Die Hauptfigur erinnert sehr an Ann Grangers' Meredith Mitchell, die neugierig und unerschrocken und etwas tapsig in ihre Fälle stolpert, und auch Kates unmögliche Mutter ist höchst amüsant. Das Menschliche ist in diesem Buch einfach glaubwürdiger als bei den zahlreichen Queens of Crime, auch wenn das Verbrechen und die Mörderjagd vielleicht weniger spektakulär ausfallen. Schön an diesem Krimi ist, dass er nicht in die total unglaubwürdigen menschlichen Abgründe eintaucht, durch die einem England manchmal wie das Mekka der perversen Serienmörder vorkommt. Diese Geschichte plätschert dahin und man bleibt das ganze Buch über neugierig. Auf ein Liebesdrama in 11 Akten à la Lynley/Clyde oder Kincaid/James dürfen Sie sich leider nicht freuen. Aber wer weiß, der Schluss ist vielversprechend! Mir gefällt's jedenfalls.