen Wahrnehmungen? Allmählich begreift er, dass er das gleiche Schicksal wie sein Großvater zu erleiden droht. Und plötzlich steht ihm das Wasser bis zum Hals. Mit lichter, hypnotisierender Kraft erzählt »Flut« die epische Geschichte einer Suche über drei Generationen, die an die Grenzen des Menschenmöglichen führt.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 425 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 2 (18. August 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518424092
  • ISBN-13: 978-3518424094
  • Originaltitel: Barba ensopada de sangue
  • Größe und/oder Gewicht: 20 x 12,6 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 108.324 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»... wie von einer geheimen Kraftquelle gespeist.«

(Volker Weidermann Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung)

»Galera zieht seine Leser in die Tiefen der menschlichen Seele, taucht ab in morastige Familiengeheimnisse. Sein Stil aber bleibt wasserklar und hellsichtig – ein Jonathan Franzen Brasiliens.«

(Britta Heidemann Westdeutsche Allgemeine Zeitung)

»Man kann kaum glauben, dass ein so junger Autor sein Handwerk so meisterhaft beherrscht. Galera wird von der Kritik mit den ganz großen der Literatur verglichen wird. Mit Ernest Hemingway zum Beispiel oder mit Cormac McCarthy. Und man muss sagen: Zu Recht.«

(Gerhard Pretting ORF)

»... vorzüglich geschrieben.«

(Andreas Fanizadeh taz. die tageszeitung)

»Der erst 34-jährige brasilianische Autor Daniel Galera hat einen packenden Roman über das Thema Entfremdung geschrieben.«

(DER SPIEGEL)

»Eine magische Geschichte von weitläufigster Lakonie.«

(Christian Thomas Frankfurter Rundschau)

»In Flut entdeckt ein Dreiunddreißigjähriger das Geheimnis des Erzählens für sich. Daniel Galera behandelt es in seinem Roman auf eine Weise, die noch einiges von diesem jungen Talent erwarten lässt.«

(Eberhard Geisler Frankfurter Allgemeine Zeitung)

»Der spannendste Roman, den der Brasilienschwerpunkt der Buchmesse zu den deutschen Lesern gebracht hat.«

(Jens Jessen DIE ZEIT)

»Ein Roman, der große Emotionen auslöst und zugleich profunde Fragen aufwirft.«

(Denis Scheck)

»Eine betörende Story über männliche Wut und Weltverlorenheit.«

(SPIEGEL ONLINE)

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Daniel Galera, geboren 1979 in São Paulo, lebt heute in Porto Alegre. Er hat Erzählungen, eine Graphic Novel und drei Romane geschrieben. Sein Werk ist vielfach ausgezeichnet, verfilmt und für das Theater adaptiert worden. Galera hat u. a. Zadie Smith, Jonathan Safran Foer, David Foster Wallace und Hunter S. Thompson übersetzt. Flut ist sein erstes Buch in deutscher Sprache.
 


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Distanzen und Nähe 4. Oktober 2013
Format:Gebundene Ausgabe
Zwei Dinge sind es, die den Protagonisten dieses sprachlich ausgereiften Romans (der erste von Calera, der in deutscher Sprache erscheint), zunächst überhaupt nur in erkennbarer Weise innerlich berühren.

Da ist zum einen Beta, die alte Hündin seines Vaters (der einen angekündigten Selbstmord begangen hat und selbst bei diesem bleibt der Sohn, aus dessen Perspektive der gesamte Roman erzählt wird, seltsam distanziert innerlich kraftlos).
Für Beta gibt der Triathlet alles an Energie und Geld, was er aufzubringen vermag.

Und da ist zum anderen die Geschichte des eigenen Großvaters, der als „Gaucho“ in Garopaba (an der brasilianischen Atlantikküste gelegen) unter ungeklärten Umständen wohl zu Tode gekommen ist. Oder nur verschwunden?

Dieser Distanz des Protagonisten zu sich selbst und den Menschen gegenüber, korrespondiert wunderbar zutreffend im Buch mit der eigentümlichen Krankheit, die er trägt.
Er kann sich Gesichter nicht merken. Alles verschwimmt, irgendwie, zumindest anfänglich.

Im Roman selbst ist dies das passende Symbol für die Distanz, die „der Trainer“ sich selbst und der Welt gegenüber in sich trägt. Eine Distanz, die nur langsam abschmilzt. Je besser er seine neuen Mitmenschen kennenlernst, desto mehr er an anderen Eigenschaften als die des Gesichtes diese zuordnen kann, desto mehr taut er auf, schließt Kontakte. Ein Prozess, den Calera dem Leser hervorragend näher bringt.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn man es aufschlägt, spürt man das Meer 25. Dezember 2013
Von MH TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Der 1979 in São Paulo geborene Autor und Übersetzer Daniel Galera ist ein ungemein fesselnder, bildgewaltiger Erzähler. In Brasilien sind seine literarischen Werke vielfach ausgezeichnet, verfilmt und für das Theater adaptiert worden. Galera hat unter anderem Zadie Smith, Jonathan Safran Foer, David Foster Wallace und Hunter S. Thompson ins Portugiesische übersetzt. Mit „Flut“ erscheint im Suhrkamp-Verlag erstmals eines seiner Bücher auf Deutsch in der Übersetzung von Nicolai Schweder-Schreiner.

