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Fluss der Wunder [Gebundene Ausgabe]

Ann Patchett , Werner Löcher-Lawrence
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
  • Verlag: Bloomsbury Berlin; Auflage: 1.Auflage (4. Februar 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 382701056X
  • ISBN-13: 978-3827010568
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 14,4 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 4.709 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Ann Patchetts Fluss der Wunder ist ein fesselnder Abenteuerroman, der die eigenen Überzeugungen ins Wanken bringt (Freundin, Februar 2012)

Fluss der Wunder ist eine souverän erzählte, moderne Abenteuergeschichte von der hierzulande sträflich unterschätzten Amerikanerin Annn Patchett. Idealer Stoff für Winterabende. (Stern)

Eine Abenteuerreise in den Dschungel, auch den der menschlichen Seele. Für alle, die sich bei grau-kaltem Wetter mit einem Schmöker auf die Couch kuscheln möchten. (Cosmopolitan, Feburar 2012)

Kurzbeschreibung

Als der Biologe Anders Eckman auf der Suche nach Dr. Swenson im brasilianischen Regenwald verschwindet, soll Swensons ehemalige Studentin Marina Singh dem Fall nachgehen und die eigenwillige Forscherin aufspüren, die sich seit Jahren weigert, Berichte an ihr Institut zu liefern. Marina folgt Eckmans Spuren und wagt sich auf eine gefährliche Reise ins dunkle Herz des Amazonas, um zu klären, was es mit Swensons geheimnisvollen Studien über die Fruchtbarkeit der Ureinwohner auf sich hat. Doch je näher sie ihrem Ziel auf dem Rio Negro entgegenreist, desto klarer wird ihr, dass sie sich nicht nur den Gefahren des Urwalds, sondern auch ihren eigenen Ängsten stellen muss ... Fluss der Wunder ist ein intelligenter Abenteuerroman mit einer faszinierenden Heldin, ein packendes Stück Literatur über Wissenschaft und Moral, den Schrecken der Natur und das Grauen im Herzen eines jeden, der Grenzen überschreitet, an denen kein Mensch jemals rühren sollte.

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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Regina Berger TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Die Wissenschaftlerin Dr. Marina Singh arbeitet zusammen mit dem Biologen Anders Eckmann im Labor eines Pharmazieunternehmens außerhalb von Minneapolis. Forschungsgelder der Pharmafirma gehen an die exzentrische Forscherin Dr. Annick Swenson, die im brasilianischen Dschungel an einer geheimnisvollen Fruchtbarkeitsstudie arbeitet. Anders Eckmann wird vom Vorstandsvorsitzenden Mr. Fox in den Amazonas geschickt, um sich vor Ort über den Fortschritt des Forschungsprojekts zu überzeugen. Von dieser Reise kommt er nicht zurück. Ein Brief kündigt an, dass er am anderen Ende der Welt einem namenlosen Fieber erlegen ist. In einem gewagten Unterfangen macht sich Dr. Marina Singh auf den Weg in den Regenwald, um herauszufinden, was mit ihrem befreundeten Kollegen passiert ist. Dort trifft sie auf die eigenwillige, experimentierfreudige Pharmakologin Dr. Swenson, die Ureinwohner Lakaschi mit ihren fremdartigen Riten und den tauben Jungen Easter, der ihr Herz berührt. Bedeutungsvoll ist ein exotisches Biotop mit mysteriösen Extrakten aus der Rinde außergewöhnlich verwurzelter Bäumen und halogener Pilze. Letztlich führt ihre Reise in die Tropen fernab jedweder Zivilisation dazu, das eigene Leben und die medizinische Ethik in Frage zu stellen.

>Fluss der Wunder< ist in feuchtheißes Klima und alles überwucherndes Dschungelgrün eingebettet. Durch satte Naturbeschreibungen findet man sich auf den verschlungenen Flussläufen des Rio Negro wieder und fühlt dabei die schwüle Hitze am eigenen Leibe. Die Handlung basiert auf Fiktion, was zugleich den Charme dieses kühnen Romans ausmacht. Neben dem zentralen Thema Schwangerschaften bis ins hohe Alter zu ermöglichen, verleihen Einblicke in die menschliche Seele den nötigen Realitätsbezug. Die Grenzen der modernen Medizin werden in Frage gestellt, dabei hält die Geschichte durchgehend bei Laune und schließt mit einem unerwarteten Ende.

