Mau und Scurell wollen in ihrem Text/Bildband "die Geschichte, wie Schiffe zu Flugzeugschiffen wurden" rekonstruieren. Im Detail geht es zunächst in einem "Einführungsteil" (S. 8-152) um die "Historie der Flugzeugträger und Trägerflugzeuge", dem dann ein "Typenteil" (S. 169-273) mit einer "Auswahl bekannter Flugzeugträger und Trägerflugzeuge aus acht Jahrzehnten" folgt (vgl. Vorwort). Die technischen Daten der Schiffe und Trägerflugzeuge finden sich abschließend in einem "Anhang" (S. 274-283). Die von den Verfassern zusammengetragenen Aufnahmen sind beeindruckend. Auch die Schilderung der Entwicklungsgeschichte der Schiffsgattung Flugzeugträger und der auf ihnen stationierten Flugzeuge kann zumindest als informativ bezeichnet werden. Freilich hätte man sich noch mehr Berichte über das Schicksal der jeweiligen Seefahrzeuge gewünscht. Zudem bleiben die Akteure - wie oft bei solchen Bänden - sehr blaß. Nicht einmal in Anmerkungen - sie fehlen völlig - findet man biographische Details zu Schrittmachern der Flugzeugträgerentwicklung. Besonders irritierend ist jedoch die Gliederung des Bandes. Warum der sogenannte "Einführungsteil" - immerhin gut 140 Seiten stark - nicht mit dem "Typenteil" zu einem Textteil verwoben wurde, erscheint nicht recht nachvollziehbar. Auch die technischen Daten hätten sich an den entsprechenden Bild- bzw. Textstellen problemlos einfügen lassen. So muß man jeweils mühsam im Anhang nachschlagen. Insgesamt wirkt der Band damit wie aus zwei verschiedenen Publikationen zusammengestellt, worauf auch das unterschiedliche Schriftbild von Einführungs- und Typenteil hindeutet. Darüber hinaus gibt es einige Fehler im Text zu bemängeln. Die Steigerungsform "einzigster" (S. 28) gibt es nicht. James A. Doolittle war zum Zeitpunkt der Bomberattacke auf Tokio von Bord der USS Hornet aus Oberstleutnant und nicht General (vgl. S. 95). Auch in den Datenteil haben sich Fehler eingeschlichen. Weder die angegeben 108 Mann Besatzung beim italienischen Flugzeugträger "Aquila", noch die Länge von 295,60 Meter beim japanischen Träger "Ryuho" (vgl. S. 276f.) entsprechen den Tatsachen. Der Band von Mau/Scurell gehört somit in die Kategorie von Büchern, bei der man letztlich den Eindruck gewinnt, daß gute inhaltliche Ansätze vor allem durch formale Mängel nicht richtig zum Tragen kommen.