In den vergangenen 18 Jahren hatte ich fast vergessen, woher ich diesen Spruch kannte - jawohl, es war genau dieser Film, der für einige unvergessliche Zitate herhalten musste.
Die Grundidee des Films ist die Geschichte eines kleinen Jungen, der "nur mal kurz weg war" und sich auf einmal ein einer ihm fremdgewordenen Welt wiederfindet. Die Umsetzung, die auf viel überzeichnetes Spektakel verzichtet und deren Effekthascherei sich auf ein - auch nach heutigen Massstäben noch ungewöhnliches und originelles - Raumschiff beschränkt, ist einfach nur rundum gelungen.
Der schönste Teil des Films - und der, der in der Familie fraglos für immer für das größte Sehvergnügen sorgen wird - ist der eigentliche Flug, den das Raumschiff "Max" und der kleine David mit vielen witzigen Einlagen garnieren.
Sehr überzeugend ist auch die Perspektive eines Kindes dargestellt, für das die verstrichenen 8 Jahre bedeuten, dass es die Lieblingsserie im TV schon ewig nicht mehr gibt, stattdessen skurrile Musikvideos (haben wir uns sowas damals wirklich freiwillig angesehen?) das Programm regieren, Cola in fünf Geschmacksrichtungen erhältlich ist und wildfremde Leute im Elternhaus wohnen - und die eigenen Freunde alle schon 20 sein müssten!
Auch der Gesamtaufbau des Films ist gelungen - da der Titel und der Begleittext keinen Hehl daraus machen, worum es geht, wird am Anfang viel mit Bildern gespielt, und anders als David, der sich nur auf die Feier zum 4. Juli freut, sieht der Zuschauer irgendwie überall Ufos. Erstaunlicherweise ist dieser Anfangspart auch der Teil des Films, bei dem zuschauende Kinder am ehesten einen "Händchenhalter" benötigen - obwohl an sich nichts schlimmes passieren kann, hat die Atmosphäre teilweise etwas bedrückendes.
Später hingegen fiebert man nur noch mit David mit, hat Spass an den Kapriolen von "Max", schüttelt den Kopf über die - wie üblich völlig überzogen reagierenden - Behörden... ...und entdeckt dabei rein zufällig, warum Sarah Jessica Parker einem in L.A. Story schon irgendwie so bekannt vorkam - eben, hier spielte sie schon eine Schlüsselrolle!
Obwohl die DVD die Möglichkeiten des Mediums nicht mal im entferntesten ankratzt (keine zusätzliche Originaltonspur, keine Extras, ein 5.1-Ton, bei dem ich die 5.1 irgendwie noch suche) ist der Film an sich ein Muss. Daher gebe ich trotz allem 4 Sterne (5 für den Film, mit Mühe 3 für die DVD).