Ann Patechett entführt in eine phantastische Welt und löst durch schillernde Bilder ein wunderbares Kopfkino aus. Ich habe die Abenteuerreise in den Dschungel gerne angetreten, und empfehle >Fluss der Wunder< für schöne Schmökerstunden auf einer mentalen Reise durch den brasilianischen Urwald.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
'Marina hatte das Gefühl, dass ihr Kopf zerschmolz und die Sonne in ihr Hirn vordrang und die Windungen lockerte'.

Ein Gefühl, das nicht nur die weibliche Hauptperson Marina Singh des neuen Romans von Anne Patchett in der glühenden, schwülen Hitze Brasiliens in sich trägt, sondern das ein stückweit auch die Atmosphäre, den Grundton des Romans beschreibt. Wie taumelnd erlebt der Leser zu Zeiten die Reise Marinas nach Brasilien zu dem Zweck, ihre ehemalige Dozentin und Professorin der Medizin, Dr. Swensons mitten im Urwald ausfindig zu machen.

Vordergründig, um den Tod Anders Ekmans, eines der Mitarbeiter des Pharmaunternehmens (ein enger Bekannter Marinas) näher zu beleuchten, der vor Marina auf den Weg nach Brasilien geschickt wurde. Der scheinbar Dr. Swensons fand (die sich ansonsten jeder Kommunikation mit der Firma Vogel, dem Finanzier der Forschungen) verweigert. Ein großes Problem, denn seit langem schon hat Mr. Fox (Vorstandsvorsitzender und heimlicher Geliebter Marinas) die Zulassung eines neuen Medikaments angekündigt, welche besagte Dr. Swensons mitten im Urwald erforscht. Hoffentlich erforscht, denn genaues weiß niemand über die Vorgänge in der Forschungsstation.

Noch nicht einmal als geklärt wird sich herausstellen, ob Anders Ekman wirklich gestorben ist, denn eine Leiche findet Marina nicht, als es ihr nach langen Wegen, viel Geduld und Beharrungsvermögen gelingt, überhaupt die Forscher im Urwald ausfindig zu machen.

'Fruchtbarkeit bis ins hohe Alter', das ist das äußere, medizinische Thema, um das der Roman kreist und das durchaus, allerdings erst nach fast der Hälfte des Buches, ein wenig konkreter in den Blickpunkt der Ereignisse tritt. Der eigentliche rote Faden des Buches allerdings ist die, zwischen Traum und Wirklichkeit, Taumeln und nüchterner Überlegung angesiedelte Auseinandersetzung der Hauptfigur Marina Singh mit sich, mit ihrer eigenen Geschichte, mit ihren aktuellen Verhältnissen und Wünschen. Was ist diese Beziehung zum 61jährigen Mr. Fox für sie wesentlich jüngere Frau? Was sind diese immer wiederkehrenden Alpträume über ihren Vater und andere Schrecklichkeiten? Wenn nur das erbarmungslose Klima ihr nicht immer den Verstand fast wegbrennen würde. Als Marina ein verstecktes Dorf findet, Zentrum der Forschungen im Urwald, kulminieren die Zutaten von Klima, Mystik und eigenen Emotionen zusehends.

