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Flucht ins Leben. Die Erika und Klaus Mann-Story [Taschenbuch]

Andrea Weiss
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch --  

Kurzbeschreibung

2001
Nach dem großen Erfolg ihres Buches"Paris war eine Frau - Die Frauen von der Left Bank"zeichnet Andrea Weiss nun die Lebensgeschichte von Erika und Klaus Mann nach, der beiden prominentesten und umstrittensten Kinder von Thomasund Katia Mann.

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 219 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Tb. (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499226715
  • ISBN-13: 978-3499226717
  • Größe und/oder Gewicht: 23,2 x 16,1 x 1,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 393.346 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

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Ein wunderbares Buch, das eine wichtige Lücke füllt: Wer glaubt, schon hinreichend über die beiden ältesten Mann-Kinder Erika und Klaus gelesen zu haben, täuscht sich. Denn bislang waren im Wesentlichen nur Monografien erschienen -- Klaus von der Schwulenbewegung als tragisches Vorbild gekrallt, Erika von der Frauenbewegung. Dabei lag die Idee, eine Doppelbiografie zu schreiben, durchaus nahe: Nicht nur, dass Erikas erste Begegnung mit ihrem ein Jahr jüngeren Bruder Liebe auf den ersten Blick war, sondern auch als Erwachsene verband sie eine "fast lebenslange künstlerische Zusammenarbeit", wie Andrea Weiss konstatiert.

Die Amerikanerin Andrea Weiss, die ebenfalls einen Dokumentarfilm über das Geschwisterpaar gedreht hat, beeindruckt als Biografin durch ihre kongeniale künstlerische Sensibilität, mit der sie sich den beiden nähert, ohne sich jemals in den Vordergrund zu schieben. Man merkt dem Buch an, dass es sich auf langwierige Recherchen stützt, aber das Resultat selbst ist leichtfüßig, konzentriert und kommt, sehr undeutsch, mit einem Minimum an Fußnoten aus. Auch Fotos werden nur dort eingesetzt, wo sie wirken können, ohne durch Überfülle oder sattsame Bekanntheit zu erschlagen.

Was sind die genannten Lücken, die Andrea Weiss ohne Nachdruck füllen kann? Erika und Klaus Mann reihen sich bei ihr in das Bild einer wirklich verlorenen Generation ein, deren Schicksal über individuelles Pech weit hinausgeht. Deutlich schärft sich zum Beispiel das Bild, warum Erika Mann schon bald nach dem Krieg als eigene Stimme verstummt und nur noch als (nicht selten übellaunige) Sekretärin ihre Vaters in Erscheinung tritt. Das Leben in der Emigration hat sie zermürbt: Eine kritische Intellektuelle, die lesbische Affären hat, lässt man in der McCarthy-Ära nicht amerikanische Staatsbürgerin werden und seien ihre Verdienste im Kampf gegen Hitlerdeutschland noch so groß. Hinzu kommt nach 1949 die Trauer um Klaus, den von Anfang an Sensibleren, Drogensüchtigen, vollends Entwurzelten. Angesichts solcher Tragik sollten die späteren Verfechter der inneren Emigration verstummen. --Stephanie Sellier


