Mit der tollen Titelmusik beweißt John Carpenter hier zu Beginn, dass er durchaus auch als Filmkomponist etwas drauf hat.
Kurt Russell als brummeliger Plissken, sorry Snake, zu sehen macht einfach Spaß, weil er ein herrlich gradliniger cooler Charakter ohne unnötige Sentimentalitäten ist, was immer wieder mal ganz erfrischend wirkt.
Ein pfiffiger Filminsider-Gag im Film ist, wenn Snake per U-Boot zum zerstörten L.A. taucht, an den versunkenen Universal Studios und einem zuschnappenden weißen Hai vorbei. (Erklärung Universal produzierte "Der weiße Hai".)
Das Szenario eines zerstörten L.A. ist hier einfallsreich schrottig, doch an die Darstellung einer anarchistischen Welt, wie in "Mad Max" z.b. reicht das Design nicht heran.
Trotzdem kann man im Film viele schräge Einfälle genießen, wie einen Seitenhieb auf Schönheits OPs (Bruce Campbell "Tanz der Teufel" als Chirurg), Snakes schräge "Erst-Schießen-Dann-Fragen-Mentalität", Easy Rider Peter Fonda als abgedrehtem Surfhippie oder Pam Grier ("Jackie Brown") als Transvestiet Hershie.
Zudem gibts einige nette, wenn auch nicht berauschende Actioneinlagen, die gut unterhalten.
Die beste Szene des Films gibts mit einer herrlich kompromisslosen Handlung von Snake, wenn er die Welt zurück in die Steinzeit schickt.