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Flug der Pelikane: Roman
 
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Flug der Pelikane: Roman [Broschiert]

Benjamin Lebert
3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 187 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch; Auflage: 1., Auflage (23. September 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462042467
  • ISBN-13: 978-3462042467
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 98.826 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Benjamin Lebert
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Was tun, wenn einen die Frau verlässt? Irgendjemand hat es ihm mal gesagt: nicht trauern, sondern eine Liste mit Dingen machen, die man schon immer tun wollte. Solche Dinge wie durch Südamerika trampen oder ein Mountainbike kaufen. Als seine Freundin Eleanor ihn kurz nach seinem vierundzwanzigsten Geburtstag verlässt, stellt Anton genau solch eine Liste auf. „Onkel Jimmy, Pfannkuchen, New York“ steht darauf an neunter Stelle.

Jimmy hatte vor vielen Jahren mal was mit Antons Mutter. Die Freundschaft zu dem vitalen Mexikaner, der einen kleinen Imbiss in New York betreibt - Jimmy’s Grill & Luncheonette in der 22sten Straße -, ist nie ganz abgerissen. So reist Anton nach New York und findet Unterschlupf und Arbeit bei Jimmy, der in seinem Laden auf 30 Quadratmetern nicht nur 150 verschiedene Gerichte anbietet, sondern auch ein großes Herz für alle Gestrandeten der Großstadt hat.

Der junge Ich-Erzähler taucht mehr und mehr in den quirligen Alltag von Jimmys Geschäft ein und teilt zunehmend auch dessen große Leidenschaft: the great escape of 1962. Jimmy ist fasziniert, ja fast schon besessen von dem legendären Ausbruch dreier Gefangener aus dem Hochsicherheitsgefängnis Alcatraz. Er weiß alles über diesen Ausbruch, hat alle Zeitungsausschnitte gesammelt und kennt alle Details über die felsig raue Gefängnisinsel vor San Francisco, die einstmals ein Nistplatz für Pelikane war. So vermischen sich für Anton diese spektakuläre Flucht aus Alcatraz, die bunte New Yorker Gegenwart und die eigene Vergangenheit miteinander. Sie verbinden sich zu einer scheinbar absichtslosen Collage auf der traumverlorenen Suche nach einer neuen Chance, einem neuen Anfang.

„Heute ist alles verzettelt und fliegt in alle Richtungen weg. Man kann sich nirgendwo festhalten“, hat Benjamin Lebert einmal in einem Interview gesagt. Sein vierter Roman kommt an der Oberfläche leicht plaudernd daher, scheint aber auf den darunter liegenden Ebenen direkt diesem Lebensgefühl tiefer Entwurzelung entsprungen zu sein. Doch nicht nur für den verzweifelten Ich-Erzähler, sondern auch für den Leser gibt es schließlich etwas Hoffnung; denn neben aller haltlosen Melancholie spricht vor allem auch eine unbeirrbare Herzenswärme aus seiner Geschichte. -- Ulrike Künnecke, Literaturtest -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

