Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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41 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Cineastisches Lehrstück für puristische Dramaturgie, 24. Juni 2007
Man nehme eine Handvoll erstklassiger Darsteller unterschiedlichster Charaktere, eine karge Kulisse, wenig Requisiten und setze all dies in eine auswegslose, todbringende Situation. Eigentlich bräuchte die Regieanweisung dann nur noch "Action!" heißen.
Tatsächlich basiert das Schauspieldrama auf nicht mehr - und eine Menge guter Theaterstücke sind aus solcher reiner Improvisationsarbeit hervorgegangen.
Nun, der Flug des Phönix wurde immerhin nach einer Literaturvorlage gedreht, sogar streng unverfälscht - und dennoch ist es der Filmcrew als einen der wenigen Ausnahmefälle des Kinos gelungen, den Film besser als als das Buch zu realisieren. Was genau also macht dieses knapp 50-jährige Original so viel besser als das moderne Remake?
Zum einen wohl die knappen Budgets, die oft weniger als ein Hundertstel heutiger Filmproduktionen umfaßten und somit eine Konzentration auf das Wesentliche abverlangten - wobei das Wesentliche eben in den Darstellern und deren Talent lag, zum anderen aber auch in der Bereitwilligkeit des Publikums, aufmerksam einer Präsentation zu folgen.
Das Publikum selbst hat entschieden, sich durch bis zu 20 als "Blockbuster" zu Unrecht bezeichnete TV-Sendungen allabendlich zu zappen, mehr Augenmerk auf die Bilder als auf deren Inhalte richtend.
Vor 30 Jahren noch war der Begriff "Straßenfeger" wörtlich zu nehmen, wenn großartige Filme via TV in den Wohnzimmern flimmerten und sich andererseits kilometerlange Warteschlangen vor den Kinos bildeten.
Wenn nun einer der wahrhaften Filmklassiker endlich auf DVD erschienen ist und sich der Filmverleih dazu durchgerungen hat, auf Boni wie Kommentare des Regisseurs und der Darsteller zu verzichten (zumal ein Teil der Mitwirkenden mittlerweile verstorben ist), sogar die Tonspur unbearbeitet beläßt, dann ist dies der Beweis dafür, daß auch bei den Filmemachern selbst die Erkentnis zurückgekehrt ist, daß die Konzentration auf das Wesentliche immer noch der beste Weg ist.
Was anderes bringen all die Zusatzkommentare als das wiedergekäute Blabla, daß der gerade gezeigte Film der beste aller Zeiten sei? Was anderes bringt Dolby-Surround als die akustische 3-dimensionale Illusion, inmitten fiktiver zweidimensionaler Bilder zu sitzen? Sollen nun gar noch sämtliche Schwarz-Weiß-Filme nachkoloriert werden? - Wer Derartiges verlangt, will Nebenbeiunterhaltung, ist Technik-Freak, hat keinen Sinn für schauspielerische Leistung und Dramaturgie und ist mit dem Remake letztendlich besser bedient.
Wenn auch der Flug des Phönix in der Weite der Sahara spielt, vermittelt der Film ein atmosphärisch dichtes, spannungsgeladenes camerales Theater großartiger Mimen, denen es zudem noch gestattet ist, sich persönliche Freiheiten zu erlauben, diese Spannung mit individueller Ironie zu würzen. Sieben s-pitze S-teine an denen sich Hardy Krügers s-tur erregte Zunge s-tößt allein in zwei Sätzen: Herrlich! James Stewarts Anflüge eines selbstbewußt-verschmitzes Grinsens, gerade noch sichtbar, wenn die Kamera von ihm abschwenkt, Ernest Borgnines zur Schau getragene Zahnlücke, George Kennedys schlichtes permanentes begriffstutziges Im-Weg-Stehen, das bringt Kino wieder in die Nähe des Theaters, macht Darsteller eben zu einzigartigen, unverwechselbaren, nicht austauschbaren Weltstars, hier darf der noch beobachtenkönnende Zuschauer gefesselt mitfiebern.
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38 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
...eine geniale und spannende Charakterstudie, 3. Januar 2008
Außergewöhnliche Schauspieler, ein durchdachtes, spartanisches Drehbuch und die wunderbare Regie zaubern bei gleichbleibender Kulisse eine derartige Spannung, Dramatik und auch Witz in den Sand, dass dieser Film mit Recht zu den Klassikern und Meilensteinen der Filmgeschichte gehört.
Mit wenigen Mitteln, dafür mit fantastischen Großaufnahmen der Akteure mit ihren optimal gespielten Persönlichkeitsprofilen in ihren Dialogen wird bei einer ruhigen Szenerie diese Auseinandersetzung so verschiedener Charaktere untereinander sowie die individuelle Auseinandersetzung mit und in dieser Extremsituation nachvollziehbar und spannend erzählt, ohne dass man nur im geringsten DTS(5.1)-Sound oder Special Effects vermisst.
Der Transfer dieses Filmes aus dem Jahre 1965 auf DVD ist brillant und so macht dieser Klassiker bis zur Rückkehr in die Zivilisation immer wieder Freude und Spaß.
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27 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Als Kino noch unter die Haut ging..., 14. Februar 2006
Es ist schon erstaunlich, welch inhaltlich qualitativ hochwertige Filme Hollywood in den 60er und 70er Jahren produzieren konnte und dabei völlig auf schauspielerische Leistungen und Dramaturgie angewiesen war und sich nicht eines Special Effects Studios bedienen konnte. Aber diesen Film zu sehen kommt einem Erlebnis gleich und ist nicht nur bloße Unterhaltung.Den Film dürfte mittlerweile wohl jeder kennen, zumal er fast alle 2 Jahre im TV läuft. Und dieser Film hat es verdient. Trotz der recht langen Laufzeit von über 2 1/4 Stunden kommt keinen Moment Langeweile auf. Faszinierende Charaktere, die unterschiedlicher nicht sein könnten und einen Querschnitt durch so ziemlich alle zwischenmenschlichen Beziehungen darstellt. Besonders gut gefällt mir Hardy Krüger in der Rolle des Heinrich Dorfmann, der in diesem Film etwa so alt war, wie sein Sohn heute. Egal aus welchem Grund man diesen Film kauft - ob man den Klassiker nur besitzen möchte, die Sammlung vervollständigen will oder ob man von der Atmosphäre des Films eingefangen wurde - die DVD ist den Kauf allemal wert. Und sie ist es trotz 2.0-Sound und ohne Special Effects wert, gekauft zu werden. Beeindruckender Meilenstein des Hollywood-Kinos, an dem sich heutige Filmemacher ruhig etwas orientieren könnten. Ein Film, über den man auch noch im Anschluß gern diskutiert und nachdenkt.
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