Trotz bildkräftiger Sprache und beständiger Reflektion vor allem der Emotionen Marinas, trotz vielfacher Beschreibungen, ein Eindruck der Vagheit verbleibt doch während und nach der Lektüre des Buches. So, als wäre der rote Faden, die einzelnen Personen (bis auf wenige Aufnahmen), genauso wenig wirklich zu fassen und genauso unscharf, wie es Marina selber vielfach im Buch innerlich wie äußerlich bedrängt ergeht, trotz aller Vielfalt der Beschreibungen. Lange auch dauert es, bis die eigentliche Geschichte um die Forschungsstation im Urwald Fahrt aufnimmt (und doch immer wieder auch schnell wieder zu zerfasern droht). Länger, als nötig gewesen wäre, denn allzu viel an Ereignissen erzählt Patchett nicht unbedingt, sondern nutzt die Seiten des Buches von allem, um ihre Protagonisten aus allen Winkeln her zu beleuchten. Fern aller exotischen Romantik. Äußerst real ist das Klima, das Umfeld, die Menschen, die Lebensverhältnisse in Brasilien und es gelingt Patchett gut, die Belastungen und Folgen derselben allein schon durch das Klima fassbar in den Raum zu stellen.
So hat das Buch, neben dem interessanten pharmazeutischem Thema, neben der Darstellung moderner pharmazeutischer Forschung und neben der umfassend und bildreich dargestellten inneren Entwicklung der weiblichen Hauptperson auch Längen und Umständlichkeiten aufzuweisen, die es manches Mal genauso zu überstehen gilt, wie Marina die stechende Sonne und die schmelzende Hitze zu überstehen hat.

Ein interessantes Thema, eine bildkräftige Sprache und ein höchst exotischer, sehr real dargestellter Ort der Handlung mitsamt gelebter und inne liegender Mystik sind die anregenden Elemente des Buches. Längen, umständliche Wege der Figuren im Buch und, bei aller anregender Sprache, ein Gefühl leichter Unschärfen stört hier und da die Lesefreude aber durchaus.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Na ja... 4. März 2012
Von Rainer Ascherson VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Dr Marina Singh reist ins Amazonasbecken, die letzte Habe ihres toten, verschollenen Arbeitskollegen, Dr Anders Eckmann, zu bergen und seiner Frau in die USA zu bringen.
Gleichzeitig soll sie im Namen ihres Chefs, dem 61-jährigen Mr. Fox (zufällig auch ihr Geliebter), nach Dr Annika Swenson schauen.
Diese ist seit Jahren im brasilianischen Urwald (mit diversen anderen Wissenschaftlern) unter anderem damit beschäftigt, die Substanz zu isolieren, die dem Stamm der "Lakaschi" Fruchtbarkeit bis ins hohe Alter ermöglicht. Seit 26 Monaten hat Fox nichts mehr von ihr gehört, die monatlichen Geldzuweisungen wurden allerdings abgehoben.

Die Charaktere der Protagonisten sind holzschnittartig, um genauer zu sein: sie sind wie mit der Kettensäge geschnitten.
Beim Lesen fühlte ich mich wie als würde die Autorin entlang einer (unsichtbaren) checkliste alle relevanten '"Frauen"'-themen abarbeiten:
Marinas unverarbeitete Beziehung zu ihrem Vater,
ausführliche Diskussion über die Art und Sinn der Partnerschaft zu ihrem (älteren) Lebensabschnittpartner,
Kinderwunsch einer über 40-jährigen und als
running gag, die "Lakaschi"-Frauen, die ständig an den langen Haaren der westlichen Besucher herumwerkeln, weil sie eigentlich alle Friseurinnen werden wollen (Einschub der Protagonistin der Autorin).
Habe ich schon erwähnt, dass eine der Wunderpflanzen die Farbe hellblau ("Avatar" läßt grüßen) besitzt?
Unwichtig eigentlich zu erwähnen, dass die lateinischen Namen der Arten binär sind, also aus zwei Wörtern bestehen (und nicht wie im Roman aus drei).
Möglicherweise wird für Leserinnen die Perzeption des Romans aber eine andere sein, als wie für mich als Leser.

Gibt's etwas Positives zu berichten?
Ja, Ann Patchett hat einen luftig, lockeren Stil, sodass ich das Buch an einem Wochenende durchgelesen habe.
Weil ich mich für Pflanzen interessiere, fand ich die Erwähnung des 'Farnkrautphänomens' interessant. Ich wusste nicht, dass es so etwas gibt, aber: bei lichtmikroskopischer Betrachtung des Zervixschleims zeigt dieser kurz vor der Ovulation ein Farnkraut ähnliches Kristallisationsmuster.

Das Ganze Buch hat auf mich wie das Essen einer Tütensuppe gewirkt: zwar schmecken die einzelnen Zutaten nach Gemüsesuppe, aber irgendwie wirkt es zu konstruiert und die Inhaltsleere wirkt im Nachgang nach wie Glutamatgeschmacksverstärker.
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