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Flut: Roman Gebundene Ausgabe – 18. August 2013


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 425 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 2 (18. August 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518424092
  • ISBN-13: 978-3518424094
  • Originaltitel: Barba ensopada de sangue
  • Größe und/oder Gewicht: 13,2 x 3,6 x 20,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 227.779 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»... wie von einer geheimen Kraftquelle gespeist.«
Volker Weidermann, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung 07.07.2013



»Galera zieht seine Leser in die Tiefen der menschlichen Seele, taucht ab in morastige Familiengeheimnisse. Sein Stil aber bleibt wasserklar und hellsichtig – ein Jonathan Franzen Brasiliens.«
Britta Heidemann, Westdeutsche Allgemeine Zeitung 26.09.2013



»Man kann kaum glauben, dass ein so junger Autor sein Handwerk so meisterhaft beherrscht. Galera wird von der Kritik mit den ganz großen der Literatur verglichen wird. Mit Ernest Hemingway zum Beispiel oder mit Cormac McCarthy. Und man muss sagen: Zu Recht.«
Gerhard Pretting, ORF 06.10.2013



»... vorzüglich geschrieben.«
Andreas Fanizadeh, taz. die tageszeitung 09.10.2013



»Der erst 34-jährige brasilianische Autor Daniel Galera hat einen packenden Roman über das Thema Entfremdung geschrieben.«
DER SPIEGEL 07.10.2013



»Eine magische Geschichte von weitläufigster Lakonie.«
Christian Thomas, Frankfurter Rundschau 12.10.2013



»In Flut entdeckt ein Dreiunddreißigjähriger das Geheimnis des Erzählens für sich. Daniel Galera behandelt es in seinem Roman auf eine Weise, die noch einiges von diesem jungen Talent erwarten lässt.«
Eberhard Geisler, Frankfurter Allgemeine Zeitung 15.10.2013



»Der spannendste Roman, den der Brasilienschwerpunkt der Buchmesse zu den deutschen Lesern gebracht hat.«
Jens Jessen, DIE ZEIT 05.12.2013



»Ein Roman, der große Emotionen auslöst und zugleich profunde Fragen aufwirft.«
Denis Scheck



»Eine betörende Story über männliche Wut und Weltverlorenheit.«
SPIEGEL ONLINE

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Daniel Galera, geboren 1979 in São Paulo, lebt heute in Porto Alegre. Er hat Erzählungen, eine Graphic Novel und drei Romane geschrieben. Sein Werk ist vielfach ausgezeichnet, verfilmt und für das Theater adaptiert worden. Galera hat u. a. Zadie Smith, Jonathan Safran Foer, David Foster Wallace und Hunter S. Thompson übersetzt. Flut ist sein erstes Buch in deutscher Sprache.
 


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Mabuses Sohn am 5. Dezember 2013
Format: Gebundene Ausgabe
...mich Romane, in denen sich die Hauptfigur auf einen Selbstfindungstrip begibt, überhaupt nicht. Das ist mir oft zu langatmig, selbstmitleidig, angestrengt. Doch Galeras Flut hat mich gepackt. Der Anfang 30-jährige Protagonist - Typ Sportler, kein Intellektueller - zieht nach dem Selbstmord seines Vaters in den touristischen Küstenort Garopaba. Kurz vor seinem Selbstmord erzählt ihm der Vater, dass Ende der 60er Jahre sein Großvater ebenfalls in Garopaba lebte und dort unter mysteriösen Umständen umgebracht wurde. Galera beschreibt das Leben des Protagonisten im Küstenort von ca. Ende Februar 2008 bis Oktober 2008. Ein Leben zwischen Sport, ein bißchen Arbeiten im Fitnessstudio, neuen Menschen treffen, Sex sowie auf der Spurensuche nach dem Großvater. Aufgrund einer Erkrankung kann sich der Protagonist keine Gesichter merken. Dies macht es für ihn und seinem Umfeld natürlich nicht leicht, im Alltag zurecht zukommen.

Der Roman entwickelt einen tollen Sog zwischen dem Alltag des Schwimmers und absurden Szenen (Zirkus, Walbeobachtung, Bordell). Dabei schreibt Galera teilweise sehr detailliert, aber nie langatmig. Pluspunkt!

