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Flucht ins Feenland: Roman
 
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Flucht ins Feenland: Roman [Gebundene Ausgabe]

Hope Mirrlees , Hannes Riffel
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
  • Verlag: Piper; Auflage: 1 (2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492700195
  • ISBN-13: 978-3492700191
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 14,6 x 4,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 121.771 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Ein bisschen leben wir Deutschen schon hinter dem Mond. Wie anders ist es zu erklären, dass dieser Klassiker der Fantastik erst jetzt seinen Weg zwischen deutsche Buchdeckel findet? Der Fantasy-Roman von Hope Mirless erschien bereits 1926 und wurde im Angelsächsischen in den 1970er-Jahren wiederentdeckt. Er erzählt von Nathan Hahnenkamm, dem braven Bürgermeister von Lud-in-den-Nebeln im kleinen Land Dorimare, das begrenzt wird von Bergen, dem Meer -- und dem Feenland.

Doch halt, darüber spricht man nicht in Dorimare! "Feenland", das ist ein verbotenes Wort unter den behäbigen Einwohnern. Welch ein Skandal also, dass ausgerechnet der Sohn des Bürgermeisters dieses Wort bei einer feierlichen Einladung laut ausspricht! Welch eine Schande für den Bürgermeister, der schon sein ganzes Leben so tapfer alle melancholischen Anwandlungen aus dem eigenen Gemüt verbannt! Nun kann er nicht länger die Augen verschließen: Der eigene Sohn hat von verbotenen Feenfrüchten gekostet. Die werden auf geheimnisvollen Wegen nach Dorimare geschmuggelt, und der Wahnsinn greift um sich.

Fantasy einmal ganz anders: Noch lange vor dem übermächtigen Einfluss Tolkiens geschrieben, wirkt der Roman wie ein ironisches Sittengemälde und ist zugleich ein Krimi, eine Geistergeschichte und ein betörender Lockruf. Flucht ins Feenland legt sich beim Lesen wie ein Zauber auf den Geist -- auf jeder Seite blitzt ein Feenzauber auf und hinterlässt eine Botschaft, die auch nach dem letzten Kapitel noch lange weiter wirkt. Als eine "Aussöhnung zwischen dem Alltäglichen und dem Wunderbaren", beschreibt Neil Gaiman das Buch in seinem Vorwort. Und ebenso zutreffend schreibt Michael Swanwick in seinem Nachwort von "sittenlosen Impulsen, überwältigenden Sehnsüchten, den Verzückungen der Liebe, der Kunst und der Philosophie".

"Ihr verfügt über Phantasie? So ist es für Euch stets ein Abenteuer, einen Laubengang entlangzuspazieren. Ihr betretet ihn kühnen Schritts, doch bald wünscht Ihr Euch, Ihr wäret draußen geblieben -- es ist keine Luft, die Ihr hier atmet, es ist Schweigen, das fast greifbare Schweigen der Bäume. Und die kleine runde Öffnung in der Ferne soll der einzige Ausgang sein? Ach, es wird Euch nie gelingen, Euch dort hindurchzuzwängen! Ihr müßt umkehren... zu spät!"

Besser spät als nie. Endlich ist Flucht ins Feenland auch deutschen Lesern zugänglich -- in gelungener Ausstattung und hervorragender Übersetzung. --Birgit Will