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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Dieses Buch hat mich berührt und fasziniert. Es erzählt die Geschichte von Klaus und Erika Mann: ihre Nähe zu einander, die Verstrickungen innerhalb der Familie Mann, die Größe dieser beiden Menschen und ihr Scheitern an den (immer wieder zu hoch gesteckten, sowohl eigenen wie auch fremden) Maßstäben und an den Konventionen von Familie und Gesellschaft. Es ist eine zutiefst menschliche Geschichte und gleichzeitig die Dokumentation einer Epoche, die Deutschland in seiner Zerrissenheit geprägt hat. Eine gut geschriebene Biografie, die so ungewöhnlich ist wie die beiden Menschen, von denen sie erzählt.
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von andante VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Es handelt sich um das Begleitbuch so dem gleichnamigen Dokumentarfilm und beschreibt das Leben der beiden Mann-Geschwister Klaus und Erika. Trotz ihrer Talente und ihres guten Elternhauses hatten sie, besonders Klaus, kein besonders glückliches Leben. Klaus war zeit seines Lebens ein ewig Suchender, der sich immer auf die falschen Männer einließ und schließlich den Drogen verfiel, so dass sein künstlerisches Schaffen auch verging. Das Buch ist aber keine psychologische Studie, die die beiden unter ein Mikroskop packt, sondern die Autorin beschreibt eher und verzichtet auf nähere Erklärungen, die sie dem Leser überlässt. Auch Erika, die wohl etwas stärkere Persönlichkeit, kehrt in den letzten Lebensjahrzehnten wieder in den Schoss der Familie zurück und wird die Stütze ihres berühmten Vaters. Zu viele Enttäuschungen - trotz ihres Einsatzes für die USA im Krieg gegen Deutschland, bekommt sie letzten Endes nicht die US-Staatsangehörigkeit, ihre letzten Endes unbefriedigenden lesbischen Affären - lassen sie im Alter wohl auch etwas verbittert sterben. Nach dem harten Schlag - dem Selbstmord ihres Bruders, von dem sie sich nie so ganz erholt - scheint auch sie die Lebensfreude verloren zu haben. Für mich erstaunlich - aber vielleicht auch passend - die Tatsache, dass niemand von der Familie zu Klaus' Begräbnis kam, da eine Vortragsreihe nicht unterbrochen werden sollte. Auch Erika kam aus diesem Grunde nicht. Das illustriert die etwas schwierigen Familienverhältnisse deutlich.
Insgesamt ein lesenswertes Buch, das noch einmal das interessante und und doch auch traurige Leben der Mann-Geschwister vor Augen führt.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine Annäherung an das Geschwisterpaar 4. Februar 2003
Format:Taschenbuch
Andrea Weiss schafft es in diesem Buch, spannend und in einfachen Worten, ohne Wertung, die Stärken und Schwächen, Höhen und Tiefen der Geschwister, Erika und Klaus Mann, zu erzählen.
Ergänzt mit Fotos, Schriftdokumenten und Auszügen aus Briefen erreicht Andrea Weiss eine Annäherung an das Geschwisterpaar, ein Teilhaben am damaligen Geschehen, an einem Leben im Exil.
Ein starkes Element ist die Liebe. Die Geschwisterliebe, die starke Bindung der beiden zueinander, die gleichgeschlechtliche Liebe, die Liebe zum Theater, zum Schreiben. Auch dieser Liebe, die sie sich vom Vater, dieser grossen respektvollen Person und von aussen ersehnen. Den Kampf um Akzeptanz, die Sehnsucht nicht nur als Tochter und Sohn eines berühmten Mannes wahrgenommen zu werden.
Offen gelegt wird auch die Homosexualität, die Drogensucht, die Todessehnsucht.
Eindrücklich Erika wahrzunehmen als Verliebte, als Theaterinitiantin und -künstlerin, als Siegerin eines Autorennens zusammen mit Ricki Hallgarten, als Kriegsberichterstatterin, als Begleiterin des Vaters. Und Klaus als Schriftsteller, als Zeitungsherausgeber, als amerikanischer Soldat und Lebenskämpfer.

Dieses Buch verrät viel über Erika und Klaus Mann. Mehr als lesenswert!

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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Kurz und spannend, mit vielen schönen Bildern und Dokumenten gibt die Autorin einen Überblick über das bewegte, so faszinierende Leben von Erika und Klaus Mann. Es handelt sich hier um keine intensive Studie, weshalb ich das Buch eher zum Einstieg in diese Theamatik empfehlen würde; doch es gelingt Andrea Weiss erstaunlich gut, die verschiedenen Facetten dieser Geschwisterbeziehung kurz darzulegen. Viele Quellen, der Verzicht auf komplizierte pseudopsychologische Deutungen und ein informativer, unterhaltsamer Stil machen dieses Buch zu einem echten Lesevergnügen. Vor allem finde ich es bewundernswert, dass dieses Buch trotz seiner Kürze gar nicht oberflächlich ist. Nach der Lektüre meint man wirklich, die beiden Geschwister gut zu kennen.Sehr empfehlenswert.
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