Der Autor zeigt den Schwimmer zwischen Alltag und Suche nach dem Leben des Großvaters. So werden nebenbei Fragen nach Familie/ Freunde, Arbeit, Spiritualität/ Religion, Leben in der Stadt vs. Leben auf dem Land (interessant ist, dass die Sommerzeit in diesem brasilianischen Küstenort von November bis Februar im Roman ausgespart wird) behandelt. Auch wenn viele Dinge zufällig passieren, wirkt dies nie kitschig oder konstruiert. Weiterer Pluspunkt!
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von M. Lehmann-Pape am 4. Oktober 2013
Format: Gebundene Ausgabe
Zwei Dinge sind es, die den Protagonisten dieses sprachlich ausgereiften Romans (der erste von Calera, der in deutscher Sprache erscheint), zunächst überhaupt nur in erkennbarer Weise innerlich berühren.

Da ist zum einen Beta, die alte Hündin seines Vaters (der einen angekündigten Selbstmord begangen hat und selbst bei diesem bleibt der Sohn, aus dessen Perspektive der gesamte Roman erzählt wird, seltsam distanziert innerlich kraftlos).
Für Beta gibt der Triathlet alles an Energie und Geld, was er aufzubringen vermag.

Und da ist zum anderen die Geschichte des eigenen Großvaters, der als „Gaucho“ in Garopaba (an der brasilianischen Atlantikküste gelegen) unter ungeklärten Umständen wohl zu Tode gekommen ist. Oder nur verschwunden?

Dieser Distanz des Protagonisten zu sich selbst und den Menschen gegenüber, korrespondiert wunderbar zutreffend im Buch mit der eigentümlichen Krankheit, die er trägt.
Er kann sich Gesichter nicht merken. Alles verschwimmt, irgendwie, zumindest anfänglich.

Im Roman selbst ist dies das passende Symbol für die Distanz, die „der Trainer“ sich selbst und der Welt gegenüber in sich trägt. Eine Distanz, die nur langsam abschmilzt. Je besser er seine neuen Mitmenschen kennenlernst, desto mehr er an anderen Eigenschaften als die des Gesichtes diese zuordnen kann, desto mehr taut er auf, schließt Kontakte. Ein Prozess, den Calera dem Leser hervorragend näher bringt.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Christian Döring HALL OF FAME REZENSENTTOP 50 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 8. Dezember 2013
Format: Gebundene Ausgabe
Manchmal haben es die Männer innerhalb einer Familie nicht leicht miteinander. Da ist der Großvater von dem nicht so genau bekannt ist ob er erstochen wurde oder einfach nur so spurlos verschwunden ist. Der Sohn steht wenige Tage später nach der Beerdigung am Grab seines Vaters und sieht das Gras gut wachsen. Er zweifelt daran, dass tief in der Erde sein Vater ruht.

Nun stehen sich eben dieser Sohn und bereits dessen Sohn gegenüber. Auch wenn Galera ihr Verhältnis distanziert schildert, meine ich doch eine tiefe Liebe der beiden zueinander zu spüren oder bilde ich es mir nur ein? Der Autor lässt dem Leser Freiheiten und dies finde ich gut. Einen moralischen Zeigefinger habe ich in diesem Roman nicht gefunden.

Der Vater kündigt an aus dem Leben gehen zu wollen. Auch wenn sein eigener Sohn ihm den Revolver reicht, versucht er ihm doch mehr als ein Mal Brücken zurück ins Leben zu bauen. Brutal und geschickt zugleich ist es von Daniel Galera diesem Sohn, für mich der Held dieser wunderbaren Story, keinen Namen zu geben. Ist dies der Wink mit dem Zaunpfahl, dass dieser Sohn symbolisch steht?

Der namenlose Sohn hat Schwierigkeiten Gesichter zu erkennen. Ebenso hat er Schwierigkeiten sich selbst zu finden, dabei sollte doch mit Anfang 30 diese Lebensphase abgeschlossen sein, oder liegt es doch am Schicksal der Männer dieser Familie?

Beim Lesen dieses Männerromans stimmt einfach alles. Die Sprache Galeras ist beeindruckend vielschichtig, ohne dabei zu schwer für mich als Leser zu werden. Des Autors gewählte Handlungsorte passen zum Thema wie die Faust aufs Auge, sie sind kalt, tief und stürmisch, haben gelegentlich aber auch etwas archaisches.
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