Pressestimmen

"Eine Tragödie von Shakespeareschen Ausmaßen, ein Krimi, eine Allegorie. Und eine verdammt gute Geschichte." (Mary Gentle)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Hintergrund -
Zu Zeiten, als Séancen als chic galten, man seinen eigenen Sarg bereits seit der Geburt auf dem hauseigenen Speicher stehen hatte und selbst Sir Arthur Conan Doyle glaubte, seine Elfen von Cottingley zu sehen, schrieb Helen Hope Mirrless, die eher durch ihren elitären Freundeskreis (der unter anderem solche Namen wie Virginia Woolf, T.S. Eliot, W.B. Yeats oder Katherine Mansfiled umfaßte) denn als Autorin bekannt war, ihren einzigen Fantasyroman - "Lud-in-the-Mist", zu schlechtem deutsch "Flucht ins Feenland". Nachdem dieses Buch in den 70er Jahren in England wieder neu aufgelegt wurde (vom in Fantasy-Kreisen nicht unbekannten Lin Carter), erlebte es ein Comeback, welches schlußendlich zur ersten deutschen Übersetzung als Teil der Fantasy-Reihe bei Piper führte.

Inhalt -
Eine Inhaltsangabe findet sich bei der "Amazaon-de-Redaktion", also werde ich nur auf meine Interpretation eingehen. Fantasy ist nicht gleich Fantasy und das erfährt man in diesem Buch nochmal aufs Neue. Noch ein paar Jahrzehnte vor Tolkien's "Herr der Ringe" geschrieben entfaltet Hope Mirrlee's Werk auch einen völlig anderen Charme als es der berühmte Klassiker zu tun pflegt. Nein, In Lud-in-den-Nebeln geht es ruhig zu, so aber keinweswegs im Großteil des Buches. Im Nachwort wird es so ausgedrückt: "Das Buch beginnt als Reisebericht oder als historischer Roman, wird zu einer Pastorale, einem Schwank, einer Gesellschaftskomödie, einer Geistergeschichte und dann zu einer Detektivgeschichte. Und dennoch handelt es sich hier nicht um krude zusammengeschusterte Einzelteile, sondern um die ineinander verwobenen Stränge einer einzigen gewundenen Erzählung." Tatsächlich kann man das Buch auf viele Weisen lesen, unter denen die am wenigsten anspruchsvolle noch immer unterhaltsam und spannend ist. Läßt man sich aber auf alle Fäden ein und liest mit Genuß, dann wird man vermutlich den wirklichen Wert des Buches zu schätzen lernen, denn wahre Schätze verbergen sich in dem ein oder anderen Einzeiler. Da werden poetische Sätze fabuliert, die man noch Tage später im Kopf widerhallen hört, gesellschaftskritische Ideen angewandt (über die man zunächst lächelt, nur um dann das passende Pendant im eigenen Leben zu finden), kleine Lebensweisheiten nicht allzu gut versteckt oder auch einfach nur solide Spannung erzeugt, die einen zwar nicht bis zur letzten Seite, dafür aber lange genug im Bann hält, um den Schluß genießen zu können. Alles in allem ein nicht einfach zu lesendes Buch, daß seine volle Wirkung vielleicht erst dann entfaltet, wenn man Monate später durch eine Allee spaziert und plötzlich etwas im Kopf zu summen beginnt: "Ihr verfügt über Phantasie? So ist es für Euch stets ein Abenteuer, einen Laubengang entlangzuspazieren. Ihr betretet ihn kühnen Schritts, doch bald wünscht Ihr Euch, Ihr wäret draußen geblieben -- es ist keine Luft, die Ihr hier atmet, es ist Schweigen, das fast greifbare Schweigen der Bäume. Und die kleine runde Öffnung in der Ferne soll der einzige Ausgang sein? Ach, es wird Euch nie gelingen, Euch dort hindurchzuzwängen! Ihr müßt umkehren... zu spät!"