kulturnews.de

Mit "Crazy" wurde er als 16-Jähriger zum Bestsellerautor, doch danach hatte Benjamin Lebert mächtig zu kämpfen: erst Schreibblockade, dann eher mittelmäßige Romane, und als Jungautor wird er vermutlich selbst in 20 Jahren noch gehandelt. Auch in seinem vierten Buch "Flug der Pelikane" geht es ums so genannte Erwachsenwerden: Nachdem er seine Beziehung mit Eleanor an die Wand gefahren hat, flüchtet der 24-jährige Anton von Hamburg nach New York. Er jobbt im Imbiss von Jimmy, eines Ex-Lovers seiner Mutter, und verfällt nach Dienstschluss mehr und mehr dessen Geschichten. Jimmy erzählt ihm von der legendären Gefängnisinsel Alcatraz und dem großen Ausbruch im Jahr 1962. Haben die drei Antihelden die Flucht wirklich überstanden und leben heute inkognito in New York? Doch Anton wird nicht nur von detektivischem Spürsinn angetrieben, denn die Geschichten aus dem Gefängnis veranschaulichen ihm seine eigene Lebenssituation. Leberts schmalen Roman hat man nach wenigen Stunden schon wieder zugeklappt. Doch in seine spannende Geschichte baut er Gedanken ein, die für lange Zeit zum Begleiter werden, etwa wenn er Toni Morrison zitiert: "Es ist ein reiner Glücksfall, wenn uns jemand fehlt, lange bevor er uns verlässt oder wir ihn verlassen haben." Wenn diesen Roman ein Jungautor geschrieben hat, wer ist dann bitteschön kein Jungleser? (cs) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Lui
Format:Broschiert
Der "Flug der Pelikane" liest sich zwar leicht und flüssig aber es gibt bessere Bücher vom Autor. Die Story ist irgendwie platt um den Ausbruch von 1962 herum erzählt und der Grund für Jimmy's Fanatismus für Alacatraz voraussehbar. Die im Buch kursiv eingefügten Abschnitte zum "Leben auf Alcatraz" sind 1:1 die gleichen Texte wie man sie als Besucher im heutigen Museum lesen, bzw. auf der Audiotour durch das Gefängnis hören kann. Das Buch bietet dem Leser somit einen sehr allgemeinen sachlichen Überblick zu Alcatraz im ständigen Wechsel zur fiktiven Erzählung des Autors. Neue Erkenntnisse, Lebensphilosphien, o.ä. konnte ich in diesem Werk jedoch nicht finden.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die Insel 3. Januar 2011
Von Helga Kurz TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Audio CD|Von Amazon bestätigter Kauf
Anton weiß nicht, welche Richtung er seinem ziellosen Leben geben soll. Sein Studium hat er abgebrochen und als Altenpfleger fühlt er sich nicht wohl. Seine Freundin, in die er sich während eines Klinikaufenthalts verliebte, verlässt ihn. Grund genug für den jungen Mann, seine Probleme in Hamburg wenigstens geografisch weit hinter sich zu lassen...

In New York lebt Jimmy, den seine Mutter einst liebte. Bei ihm kommt er unter und arbeitet in Jimmys Luncheonette, einem kleinen Imbiss mit großer Speisekarte. Onkel Jimmy und seine Crew arbeiten hart und stehen mit beiden Beinen fest auf der Erde. Brüchige Lebensgeschichten tragen sie alle in sich, ohne daran zugrunde gegangen zu sein. Der Junge wird angenommen, was aber auch bedeutet, dass er sich dem schnellen Arbeitsrhythmus unterzuordnen hat. Mit wohlfeilen Ratschlägen, die bestens geeignet sind, andere auf Distanz zu bannen, hält man sich in dem Wissen, dass jeder Mensch seinen eigenen Weg finden muss, zurück. Der Imbiss, ein paar Straßenzüge und die Menschen darin und darum herum bilden Antons New Yorker Mikrokosmos, eine Art Insel, die fast kleinstädtisch anmutet, von Glamour keine Spur. Für den sensiblen und reflektierenden Jungen ist es dennoch eine faszinierende Welt, und besonders sein "Onkel" Jimmy zieht ihn immer mehr in seinem Bann, denn Jimmy hat Charisma und vor allem eine Obsession: Alcatraz und der große Ausbruch, bei der drei Häftlinge 1962 von der Insel flohen und niemals wieder gesehen wurden. Jimmy hat einen guten Grund zu glauben, dass die entflohenen Häftlinge nicht ertrunken sind und es geschafft haben. In seiner Wohnung hängen die Polizeifotos dieser Männer und in einer Kiste hat er alles Mögliche über die Gefängnisinsel und einige Häftlinge gehortet. Der junge Mann gerät immer mehr in den Bann der "Insel der Pelikane" und seines faszinierenden Onkels, der schon lange gelernt hat, sich nur auf seinen inneren Kompass zu verlassen. Zwar glaubt Anton, dass Jimmy auf dem Holzweg ist, aber die alte Gefängnisinsel lässt ihn nun auch nicht mehr los. Seine Gedanken kreisen immer weniger um sich selbst, dafür aber immer mehr um jenes lange zurückliegende Ereignis. Als er schließlich nach Hamburg zurückkehrt, ist er endgültig erwachsen geworden.

