FLUKE
Fluke ist einer der wenigen großen Namen, was führende Hersteller von Meßgeräten für die Elektrotechnik betrifft.
Wie in vielen Bereichen üblich, so gibt es auch hier in manchen Bereichen das Anbieten bestimmter Produkte unter verschiedenen Marken.
Und bis auf wenige Details dürfte das Gerät schon rein optisch dem Beha 6742 Unitest 2000 beta gleichkommen.
Beha 6742 Unitest 2000 beta (Spannungs/Durchgangsprfer mit Drehfeld)ZUM LEISTUNGSSPEKTRUM
Eigentlich ist der Fluke T140-VDE "nur" ein Spannungsprüfer wie die rein elektrischen Modelle der vorangegangenen Jahrzehnte, so sind doch einige interessante Neuerungen enthalten:
- Erkennung von Gleich- oder Wechselspannung.
- Drehfeld-Bestimmung.
- Auslösetest für 30mA-RCD.
- Zuschaltbare LED-Beleuchtung.
- Mit IP 65 hat dieses Messgerät eine hohe Schutzart, das gestattet einen recht unbekümmerten Einsatz in widriger Umgebung.
- Einerseits lassen sich dank LED-Balkenanzeige die ungefähren Werte hoher Spannungen schnell zuordnen.
- Andererseits wiederum werden "kleine" Spannungen dank LCD ausreichend präzise angezeigt.
- Das ganze komplettiert noch eine integrierte Durchgangs- und Widerstandsprüfung.
- Deswegen setze ich diese Art der Spannungsprüfer auch im Kfz-Bereich ein.
- Darüber hinaus wiegt als Vorteil die bessere Handlichkeit gegenüber dem Multimeter: Mit zwei Händen bereits alles gut im Griff zu haben, während herkömmliche Multimeter nicht so leicht am Mann getragen werden können und z.B. am Bau im professionellen Einsatz (schnell auf Leitern oder Gerüste empor steigen, Messen, runter, weiter...) oft unpraktisch sind. Das gilt auch für Elektrik im Bereich von Fahrzeugen. Wohlbemerkt werden Multimeter nicht ersetzt, aber der 2-polige Spannungsprüfer übernimmt einige Aufgaben dieser.
EIN PAAR WEITERE ERFAHRUNGEN
Gegenüber BEHA hat Fluke bei der farblichen Gestaltung des Messgerätes den offensichtlichen Vorteil mit eingebraucht, dass die Messspitzen einmal in roter und schwarzer Farbe ausgeführt sind - zusätzliche zu einer Einprägung von Plus- und Minus-Symbolen. Das erleichtert im Gleichspannungsbereich ungemein die Orientierung, auch für Personal, welches nicht tagtäglich diese Art von Messgeräten verwendet.
Die angepriesene Abdeckung der Messspitzen ist unverlierbar. Leider aber auch nicht besonders gut haltbar, wenn der zweipolige Spannungsprüfer einmal sicher transportiert werden soll. Eine gelungene Umhausung der Prüfspitzen sähe anders aus. Aber, das ist im Praktischen kein allzu großes Problem. Deswegen, weil erfahrende Leute damit umzugehen wissen, weil frühere Messgeräte dieser Art auch schon spitz waren und dadurch selbige Risiken bargen. Ein probater Tipp als Transportsicherung (z.B. für den Reisekoffer) hierzu ist: Einfach sich der Litzenisolierung von flexibler Leitung bedienen (z.B. H 07 V-K 2,5 mm²), und diese als 3 cm lange Stückchen aufschieben. Das sieht vielleicht unprofessionell aus, ist aber billig, beliebig erneuerbar - und funktioniert!
Anfängliche Bedenken hinsichtlich kurzer Batterielebensdauer können entkräftet werden. Ein Batteriewechsel ist, bei normalem Einsatz und sachgerechter Lagerung, nur selten notwendig.
Piepser, LCD und die verwendeten Leuchtdioden brauchen nicht viel Strom. Und dank der Auto-Off-Funktion wird das Gerät bei Nichtgebrauch selbstständig abgeschalten, nach einigen Sekunden.
Anders bei so mancher Mess-Spitze von Multimetern: Die Formgebung der Prüfspitzen "erschlägt" nahezu alle Eventualitäten: Egal, ob CEE-Steckdosen, Federzugklemmen, was auch immer; Es kann nahezu überall gemessen werden. Die Länge der Leitung von 120 cm bewährt sich: Ausreichend lang, und dennoch nicht unhandlich. Die Prüfspitzen selbst messen jeweils ca. 25 cm.
Ein in der Produktbeschreibung genannter Vorteil wird anhand obiger Bilder zu verdeutlichen versucht. Nämlich, die Prüfspitzen zum Spannungsmessen von Schutzkontakt-Steckdosen nicht trennen zu müssen: Wahr, und doch relativ. Denn, wenn schon gemessen wird, so prüft der Fachmann oft auch den Potentialunterschied beider Kontakte hin zum Schutzleiter (die allermeisten Steckdosen sind in dieser Art ausgeführt!) - und spätestens da muss dann die Prüfspitze von der Spitze mit der Anzeige getrennt werden. Daneben ist es ohnehin so, dass beide Spitzen nur zusammengeschoben sind. Ohne weitere Arretierung. Woraus sich eine allenfalls begrenzte Haltbarkeit dessen ergibt. Aber solches hat auf die Alltagstauglichkeit eines Spannungsprüfers für mich keinen Einfluss, das sind Details am Rande.
FAZIT
Insgesamt bin ich mit dem Gerät zufrieden, und würde es wieder kaufen. Denn: Zum momentanen Zeitpunkt gibt es für mich in dieser Kategorie der zweipoligen Spannungsprüfer kein besseres Konkurrenzprodukt.