Die Flug Revue präsentiert sich dem Leser mit einer recht wahllos erscheinenden Ansammlung von Beiträgen zu den Themen Zivilluftfahrt, Militärluftfahrt und Weltraumforschung, wobei das hinter der Zeitschrift stehende Konzept nicht zu erkennen ist. Aktualität sollte der Leser von der Flug Revue nicht unbedingt erwarten. Werden Themen aufgegriffen, konnte der Leser diese zuvor meist schon in anderen Medien erfahren. Wirkliche Hintergrundberichte - genau die könnten statt dessen ja die Stärke einer Monatspublikation sein - fehlen aber auch. Bei vielen der Beiträge bliebt der Eindruck, das die gängigen Pressemitteilungen aus Industrie und Airlines nur etwas aufbereitet weitergegeben werden. Wirkliche Hintergründe und Einblicke erschließen sich dem Leser nicht. Themen, die in der Industrie wirklich aktuell waren oder sind, Stichworte: "Blue Water" bei der Boeing 737, Tail Strikes bei der MD 11 oder die zahllosen Zwischenfälle mit geplatzen Reifen bei der Concorde vor dem Concorde-Absturz sucht der Leser der Flug Revue vergebens. Statt dessen kann der die übliche Berichte vom Neustart der Concorde (toll, prima) und ähnliches lesen. Von einem Fachmagazin sollte mehr Tiefgang und vor allem mehr Eigenrecherche-Kompetenz der Redaktion erwarten. Nur an Pressereisen teilnehmen und schreiben, was dort erzählt wird, reicht nicht. Wenn dann zu guter Letzt auch noch ständig bei den Typenbezeichnungen der Flugzeuge von Airbus der Genus wechselt, mal Maskulinum, dann wieder Femininum ("der" Airbus, "die" Airbus), und das teilweise auch noch in einem Artikel springend, schwindet beim fachlich versierten Leser völlig das Vertrauen in die fachliche Kompetenz der Redaktion.