Ausgabe & Aufmachung -
Man denkt reumütig daran, was Piper wohl aus dem Herrn der Ringe herausholen würde, wenn man dieses im Vergleich eher bescheidene, unbekannte Büchlein in seiner prachtvollen Verpackung in Händen hält: Der Umschlag mit dem wunderschönen passenden Feenbild verbirgt lediglich die noch beeindruckendere Bindung - ein je nach Lichteinfall in Grün- Gelb- und Blautönen schimmernder Einband mit einem gelb-goldenen Lesebändchen. Innen sieht es nicht nicht weniger aufwändig aus - die Seitenzahlen sind verziert, die Überschriften sowieso und auch das Druckbild macht einen angenehmen Eindruck. Einziges kleines Manko waren für mich die 15, 20 Tippfehler, die zwar in dieser Zahl nicht sonderlich schlimm sind, einen aber öfter aus dem Lesetakt werfen, besonders wenn man nun nicht weiß, ob es wirklich vergebnen heißen sollte (was aufrgund der archaischen Sprache gut möglich wäre) oder einfach nur ein e bei vergebenen vergessen wurde. Ansonsten ein wirklich wunderscbön aufgemachtes Buch, an dem man auch nur beim Betrachten seinen Gefallen findet. Die Übersetzung ist bis auf den wenig passenden Titel wunderbar gelungen und der Ton scheint gut getroffen worden zu sein. Der Roman selbst nimmt "nur" 320 Seiten des 410 starken Seiten Buches ein, die ersten entfallen auf die Einleitung von Neil Gaiman, die restlichen 70 auf ein sehr interessantes Essay v. Michael Swanwick über mögliche Interpretationen des Werks als auch einen kurzen Abriß des Lebens der Schriftstellerin.

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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Zauberhafte Geschichte 19. Oktober 2007
Von Steffen
Format:Taschenbuch
Dieser 1926 erschienene Roman hat mit zeitgenössischer Fantasy absolut nichts zu tun!Im Endeffekt ist das auch gut so.Die,in Deutschland sowieso,vergessene Mirrlees schuf ihr Werk anhand folklorischer Sagen aus England.Wer sich mit diesen Volkssagen auskennt,wird das bemerken.

Nathan Hahnenkamm hat das höchste Amt des kleinen Staates Dorimare inne,welches die verzauberten Elfenmarken zum Nachbarn hat.Zusammen mit anderen Ratsherren gehört er zur Elite der Oberschicht im Städtchen Lud-in-den Nebeln.Es gibt immer mehr Gerüchte und verheißungsvolle Vorfälle,die belegen,dass der Schmuggel mit den skandalösen Feenfrüchten floriert.Diese sind eine Art Droge,die die Sinne ihrer Konsumenten durcheinander wirbelt.Wer davon gekostet hat,steht unter Einfluss der angsteinflößenden Feen,die Menschen ins Feenland entführen und Schreckliche Dinge mit ihnen anstellen.Nathan Hahnenkamm schickt seinen Sohn Ranulph auf den Rat des Arztes Endymion Lear zu einem Bauernhof,denn der Junge scheint mit den berüchtigten Früchten in Berührung gekommen zu sein.Erst achdem die Lage in Dorimare sich zuspitzt und Hahnenkamms Sohn in Gefahr schwebt,wird dieser aus seiner Lethargie gerissen und beschließt die vermeintliche Wurzel allen Übels aufzusuchen:Das Feenland.

Der Roman beginnt als historischer Roman als das verschlafene Reich Dorimare,deren Bewohner und Kultur,beschrieben wird.Der anfangs naturalistische Stil wird zu einer Gesellschaftssatire und dann zu einer mystischen Spukgeschichte.Die Höhepunkte finden während der Handlung des Krimis statt als der Antiheld zum dedektiv wird.Allerdings handelt es sich nicht um eine Aneinanderreihung diverser literarischer Gattungen,die Stilmittel vereinen sich zu einem Ganzen,das das die Leser wahrhaft ins Feenland entführt.
Denn mit ihrer herrlich altmodischen,eleganten Sprache vermag die Autorin es,ein magisches Netz über den geneigten Leser zu werfen.

So überflüssig das Nachwort sein mag,der Roman gehört zu den besten phantastischen Erzählungen überhaupt.Sie müssen Phantastische Literatur nicht mögen,um dieses Buch zu lesen.
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