Dieses Buch beschreibt auf Basis wissenschaftlicher Untersuchungen -es ist Band 11 aus der Reihe Militärhistorische Untersuchungen- von 1931 mit dem Start der 8. Großen Deutschen Funkausstellung an den Beginn des deutschen Fernseh-Rundfunks, den Start des ersten Programmfernsehens der Welt mit der Olympiade 1936 in Berlin. Es wird die Entstehung der Fernsehtechnik mit der damit in Deutschland verbundenen Weiterentwicklung, aber auch als Instrumentarium innerhalb von Gleitbomben (wie der Hs 293 D und der Fallbome "Fritz X") beschrieben, durch Bilder und Beschreibungen der Funk-Fernlenkanlagen (wie die in Kehl/Straßburg) gut verständlich herausgestellt - und das alles wird mit teils geheimen Dokumenten, mit Fotos, Skizzen und Schaltbildern zu den beschriebenen Geräten begleitet.
Die Entwicklung zielgenauer Steuerungen ferngelenkter Waffen, in Deutschland wie in den USA, wurde in aufwändiger Recherche in Archiven sowohl deutscher als auch US-Amerikanischen Archiven im Vergleich dargestellt und bis in die Nachkriegszeit akribisch verfolgt.
Die beiden Verfasser dieses Buches; Günter Wiechmann und Botho Stüwe, stellen in diesem Buch die besondere Rolle der Reichspostforschungsanstalt heraus, sie untersuchten den Verbleib (nach dem Krieg) von Personal und dem riesigen Patente-Pool, den die deutschen Ingenieure im Verlauf der Technikentwicklung aufbauten.
Auch der Neuaufbau des öffentlichen Deutschen Fernsehens in Hamburg seit 1948 basiert auf den Erfahrungen mit der Technik in Gleitbomben,- und jenem Personal, welches den Krieg in Deutschland überlebt hatte.
Im Buch finden sich seltene Bilder, Fotos z.B. der Fernseh-Kamera FB 3, der Ferseh-Kamera "Tonne" u.v.m., z.Teil in Farbe, mit Schaltbild(ern), Detailaufnahmen, Fotos einzelner Komponenten und der Röhren wie dem Ikonoskop IS 9 der Fernseh GmbH, aber auch komplette Beschreibungen der entwickelten Sender und Empfänger, mit Schaltbildern, Skizzen und (Farb-) Fotos -auch der darin verbauten Röhren- dargestellt. Es werden Röhren wie die TU 50, mit Detailansichten, ebenso gezeigt wie die LG1, der LV1 und viele, viele andere.
Ich muss wirklich sagen: mit diesem Buch kommt jeder auf seine (bevorzugte) Kost; ein grosses Lob den Verfassern!