Setting des ungemein kraftvollen, bildreichen Romans ist Garopaba , ein kleines Fischerdorf an der Südküste Brasiliens. Daniel Galera, der heute im südbrasilianischen Porto Alegre lebt, begleitet den Selbstfindungsprozess eines jungen Mannes im Spannungsfeld von Willensfreiheit und Determinismus und stößt dabei existentielle Fragen an.

*

Drei Generationen
___________________

Der 33-jährige Erzähler bleibt namenlos, und er hat ein Problem: Er kann sich keine Gesichter merken, auch sein eigenes nicht. Grund dafür ist eine Prosopagnosie, eine Teilleistungsschwäche des Gehirns, ausgelöst durch Sauerstoffmangel während der Geburt. Zum Wiedererkennen von Menschen ist er auf andere Sinneseindrücke angewiesen oder auf ausgeprägte Einzelheiten wie Narben oder Tätowierungen. Als er seinen Vater Hélio besucht, betrachtet er dessen Gesichtszüge sehr genau, fährt markante Punkte mit den Augen ab, so als suche er unablässig nach Verankerungsmöglichkeiten eines Bildes in seinen Gedanken.

„Er sieht eine knollige Nase, glänzend und porös wie eine Mandarinenschale.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Normalerweise interessieren... 5. Dezember 2013
Format:Gebundene Ausgabe
...mich Romane, in denen sich die Hauptfigur auf einen Selbstfindungstrip begibt, überhaupt nicht. Das ist mir oft zu langatmig, selbstmitleidig, angestrengt. Doch Galeras Flut hat mich gepackt. Der Anfang 30-jährige Protagonist - Typ Sportler, kein Intellektueller - zieht nach dem Selbstmord seines Vaters in den touristischen Küstenort Garopaba. Kurz vor seinem Selbstmord erzählt ihm der Vater, dass Ende der 60er Jahre sein Großvater ebenfalls in Garopaba lebte und dort unter mysteriösen Umständen umgebracht wurde. Galera beschreibt das Leben des Protagonisten im Küstenort von ca. Ende Februar 2008 bis Oktober 2008. Ein Leben zwischen Sport, ein bißchen Arbeiten im Fitnessstudio, neuen Menschen treffen, Sex sowie auf der Spurensuche nach dem Großvater. Aufgrund einer Erkrankung kann sich der Protagonist keine Gesichter merken. Dies macht es für ihn und seinem Umfeld natürlich nicht leicht, im Alltag zurecht zukommen.

Der Roman entwickelt einen tollen Sog zwischen dem Alltag des Schwimmers und absurden Szenen (Zirkus, Walbeobachtung, Bordell). Dabei schreibt Galera teilweise sehr detailliert, aber nie langatmig. Pluspunkt!

Der Autor zeigt den Schwimmer zwischen Alltag und Suche nach dem Leben des Großvaters. So werden nebenbei Fragen nach Familie/ Freunde, Arbeit, Spiritualität/ Religion, Leben in der Stadt vs. Leben auf dem Land (interessant ist, dass die Sommerzeit in diesem brasilianischen Küstenort von November bis Februar im Roman ausgespart wird) behandelt. Auch wenn viele Dinge zufällig passieren, wirkt dies nie kitschig oder konstruiert. Weiterer Pluspunkt!
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Süffiges und gleichzeitig intelligentes, tiefgründiges...
Sprachlich sehr zugänglich und deshalb leicht zu lesend. Dabei aber sehr klug und tiefgründig. Packend durch gekonnt erzählte Geschichte. Großartig!
Vor 4 Monaten von mr_zylinder veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen sehr spannender Roman
Die Geschichte durch die Augen eines Erzählers zu erleben, der sich keine Gesichter merken kann, ist einfach faszinierend. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Sarah Scheller veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Leseempfehlung!
Der Klappentext:
Sein Vater erschießt sich vor seinen Augen, und was ihm bleibt, sind der alte Schäferhund und eine vage Sehnsucht nach Läuterung. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von unclethom veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ich verdächtige Galera, dass er seine Protagonisten benutzt, um...
Manchmal haben es die Männer innerhalb einer Familie nicht leicht miteinander. Da ist der Großvater von dem nicht so genau bekannt ist ob er erstochen wurde oder einfach... Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Christian Döring veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Sinnsuche und Familiengeschichte
Gute Mischung aus persönlicher Sinnsuche, Familiengeschichte und Aufklärung eines lange zurückliegenden Mordes. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Britta Ullrich veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Interessanter Erzählstil
Daniel Galera erzählt im Stil von Ernest Hemmingway und er verwendet in einigen Fußnoten, die er ziemlich lang und ausführlich ausarbeitet, Parallelgeschichten, die... Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Klaus Grunenberg veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Mythos vom Gaúcho
„Ich weiß nur, dass wir uns nicht frei ent­schei­den kön­nen, aber trotz­dem so leben müs­sen als könn­ten wir es.“ S. Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Atalante veröffentlicht
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