Der Faszination von Alcatraz ist wohl auch Benjamin Lebert erlegen, der die Geschichte und etliche Fakten, die alten Gefängnisinsel in der Bucht von San Francisco betreffend, in seine leise und tröstliche Geschichte um die Freundschaft eines jungen und alten Mannes einfließen ließ. Alcatraz gehört heute, aufgeräumt und touristischen Regeln folgend, zum Golden Gate National Recreational Park. Eine Art Disneyland ist das Ganze dennoch nicht. Besonders abseits der touristischen Meute bekommt man auch heute noch eine Ahnung, wie hart das Leben für die Gefangenen auf diesem abweisenden Felsen war. Auch im Sommer ist es nicht ratsam, diesen Ort ohne warme Kleidung zu besuchen und es dauert nicht lange, bis das zum Greifen nahe San Francisco (auch wenn nicht gerade Nebel herrscht) nur noch als Traum existieren zu scheint. Die Düsternis von Alcatraz, der Insel der Pelikane, ist immer noch spürbar, wenn man bereit ist, sich darauf einzulassen und es ist eine große Freude, dem legendären Felsen eingebettet in eine warmherzige Geschichte immer wieder zu begegnen. So gesehen ist diese Geschichte mit ihrem poetischen Namen auch eine Art raffinierter Reiseführer, wenn man sie denn für sich entdeckt hat. Aber was noch wichtiger ist, sie ist auch und besonders eine warmherzige Story für junge Menschen auf der Sinnsuche, die nur allzu oft mit abgeklärter Kaltschnäuzigkeit abgefertigt werden.

Robert Stadlober, der dem Ich-Erzähler Anton eine forsche, rebellische Stimme mit nachdenklichen Untertönen verleiht, bietet dem geneigten Ohr 237 Minuten andauernden Hörgenuss und erzählt die Geschichte in einem sehr passenden Sound. Völlig unbegreiflich ist mir, warum der "Flug der Pelikane" auch von den Profis in den Feuilletons meist unsanft zum Absturz freigegeben wurde.

Helga Kurz

3. Januar 2011
War diese Rezension für Sie hilfreich?
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
"Flug der Pelikane" erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, der, nachdem er von seiner Freundin verlassen wurde, nach New York zu seinem Onkel reist und eine Weile dort wohnt. Dort angekommen entwickelt er ein Interesse an einer alten Geschichte über den Ausbruchversuch dreier Männer von der Insel Alcatraz.

Das klingt im ersten Moment recht interessant, erweist sich jedoch leider als ziemlich langweilig. Lebert schreibt gut, kann Atmosphäre schaffen und Stimmungen einfangen, doch er hat in diesem Roman nichts zu erzählen. Da ist die Trennung von der Freundin, dann die Reise nach New York und die Zeit im Grillimbis von Onkel Jimmy und schließlich die Rückblenden auf die Geschichte von Alcatraz.

Diese drei Komponenten wirken so zusammengeschustert, wie sie vermutlich auch sind. Die Trennungsgefühle bleiben oberflächlich geschildert, die Stimmung bei Onkel Jimmy ist nett, aber sie führt zu nichts, und die Alcatrazgeschichte bleibt gänzlich ohne Spannung.

Das alles ist immerhin, wie von Lebert gewohnt, gut geschrieben.
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Veröffentlicht am 10. Mai 2010 von jury
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Veröffentlicht am 29. März 2010 von V. Riekenberg
Langweilig
In den Buch Flug der Pelikane passiert eigentlich gar nichts. Es wird die meiste Zeit von Alctraz erzählt, also viel Gerede um nichts....
Veröffentlicht am 27. September 2009 von Carina
Nicht gerade berauschend
Nachdem Antons Freundin Eleanor mit ihm Schluss gemacht hat, beschließt er den Ex-Freund seiner Mutter, Jimmy, in Amerika zu besuchen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. Juni 2009 von Ano Nym
Lebert war schon mal besser
Da ich bisher jedes Buch vom werten Herrn Lebert gelesen habe, wollte ich nun auch sei neustes Werk lesen. Leider wurde ich hier doch recht enttäuscht. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. Mai 2009 von nicigirl85
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